Auswärtsstimme nach einem zähen Nachmittag: Für ASK Eichkogel bei FSV Velm in der 1. Klasse Ost ordnete Manuel Stöhr eine Partie mit schwierigen Platzverhältnissen und spürbarem Wind ein. Sein Team fand mit Fortdauer besser ins Spiel, übernahm nach der Pause die Kontrolle und blieb geduldig. Er sprach von verdienter Belohnung durch Konsequenz statt Glanz, lobte die mannschaftliche Reife – und mahnte zugleich, den Erfolg einzuordnen. „Das, was am Ende des Tages zählt, sind drei Punkte – wie wir sie geholt haben, ist zweitrangig.“

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Stöhr stellte klar, dass der Zustand des Rasens die Spielidee begrenzte: „Das Spiel ist kein großer Richtwert dafür, wie wir Fußball spielen wollen, weil das Geläuf es uns richtig schwer gemacht hat. Unser gewohntes Kurzpassspiel und die Positionierungen in den Halbräumen waren heute einfach nicht möglich.“ Entsprechend lag der Fokus auf Robustheit und Fehlervermeidung. „Wir wussten, es wird eine harte Partie – am Ende fahren wir mit drei Punkten heim, damit bin ich zufrieden.“ Zudem betonte er die personelle Lage: „Heute konnte ich aus dem Vollen schöpfen.“
Über weite Strecken sah Stöhr seine Elf am Ball: „Wir hatten hundertprozentig mehr Ballbesitz und Spielanteile.“ Velm suchte den Erfolg aus kompakter Defensive und schnellem Umschalten – eine Herangehensweise, die Stöhr respektierte. Zählbar wurde es zunächst für die Hausherren: In der 30. Minute geriet Eichkogel nach einer Fehlerkette durch Marcel Ebinger mit 0:1 in Rückstand. Die Antwort folgte prompt – Andre Konrad stellte in Minute 37 auf 1:1, mit diesem Spielstand ging es auch in die Kabinen. „Velm hat das in ihrer Situation brav gemacht. Ich würde es wahrscheinlich genauso anlegen: kompakt stehen und über Umschalten zu Chancen kommen. Man merkt den Einfluss des Trainerwechsels“, so Stöhr.
Nach dem Seitenwechsel schob Eichkogel die Linie höher, gewann zweite Bälle und kam zu klareren Gelegenheiten. „In der zweiten Halbzeit hatten wir eindeutig mehr Chancen als Velm“, sagte Stöhr, ärgerte sich aber über ausgelassene Hochkaräter: „Wir hatten zwei bis drei Hunderter, die wir machen müssen.“ Prägend war eine Sequenz, die er besonders hervorhob: Kurz vor dem Siegtreffer vergab Raphael Vanik eine glasklare Möglichkeit – wenig später setzte er den entscheidenden Stich und traf in der 75. Minute zum 2:1. Damit belohnte Eichkogel die stärkste Phase nach der Pause. Für die Einordnung fand Stöhr klare Worte: „Ich kann der Mannschaft grundsätzlich nur ein Kompliment machen. Drei Punkte sind das, was zählt. Man darf dem Erfolg jetzt nicht zu viel beimessen – positiv wie negativ –, aber hier musst du sie erst einmal holen.“