In der 1. Klasse Ost hat SC Achau gegen SC Göttlesbrunn - Arbesthal mit 1:3 verloren, obwohl die Gastgeber nach der Roten Karte gegen Franz Kainz schon früh lange in Überzahl spielten. Trainer Helmut Vogel sprach nach der Partie von einem Spiel, in dem „mehr drinnen gewesen“ sei, in dem seiner Mannschaft aber die nötige Konsequenz und Effektivität fehlten.

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Der Nachmittag begann für Achau eigentlich mit einer Situation, die der eigenen Mannschaft in die Karten spielen musste. Bereits in der 4. Minute sah Franz Kainz die Rote Karte, Göttlesbrunn musste also fast die komplette Partie in Unterzahl bestreiten. Für Helmut Vogel war das auch zunächst spürbar. „Wir haben das Spiel gut kontrolliert, waren aber fallweise nicht zwingend genug“, sagte der Achau-Trainer. Genau darin lag aus seiner Sicht das Grundproblem dieses Spiels. Seine Mannschaft hatte durch die personelle Überzahl mehr Zugriff, konnte daraus aber zu selten echten Druck entwickeln. Achau hatte Phasen, in denen der Ball und die Kontrolle da waren, aber eben nicht die Durchschlagskraft, um den Gegner früh festzunageln und sich selbst zu belohnen.
Dass Achau trotz dieser Ausgangslage in Rückstand geriet, passte für Vogel ins Bild eines Nachmittags, an dem seine Mannschaft sich das Leben selbst schwer machte. Tobias Puchinger traf in der 18. Minute zum 0:1 für die Gäste, nachdem Achau einen langen Ball laut Vogel nicht gut verteidigt hatte. „So bist du wieder bitter in die Partie gestartet“, meinte der Trainer rückblickend. Mit diesem 0:1 ging es auch in die Pause. Entscheidend wurde dann die Phase unmittelbar nach Wiederbeginn. Manuel Brunnthaler erhöhte in der 47. Minute auf 0:2 und legte nur drei Minuten später mit dem 0:3 nach. Für Vogel war vor allem der zweite Gegentreffer der Knackpunkt. „Das 2:0 kurz nach der Pause war der Genickbruch“, sagte er, weil seine Mannschaft danach einem Rückstand hinterherlaufen musste, für den am Ende die Mittel fehlten.
Vogel vermied es nach der Niederlage, einfach nur auf das Ergebnis zu schauen. Er hielt fest, dass seine Mannschaft über weite Strecken nicht chancenlos war. „Ich muss der Mannschaft gar nicht wirklich viel vorwerfen. Wir haben eigentlich gut gespielt“, sagte er. Gleichzeitig benannte er aber klar, woran es aus seiner Sicht hapert. „Es fehlt halt an gewissen Sachen: die Effektivität, auch eventuell die Qualität, damit wir einen Gegner einmal lähmen können.“ Dazu kam für ihn, dass sich Achau mit unnötigen Aktionen zusätzlich das Leben schwer machte. Den Gegner sah er dagegen als reifes Team. „Göttlesbrunn ist eine kompakte, gute Mannschaft mit gutem Umschaltspiel“, sagte er. Am Schiedsrichter wollte er die Niederlage ausdrücklich nicht festmachen: „Der Schiedsrichter kann an unserer derzeitigen Situation nichts dafür.“ Der Treffer von Fabian Stangl in der 80. Minute zum 1:3 änderte deshalb nur noch wenig am Gesamtbild.
Weil Achau nach sieben Runden weiter im unteren Tabellenbereich steckt, blickte Vogel nach dem Spiel schon deutlich über diesen Nachmittag hinaus. Er erinnerte daran, dass die Mannschaft in der vergangenen Saison noch öfter auf der Gewinnerseite stand, die Lage nun aber eine andere sei. „Jetzt ist es schon so, dass man Woche für Woche ans Limit gehen muss“, sagte der Trainer. Seine Botschaft an die Mannschaft fiel klar aus: „Ich hoffe, dass die Mannschaft irgendwann versteht, dass man ohne Kampf und ohne Fleiß einfach nicht in der Liga bestehen kann.“ Dazu kommt, dass die personelle Lage vor dem nächsten Spiel gegen SC Höflein nicht leichter wird. Vogel sprach von weiteren Ausfällen, einer Sperre und davon, in der Abwehr improvisieren zu müssen. „Langsam muss man in die Spur kommen“, sagte er. Nach dem 1:3 bleibt in Achau daher nicht nur Ärger über die Niederlage, sondern auch die Erkenntnis, dass selbst eine so frühe Überzahl nichts bringt, wenn man sie nicht entschlossener für sich nutzt.