Spielberichte

Manuel Stöhr (ASK Eichkogel): „Wir hatten mehr Spielanteile“ – 1:1 in Berg und hitzige Schlussphase

Sportfreunde Berg
ASK Eichkogel

Nach dem 1:1 bei Sportfreunde Berg in der 1. Klasse Ost ordnete Manuel Stöhr, Trainer des ASK Eichkogel, eine umkämpfte Partie mit vielen zweiten Bällen ein. „Grundsätzlich wollten wir Fußball spielen. Wir wussten, dass uns in Berg eine körperlich robuste Mannschaft erwartet, die viel über hohe Bälle und zweite Bälle kommt. Das hat den Charakter des Spiels geprägt.“ Eichkogel startete mit frühem Vorwärtsdrang und mehr Kontrolle, musste sich nach einer strittigen Szene um die 15. Minute jedoch neu sortieren. Stöhr zeigte sich insgesamt mit der Defensivarbeit zufrieden, haderte aber mit der Konsequenz im letzten Drittel und kündigte klare Trainingsschwerpunkte an. In der Schlussphase gab es zwei Platzverweise – den gegen sein Team akzeptierte er (Andre Konrad), zum Ausschluss des Gegners (Roman Filip Kravarik) äußerte er sich nicht.

Nahaufnahme auf die beine zweier Spieler

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Prägende Spielphasen und Ballbesitzbilder

„Wir haben sicher mehr Spielanteile und mehr Ballbesitz gehabt als Berg. Wir wollten es spielerisch lösen, und das ist uns vor allem in den ersten 15 bis 20 Minuten richtig gut gelungen“, resümierte Stöhr. Dann kippte die erste Hälfte kurzfristig: „Es gab eine Szene, in der man gegen uns auch Rot geben kann. Es wurde nicht gepfiffen, aber das hat uns den Rhythmus gebrochen.“ Nach der Pause sah er sein Team wieder klar tonangebend. Die Partie blieb robust geführt, geprägt von langen Bällen und intensiven Duellen um zweite Bälle – genau darauf hatte Eichkogel im Matchplan reagiert.

Effizienz, letzte Linie und eine „Hundertprozentige“

Im Chancenbild blieb Selbstkritik: „Wir hatten nicht viele Torchancen, aber auf jeden Fall mehr als der Gegner. Da hätten wir noch zwingender sein können – beziehungsweise müssen.“ Besonders bitter: „In der 90. Minute hatten wir noch eine hundertprozentige Chance.“ Für Stöhr liegen die Ansatzpunkte auf der Hand: „Nach Ballgewinnen in der Mittelzone müssen wir zielstrebiger werden. Im letzten Drittel, wenn es mit Tempo auf die letzte Kette zugeht, haben wir sicher noch eine Baustelle. Ansonsten war ich defensiv sehr zufrieden.“

Standards, Platzverweise und der Blick nach vorn

Das Gegentor fiel nach einem Standard – passend zum Stil der Gastgeber: „Berg hatte über 90 Minuten keine einzige klare Torchance aus dem Spiel. Ihr Tor entstand nach einem Freistoß über den zweiten Ball, der im Fünfer herunterfällt, und dann per Kopf von David Valek.“ In der 76. Minute musste Eichkogel in Unterzahl weiterspielen (Gelb/Rot gegen Andre Konrad), in der 85. Minute sah Berg Rot (für Roman Filip Kravarik). Stöhr bewertete das offen: „Der Platzverweis gegen uns von Andre Konrad war gerechtfertigt – einfach eine unnötig dumme Aktion. Den Platzverweis beim Gegner möchte ich nicht kommentieren.“ Für die Trainingswoche ist der Plan klar: „Wir wollen noch schneller in die Offensive umschalten, weil wir da sehr viele Spieler mit enormer Qualität haben. Das wird der Schwerpunkt für die nächste Woche sein.“

1. Klasse Ost: Berg : Eichkogel - 1:1 (1:1)

  • 19
    David Valek 1:1
  • 5
    Andre Konrad 0:1