Spielberichte

Markus Wolf (Trainer USV Niederleis): 'Die erste Halbzeit war eine Machtdemonstration'

SV Spillern
USV Niederleis

In der 23. Runde der 1. Klasse Nordwest gewann USV Niederleis auswärts beim SV Spillern deutlich mit 5:0 und machte schon vor der Pause alles klar. Trainer Markus Wolf sprach von einer konsequenten Vorstellung: "Wir wollten sie von der ersten Minute an zu Fehlern zwingen." Das gelang, zur Halbzeit stand es 0:5. Wolf nannte die ersten 45 Minuten eine "Machtdemonstration" und lobte die Umsetzung des Plans mit hohem Pressing, schnellen Flanken und konsequentem Nachrücken in die Box.

Torwart wartet auf Eckball

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Früher Zugriff und ein klarer Plan tragen schnell Früchte

Niederleis trat vom Anpfiff weg mit klarer Ansage auf. "Wir hatten einen klaren Plan: Sie von der ersten Minute an zu Fehlern zu zwingen", erklärte Markus Wolf. Das frühe Anlaufen griff, Spillern kam nicht zur Ruhe – und nach zehn Minuten lag der Ball schon im eigenen Tor: Ein Eigentor von Maximilian Jäger eröffnete das 0:1. Niederleis blieb am Drücker, eroberte die Bälle früh und legte nach. In Minute 18 erhöhte Christoph Klapka auf 0:2. "Sie sind gar nicht ins Spiel gekommen, wir haben die erste Halbzeit komplett dominiert. Darauf bin ich stolz", so Wolf. Der USV ließ nicht locker und stellte noch vor der Pause durch Rene Kafka (39.), Dominic Weisi (43.) und Frantisek Lörinczi (44.) auf 0:5. "Die ersten 45 Minuten waren eine Machtdemonstration", fasste der Coach zusammen – und genau so fühlte es sich auf dem Platz an.

Standard, Pressing, Flanken: So fielen die Treffer

Wie die Tore entstanden, konnte Wolf im Detail aufdröseln. "Das erste Tor fiel nach einem Eckball. Unser Spieler und der Gegenspieler gehen hoch, am Ende war der Gegner zuletzt am Ball – Eigentor." Danach spielte Niederleis sein Pressing aus. "Spillern wollte herausspielen, wir haben das gut unterbunden und sofort Druck in die Box gemacht. Die nächste Situation war wieder eine Flanke von außen, die Christoph Klapka per Kopf ins lange Eck weitergeleitet hat." Nach einer weiteren Balleroberung folgte die schnelle Umschaltaktion samt Flanke in den Strafraum – dort verwandelte Rene Kafka eiskalt. In diesem Muster lag auch das 0:4 von Dominic Weisi: aggressiv, geradlinig, und sofort mit Tempo in die Box. Auch Frantisek Lörinczi profitierte vom forcierten Zugriff: "Er hat gerochen, dass da was drin ist. Der Verteidiger hat ihn durchgelassen, der Tormann ist nicht herausgekommen – Lörinczi ist alleine aufs Tor und hat ihn super überspielt."

Nach der Pause fehlt die Ruhe – Lob für Schiri, Blick nach vorne

Mit dem 0:5 zur Halbzeit war die Messe gelesen, doch Wolf sah trotz des klaren Vorsprungs Hausaufgaben. "Wenn sich der Gegner tiefer aufstellt und nur mehr mit einem Stürmer spielt, müssen wir mehr Ruhe hineinbringen. Nach einem 5:0 auswärts werfen wir noch immer alles nach vorn – das ist nicht nötig. Wir sollten die Partie ruhiger herunterspielen, Spillern herauslocken, dann entstehen wieder Räume." Aus seiner Sicht hatte Spillern nach dem Seitenwechsel "eine einzige Torchance", ansonsten blieb es ungefährlich.

Wolf registrierte "Frust" beim Gegner: "Härtere Zweikämpfe, teilweise versteckte Fouls – wir haben das so gut es geht, verletzungsfrei hinübergebracht." Ein Sonderlob gab es für die Leitung: "Der Schiedsrichter hatte eine klare Linie, hat beidseitig laufen lassen und dann rechtzeitig durchgegriffen. Wegen des Schiedsrichters hat Spillern sicher nicht verloren." Mit dem Auswärtssieg steht Niederleis weiter stark da und nimmt viel Rückenwind mit – Wolf will, dass seine Elf in künftigen Führungen noch abgeklärter verwaltet, ohne den eigenen Zug zum Tor zu verlieren.

1. Klasse Nordwest: Spillern : Niederleis - 0:5 (0:5)

  • 44
    Frantisek Lörinczi 0:5
  • 43
    Dominic Weisi 0:4
  • 39
    Rene Kafka 0:3
  • 18
    Christoph Klapka 0:2
  • 10
    Eigentor durch Maximilian Jäger 0:1