Spielberichte

Christian Malek (Trainer SV Spillern): "Standards haben uns die Partie gekostet"

SV Göllersdorf
SV Spillern

In der 1. Klasse Nordwest setzte sich der SV Göllersdorf am 24. Spieltag mit 3:0 gegen den SV Spillern durch. Zur Pause stand es 1:0, nach der Stunde legten die Hausherren nach und brachten den Sieg sicher heim. Bei Spillern überwogen Ärger über vergebene Möglichkeiten und brandgefährliche Standards. Trainer Christian Malek sprach von vielen Ausfällen, einem couragierten Auftritt – und fehlender Effizienz: "Wir mussten zehn Spieler vorgeben und haben zwei Top-Chancen nicht genutzt."

Torhüter mit Dress in Rot-Weißer im Tor

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Effiziente Göllersdorfer und verpasste Spillern-Chancen vor der Pause

Spillern kam trotz massiver Ausfälle ordentlich ins Spiel und hielt die Partie in der ersten halben Stunde offen. Aus Sicht der Gäste lagen sogar die besseren Gelegenheiten vor der Pause auf ihrer Seite. "Wir haben in der ersten Hälfte sehr gut gespielt und zwei Top-Chancen. Da können wir 1:0 oder 2:0 in Führung gehen", ärgerte sich Christian Malek. Stattdessen schlug Göllersdorf kurz vor der Pause zu: In Minute 40 stellte Ihor Balukh auf 1:0. Malek verortete die Führung klar in einer Standardaktion der Heimischen: "Wir bekommen das Gegentor nach einer Standardsituation." Bis zum Halbzeitpfiff blieb es beim 1:0, und die Gäste mussten den verpassten Lohn für eine anständige erste Hälfte mit in die Kabine nehmen. Taktisch hatte Spillern von Beginn an reagiert. "Wir mussten, aufgrund der extrem vielen Ausfälle, das Spielsystem ändern, die Burschen haben das sehr gut gemacht. Nur belohnen wir uns bei den Chancen nicht", fasste der Coach zusammen.

"Alle hundert Prozent": Malek lobt Einsatz und junge Startelf

Was Malek seiner Elf an diesem Abend nicht absprach, war die Haltung. "Ab der ersten Minute waren alle zu hundert Prozent am Platz und haben alles gegeben – für den Verein und für den Erfolg. Das war gegenüber der Vorwoche eine absolute Steigerung", betonte der Trainer. Dabei schickte Spillern eine extrem junge Mannschaft aufs Feld. "Wir hatten einen 17-Jährigen in der Startelf, dazu drei 18-Jährige", so Malek. Trotzdem funktionierte der Matchplan über weite Strecken der ersten Hälfte. "Wir haben Göllersdorf chancenmäßig nahezu neutralisiert. Nur bei den Standards wurden sie gefährlich", erklärte er. Genau dort sah er den Knackpunkt – und die fehlende Kaltschnäuzigkeit im eigenen Abschluss. "Bei der Chanceneffizienz hat es gefehlt. Zwei Top-Chancen in Halbzeit eins, kein Tor – so ist es in unserer Situation schwer zu gewinnen, zumal wir so viele Spieler vorgeben müssen und jeden Punkt brauchen."

Standards, Routine und ein fairer Schiedsrichter – Göllersdorf macht alles klar

Nach dem Seitenwechsel zeigte Göllersdorf seine Offensivqualitäten. "Ihre massive Stärke vorne und die Spielfreude hat man gesehen. In der zweiten Hälfte waren sie sehr routiniert, und wir konnten das Tempo nicht mehr so mitgehen", schilderte Malek. In Minute 62 erhöhte Florian Unger auf 2:0, spät sorgte Philipp Zieger (84.) für den 3:0-Endstand. Aus Spillerns Sicht spielten Standards erneut eine zentrale Rolle: "Wir haben gewusst, dass Göllersdorf bei ruhenden Bällen mit Ihor Balukh sehr stark ist. Das ist schwer zu verteidigen. Er ist routiniert und ausgefuchst – das konnten wir nicht kompensieren", sagte Malek und hielt fest: "Die Treffer zum 1:0 und 2:0 nach Standards haben uns die Partie gekostet." Ein Wort hatte der Trainer auch für den Unparteiischen übrig: "Der Schiedsrichter war sehr gut. In der vorletzten Minute gab es ein Stürmerfoul, das keines war, aber sonst war die Leistung top." Für Spillern, aktuell im Tabellenkeller auf der Suche nach jedem Zähler, bleibt damit ein klarer Auftrag für die kommenden Wochen: an der Effizienz arbeiten, Standards konsequenter verteidigen – und den gezeigten Einsatz beibehalten. "Auf dieser Einstellung können wir aufbauen", blickte Malek nach vorne.

1. Klasse Nordwest: Göllersdorf : Spillern - 3:0 (1:0)

  • 84
    Philipp Zieger 3:0
  • 62
    Florian Unger 2:0
  • 40
    Ihor Balukh 1:0