Ein intensives Duell in der 1. Klasse Ost zwischen FSV Velm und SV Hundsheim endete mit einem 2:2 und vielen Emotionen. Für Alexander Stiglitz, Trainer der Velmer, überwog nach einer dramatischen Schlussphase ein Mix aus Zufriedenheit und Ärger: „Alles in allem war’s gerecht“, sagte er – verwies aber auf einen in der 90. Minute verhängten, aus seiner Sicht sehr umstrittenen Elfmeter. Die Partie war über weite Strecken ausgeglichen, Velm zeigte nach frühem Rückschlag Charakter, drehte das Spiel und wurde erst ganz spät noch abgefangen.

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„War sehr ausgeglichen“, bilanzierte Stiglitz nüchtern. Hundsheim legte vor, ehe die Heimelf antwortete und das Match drehte – erst in der 90. Minute fiel der Ausgleich zum 2:2. Die Torschützen aus Velmer Sicht: Für Hundsheim traf Lukas Ankhelyi zum 0:1 und 2:2, für Velm stellte Marcel Ebinger mit seinen Treffern auf 1:1 und 2:1. Dass der Coach den Punkt dennoch als gerecht einordnet, obwohl er den späten Strafstoß kritisch sieht, unterstreicht die ambivalente Gefühlslage nach einer Partie, die bis zur letzten Sekunde offen blieb.
„Generell sind wir sehr gut gestanden, wie vorgegeben. Vor allem in der 1. Halbzeit haben wir keine Torchancen zugelassen; das Gegentor haben wir uns im Prinzip selbst vorbereitet. Nur in den ersten 20 Minuten der 2. Halbzeit sind wir ein bisschen geschwommen, danach haben wir uns taktisch wieder gefangen.“ Über den Gegner sagte Stiglitz: „Die Nummer 10 ist bei Hundsheim sehr herausragend – und auch der Stürmer vorne mit der Nummer 55.“
Auf die Frage nach einem Spieler des Spiels lenkte Stiglitz den Fokus bewusst auf das Kollektiv: „Nein, das war die ganze Mannschaft, die sehr gut gespielt hat, sich nach dem Rückstand aufgerappelt hat, toll weitergekämpft hat, dann in Führung gegangen ist und drangeblieben ist.“ Zusätzlichen Schwung brachte ein Rückkehrer, der nach mehreren Wochen Pause für rund eine halbe Stunde kam, das 2:1 stark vorbereitete und half, den Ball in den eigenen Reihen zu halten. Das Gesamtfazit des Trainers fällt zuversichtlich aus: „Mich freut, dass die Mannschaft zurückgekommen ist und sich den Punkt mehr als verdient hat. Wir sind gut mit Rückschlägen umgegangen – das gibt auf jeden Fall Mut für die Zukunft. Natürlich ist es schade, dass wir uns nicht die drei Punkte geholt haben, aber das war der Start für mehr.“