Im Duell der 1. Klasse Ost zwischen dem ASK Kaltenleutgeben und USC Perchtoldsdorf überwog nach Abpfiff Ernüchterung bei den Gastgebern: Michael Heim, Trainer des ASK, sprach von klarer spielerischer Überlegenheit der Gäste und einer deutlichen Chancenmehrheit. „Es gab keine Phase, in der wir mehr Ballbesitz hatten“, hielt Heim fest. Das Zweikampfverhalten sah er hingegen ausgeglichen. Für die kommenden Einheiten kündigte er an, Pass- und Kombinationsspiel in den Mittelpunkt zu rücken.

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Heim verortete den Schwerpunkt der Partie klar beim Gegner: Perchtoldsdorf gab Tempo und Linie vor, während Kaltenleutgeben zu selten Ruhe am Ball fand. Seine Einordnung blieb deutlich: Es habe keinen Abschnitt gegeben, in dem sein Team mehr Ballbesitz verbuchte. Gleichzeitig wollte er das Auftreten nicht auf physische Defizite reduziert wissen: Im direkten Duell sei man dran gewesen, spielerisch jedoch hätten die Gäste die klareren Lösungen gefunden.
Der Spielverlauf untermauerte diese Analyse. In der ersten Hälfte häuften sich aus Heims Sicht „viele Tormöglichkeiten von Perchtoldsdorf“; mehrfach hielt der Kaltenleutgebener Tormann im Eins-gegen-eins stark. In der 40. Minute stellte Igor Puljic das Chancenplus erstmals auf der Anzeigetafel dar und traf zum 0:1. Zur Pause stand es 0:1.
Nach Wiederbeginn änderte sich wenig am Kräfteverhältnis: In der 70. Minute erhöhte Martin Axmann auf 0:2, fünf Minuten später legte Lucas Kneissl das 0:3 nach. In Minute 90 setzte Philipp Elger mit dem 0:4 den Schlusspunkt. Trotz der klaren Abfolge lobte Heim die Haltung seiner Mannschaft, die sich gegen die spielerische Dominanz stemmte. Künftig will er im Training den Fokus auf Pass- und Kombinationsspiel legen, um unter Druck stabilere Lösungen am Ball zu finden und längere eigene Phasen der Kontrolle zu ermöglichen.
Bei den individuellen Eindrücken hob Heim auf Kaltenleutgebener Seite Florian Grois als auffälligen Akteur hervor. Beim Gegner überzeugten ihn „mehrere Spieler“, konkret nannte er die Nummer 10 und die Nummer 17, die aus seiner Sicht das spielerische Übergewicht der Perchtoldsdorfer prägten. Insgesamt blieb seine Bilanz eindeutig: fehlende eigene Ballbesitzphasen, ein klares Chancenplus der Gäste – und daraus abgeleitete, konkrete Trainingsschwerpunkte.