Spielberichte

Werner Würzler (Trainer SK Sparkasse Ernstbrunn): 'Es hat an Stabilität gefehlt'

SK Ernstbrunn
Wildendürnbach

Ein intensives Remis in der 1. Klasse Nordwest: Der SK Sparkasse Ernstbrunn und der UFC Wildendürnbach trennten sich 2:2. Ernstbrunn führte früh, kassierte aber vor der Pause eine rote Karte und ging trotz zweier eigener Treffer nur mit einem 2:2 in die Kabine – danach reichte es in Unterzahl zum Punkt. Trainer Werner Würzler sprach von einer der schwächsten Leistungen dieser Saison und forderte vor allem eines: Stabilität in der Defensive.

Torhüter legt sich Ball für Abstoß zurecht

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Frühe Führung, dann Rot: Ernstbrunn verliert die Kontrolle

Ernstbrunn erwischte den perfekten Start. Bereits in Minute 8 brachte Emir Dilic seine Farben mit 1:0 in Front. Bis dahin lief vieles nach Plan, das Heimteam hatte früh die nötige Sicherheit auf seiner Seite. Doch die Partie bekam ab Minute 32 eine andere Richtung: Tobias Martin Voglmayr sah Rot, Ernstbrunn musste fortan in Unterzahl agieren. Trainer Werner Würzler ordnete diese Szene klar ein: „Die rote Karte von Tobias Voglmayr, der die Notbremse gezogen hat, war in dem Fall nicht notwendig.“ Der Platzverweis veränderte das Spiel aus Ernstbrunner Sicht deutlich: „Wir waren ab der roten Karte einen Mann weniger, das hat uns vor allem in der zweiten Halbzeit sehr defensiv stehen lassen.“ Der Plan, das Geschehen zu kontrollieren, war damit schwerer umzusetzen, weil jeder Fehler doppelt wehtat und viel Laufarbeit in der Rückwärtsbewegung gefragt war.

Wildendürnbach antwortet noch vor der Pause doppelt

Trotz Unterzahl setzte Ernstbrunn zunächst noch ein Ausrufezeichen: In Minute 39 stellte Nico Nentwig auf 2:0 – ein wichtiges Tor, das eigentlich Ruhe bringen sollte. Doch Wildendürnbach schlug prompt zurück. Nur zwei Minuten später verkürzte Jakub Ptacek auf 2:1 (41.), und kurz vor der Pause gelang Manuel Schütz der Ausgleich zum 2:2 (45.). Damit war die komfortable Führung weg, es ging mit einem offenen Spielstand in die Kabinen. Würzler fand deutliche Worte zur ersten Hälfte: „Wir waren in der ersten Halbzeit viel zu offen, haben zu leicht Tore bekommen, weil wir in der Verteidigung schlecht verteidigt und im Aufbauspiel viele Fehler gemacht haben. Das war sicher eine der schlechtesten Leistungen dieser Saison.“ Der Ausgleich kurz vor dem Halbzeitpfiff passte zu diesem Eindruck: Ernstbrunn machte es dem Gegner in dieser Phase schlicht zu leicht.

Zweite Hälfte in Unterzahl: viel Kampf, wenig Chancen

Nach dem Seitenwechsel stand für Ernstbrunn vor allem eines im Vordergrund: stabil bleiben, sauber verteidigen und den Punkt sichern. Mit einem Mann weniger war die Marschrichtung klarer, Entlastung blieb aber rar. Das bestätigte auch der Trainer: „Die Mannschaft hat sich in der zweiten Hälfte nicht aufgegeben, aber wir haben viel zu wenig Chancen kreiert.“ Auf die Frage, was gefehlt hat, kam seine Antwort ohne Umschweife: „Stabilität in der Defensive.“ Diskussionen über den Unparteiischen wollte Würzler nicht führen („Nein“), und auch beim Gegner gab es aus seiner Sicht keinen speziellen Punkt hervorzuheben („Nein“). Fakt ist: Das 2:2 zur Pause blieb auch der Endstand. In der Tabelle steht Ernstbrunn mit 44 Punkten auf Rang zwei, Wildendürnbach hält bei 26 Zählern und Platz elf. 

1. Klasse Nordwest: Ernstbrunn : Wildendürnbach - 2:2 (2:2)

  • 45
    Manuel Schütz 2:2
  • 41
    Jakub Ptacek 2:1
  • 39
    Nico Nentwig 2:0
  • 8
    Emir Dilic 1:0