Spielberichte

Wolfgang Quinz (Trainer SC Siebenhirten/Wien): „Wir wollten das einen Tick mehr“

Siebenhirten/Wien
SV Zwölfaxing

Im Kellerduell der 1. Klasse Ost setzte sich der SC Siebenhirten/Wien gegen den SV Zwölfaxing mit 2:0 durch. Nach zäher erster Hälfte stand es zur Pause 0:0, ehe Ibrahim Ekinci in Minute 61 den Bann brach und Noel Hintermüller in der 80. Minute nachlegte. Trainer Wolfgang Quinz sprach von einem typischen Abstiegskampf, lobte Mentalität und einen U‑16‑Debütanten – und hielt fest: „Wir wollten das einen Tick mehr.“

Linienrichter mit Fahne steht an der Seitenauslinie

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Zerfahrener Beginn, Ekinci bricht nach der Pause den Bann

Es war eines dieser Spiele, in denen jedem Ball etwas Nervosität anhaftet. „Es war ein klassisches Klassenerhaltsspiel, Unsicherheit auf beiden Seiten, weniger Torchancen am Anfang“, ordnete Wolfgang Quinz ein. Früh hatte Zwölfaxing laut seiner Erinnerung eine dicke Möglichkeit samt Stangenschuss, auch Siebenhirten fand eine gute Chance vor – insgesamt blieb der erste Abschnitt jedoch hart umkämpft und chancenarm. Folgerichtig ging es mit 0:0 in die Kabinen. „Irgendwie hatte man das Gefühl: Die Mannschaft, die das erste Tor schießt, wird das Spiel gewinnen“, sagte Quinz. Nach dem Seitenwechsel musste er zwei angeschlagene Starter runternehmen und brachte unter anderem einen U‑16‑Debütanten, der sofort Wirkung zeigte. „Der hat gleich das 1:0 eingeleitet mit einem schönen Diagonalpass“, so der Coach. Den Treffer zum 1:0 markierte in der 61. Minute Ibrahim Ekinci, ehe Noel Hintermüller in der 80. Minute zum 2:0 nachlegte – die Weichen waren gestellt.

„Zusammenhalt und Mehr-als-hundert-Prozent“: Quinz erklärt den Siebenhirten-Plan

Der Trainer sprach offen über die Ausgangslage. „Wir sind sehr dezimiert in das Spiel gegangen, mit vielen Verletzten und Rotgesperrten, und haben mit zwei nicht hundert Prozent fitten Spielern begonnen. Die musste ich knapp nach dem Seitenwechsel rausnehmen“, erklärte Quinz. Umso mehr rückte das Kollektiv in den Mittelpunkt. „Die Mannschaft wollte unbedingt beweisen, dass sie auch mit einer sehr dezimierten Startelf Spiele gewinnen kann“, sagte er. „Wir waren sehr motiviert und wollten das vielleicht um das Quäntchen mehr als Zwölfaxing. Der Zusammenhalt und das Mehr-als-hundert-Prozent-Geben waren ausschlaggebend.“ Dass der junge Debütant das 1:0 ankurbelte, passte ins Bild. 

Respekt für Zwölfaxing und Lob für eine klare Schiri-Linie

Bei aller Freude über drei wichtige Punkte im Abstiegskampf verteilte Quinz Anerkennung an den Gegner. „Zwölfaxing hat sehr gute Spieler, die sind sehr routiniert“, sagte er. Gerade deshalb sei es in solchen Duellen oft kein spielerisches Feuerwerk. „Wenn Abstiegskampf vorhanden ist, wird jedes Spiel schwer. Oft kann man spielerisch nicht so viel lösen, man muss mehr über den Kampf lösen. Die Liga ist sehr eng, jeder kann jeden schlagen.“ Auch zur Spielleitung äußerte er sich deutlich – und positiv: „Der Schiedsrichter war sehr konsequent, hat viel laufen lassen, viel Vorteil gegeben, wenig eingegriffen ins Spiel, und vor allem wichtig: Er hat auf beiden Seiten gleich gepfiffen. Er hatte eine Linie und hat sie auf beiden Seiten durchgezogen.“ Nach zuletzt unglücklichen Erfahrungen sei das ein wohltuender Nachmittag gewesen.

Donnerstag wartet Velm – Siebenhirten hofft auf Rückkehrer

Die Köpfe blieben nicht lange in der Gegenwart. „Wichtig wäre für uns jetzt, dass verletzte Spieler zurückkommen, dass die gesperrten Spieler wieder dabei sind“, blickte Quinz voraus. Lange Pause gibt es keine: „Donnerstag geht’s schon gegen den nächsten Abstiegskandidaten, gegen Velm. Wenn die Mannschaft so auftritt wie heute, können wir dort drei Punkte einfahren.“ 

1. Klasse Ost: Siebenhirten/Wien : Zwölfaxing - 2:0 (0:0)

  • 80
    Matheo Andreas Hintermüller 2:0
  • 61
    Ibrahim Ekinci 1:0