Ein intensives Duell zwischen dem SC Höflein und Siebenhirten/Wien prägt die aktuelle Lage in der 1. Klasse Ost: Ernst Horvath sprach von einem Spiel auf Augenhöhe, in dem seine Mannschaft lange zu kämpfen hatte und erst nach der Pause mehr Zugriff bekam. „Nicht so ganz. Wir haben heute nicht unseren besten Tag erwischt. Trotzdem sind wir froh, gewonnen zu haben“, so der Trainer – eine nüchterne Einordnung mit spürbarem Respekt für den Gegner.

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Höflein brauchte Anlaufzeit. Die Partie wogte zunächst ohne große Vorteile hin und her, zur Halbzeit stand es 0:0. Horvath beschrieb den Verlauf klar: „Ausgeglichenes Spiel bis zur Pause, danach waren wir etwas aktiver.“ Genau diese zusätzliche Aktivität knackte kurz nach Wiederbeginn die Statik des Spiels: In der 50. Minute traf Daniel Fischer zur 1:0-Führung – der Moment, der das bis dahin abgetastete Kräftemessen sichtbar in eine Richtung kippte. Auch beim Ballbesitz sah Horvath kein klares Übergewicht, sondern Parität: „Das war sehr ausgeglichen. Siebenhirten hat das heute sehr gut gemacht. Wir haben uns schwergetan und am Ende knapp gewonnen.“
Siebenhirten blieb im Rahmen seiner Mittel konsequent und körperlich präsent. Horvath ordnete das Profil des Gegners so ein: „Siebenhirten ist sehr zweikampfstark und aggressiv. Da muss man ihnen gratulieren.“ Der Gast belohnte sein aggressives Anlaufen und das robuste Duellverhalten mit dem Ausgleich: In der 63. Minute traf Lukas Lovas zum 1:1. Insgesamt blieben Chancen auf beiden Seiten rar – es war ein Spiel der Intensität, nicht der langen Ballzirkulation.
In der Bewertung der eigenen Leistung scheute Horvath keine klaren Worte. Einige Spieler fehlten, mögliche Rückkehrer sollen zeitnah neue Impulse bringen: „Ich hoffe, dass wir das nächste Woche besser umsetzen als heute.“ Höflein fand dennoch eine präzise Schlussaktion: In der 83. Minute setzte René Resch mit kühlem Kopf den entscheidenden Treffer zum 2:1. Die Tonlage nach dem Spiel blieb entsprechend ambivalent – zwischen Erleichterung über den knappen Erfolg und der Erkenntnis, dass noch Feinschliff fehlt. Horvath fasste zusammen: „Es war sehr ausgeglichen. Siebenhirten hat das heute sehr gut gemacht. Wir haben uns sehr schwergetan – und am Ende knapp gewonnen.“