In der 1. Klasse Nordwest holte SV Leobendorf II in der 23. Runde einen 2:0-Heimsieg gegen SK Sparkasse Ernstbrunn. Nach torloser erster Hälfte fielen die Treffer spät: ein Eigentor von Philip Ebermann (77.) und Tobias Frühwirth (86.). Co-Trainer Gerhard Sturm freute sich über eine starke zweite Hälfte: "Wir haben das Kommando übernommen und das Spiel dominiert." Sein Fazit: Kampf, Kollektiv und frischer Schwung von der Bank gaben den Ausschlag.

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Die Partie brauchte nicht lange, um Fahrt aufzunehmen, ohne dass sich vor der Pause ein Team absetzen konnte. "Die erste Halbzeit war ausgeglichen, vielleicht mit einem Chancenplus auf unserer Seite. Ein 3:2 zur Pause wäre auch in Ordnung gewesen", ordnete Gerhard Sturm die ersten 45 Minuten ein. Der offizielle Pausenstand hieß trotzdem 0:0. Nach dem Seitenwechsel kippte die Begegnung dann spürbar. "In der zweiten Halbzeit haben wir immer mehr das Kommando übernommen, waren klar überlegen und sind zu etlichen Top-Chancen gekommen", so Sturm. Leobendorf II hatte mehr vom Spiel, setzte sich in den Zweikämpfen durch und blieb geduldig. Ernstbrunn, im Spitzenfeld der Liga unterwegs, hielt zunächst dagegen, doch die Gastgeber wurden mit zunehmender Spieldauer das aktivere Team und suchten konsequent den Weg nach vorn, während hinten wenig zugelassen wurde.
Den Unterschied brachte schließlich die Bank. "Tobias Frühwirth wurde eingewechselt und hat den nötigen Schwung in die Offensive gebracht", betonte Sturm. Die Führung fiel nach einer Szene, die Leobendorfs Druck widerspiegelte: Frühwirth zog links im Strafraum bis zur Torlinie und legte scharf zurück, der Ball sprang von Philip Ebermann ins eigene Tor – 1:0 in Minute 77. "Das war für Ernstbrunn unglücklich, aber wir haben uns diese Situation erarbeitet", erklärte der Co-Trainer. Neun Minuten später machte Frühwirth den Deckel darauf. Sturm beschrieb den Treffer so: "Nach einem Eckball für Ernstbrunn hat er sich den Ball am eigenen Sechzehner geschnappt, ist im Sololauf durch und hat überhoben." Mit seinem 2:0 in der 86. Minute belohnte sich der Joker für einen starken Auftritt: "Er bringt viel Schwung, wenn er reinkommt – und belohnt sich jetzt mit Toren."
In Sturms Zusammenfassung zog sich ein roter Faden durch alle Aussagen: Plan, Wille und Laufarbeit. "Entscheidend war, dass wir das Konzept des Trainerteams perfekt umgesetzt haben. Der Wille war bei allen fünfzehn Spielern zu sehen, auch bei den Eingewechselten", sagte er. "Wir wussten, wir können nur über den Kampf und mit einer perfekten kollektiven Leistung gewinnen. Genau das haben wir umgesetzt." Spielerisch fand Leobendorf II nach der Pause immer wieder Lösungen, einzig die Chancenverwertung blieb ein kleiner Makel: "In der zweiten Halbzeit müssen wir vielleicht mehr Tore machen und das Spiel früher entscheiden."
Den Gegner schätzte Sturm hoch ein: "Ernstbrunn ist eine der Topmannschaften der Liga. In der ersten Halbzeit sehr gut, danach schien die Kraft nachzulassen." Auch das Umfeld stimmte. "Es gab keine strittigen Szenen, der Schiedsrichter hat hervorragend geleitet." Und zum Schluss schob er noch ein Bekenntnis zur eigenen Truppe nach: "Man sieht, was unsere Youngsters draufhaben. Man muss den Hut ziehen – ich bin mega stolz auf die Burschen."