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"Die rote Karte hat uns in die Hände gespielt" – Kaltenleutgeben dreht 0:1 gegen Höflein

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Kaltenleutgeben
SC Höflein

In der 1. Klasse Ost hat der ASK Kaltenleutgeben daheim gegen den SC Höflein einen 0:1-Pausenrückstand noch in ein 2:1 gedreht. Trainer Andreas Schön sprach nach einer lange zerfahrenen Partie davon, dass die Rote Karte gegen Adam Nemec vor der Pause "sicherlich ein bisschen in unsere Hände gespielt" habe. Entscheidend war für ihn aber auch, dass seine Mannschaft den Umschwung nach dem Seitenwechsel mit viel Willen erzwang.

Ball in Neonfarben auf Rasen vor Tornetz

Foto von Ben Hershey auf Unsplash

Höflein kommt besser hinein und legt vor

Es war kein Spiel, das sofort einen klaren Rhythmus gefunden hat. Schön beschrieb die Partie als "sehr zerfahren", und gerade seine Mannschaft tat sich in der Anfangsphase schwer. Kaltenleutgeben kam laut dem Trainer nicht gut in die Zweikämpfe, war in der Raumaufteilung oft zu fahrig und in der Zuordnung nicht sauber genug. Höflein nutzte das aus, setzte die Gastgeber immer wieder mit weiten Bällen unter Druck, holte sich viele zweite Bälle und war in den ersten 20 Minuten das aktivere Team. In diese Phase fiel auch das 0:1 in der 10. Minute, als Tarik Yildiz nach einer Einzelaktion in den Strafraum zog und mit rechts über die Innenstange traf. "Da haben wir nicht aufgepasst", sagte Schön zu dieser Szene. Danach wurde die Partie ruppiger, der Trainer sprach von vielen intensiven Zweikämpfen, ehe die Rote Karte gegen Adam Nemec in Minute 38 die Ausgangslage für die restliche Spielzeit klar veränderte.

Standard bringt den Ausgleich, vom Punkt folgt die Wende

Für Schön war der Bruch im Spiel deutlich erkennbar. "Die rote Karte hat uns sicherlich ein bisschen in die Hände gespielt", sagte der Kaltenleutgeben-Coach, der den Unterschied aber nicht nur in der Überzahl sah. Seine Mannschaft habe sich nach dem Seitenwechsel "ein bisschen gefangen", mehr Ball gehabt und in der Körpersprache deutlich zugelegt. Genau in diese Phase fiel in Minute 56 der Ausgleich: Nach einem Freistoß aus halblinker Position lief Taner Alibas gut ein und köpfelte zum 1:1. Schön sprach dabei auch von einer "glücklichen Hand", weil er kurz davor noch gewechselt hatte. Kaltenleutgeben blieb danach am Drücker und wollte die Partie unbedingt drehen. "Der entscheidende Moment war die Mentalität in der zweiten Halbzeit, dass wir das Spiel noch drehen wollten", sagte Schön. In Minute 73 bekam der ASK dann den Elfmeter zugesprochen, den Elias Fard zum 2:1 verwandelte.

Noah Stöger hält den Heimsieg fest

Dass der Sieg am Ende auch wirklich stehen blieb, hatte für Schön mehrere Gründe. "Besonders gut funktioniert hat vor allem in der zweiten Halbzeit die Körpersprache, der Wille", sagte er, verwies aber gleichzeitig darauf, dass Höflein trotz Unterzahl bis zum Schluss gefährlich blieb. Kaltenleutgeben hatte zwar noch eine große Möglichkeit auf das 3:1, ließ diese aber liegen. Auf der anderen Seite musste Noah Stöger wenige Minuten vor dem Ende bei einem "Riesensitzer" der Gäste retten. Für seinen Tormann fand Schön danach klare Worte: "Überragende Tormannleistung von Noah Stöger." Auch die Leistung des Unparteiischen bewertete der Trainer sachlich: "Im Großen und Ganzen war das in Ordnung. Die rote Karte kann man geben, den Elfmeter ebenfalls." So blieb unter dem Strich ein Heimsieg, der für den ASK vor allem deshalb wichtig war, weil er aus einem schwierigen Spielverlauf noch drei Punkte machte. Schön sprach am Ende von einer "kompakten Mannschaftsleistung von allen Spielern" und genau die brauchte es auch, um das 0:1 noch in ein 2:1 zu drehen.

1. Klasse Ost: Kaltenleutgeben : Höflein - 2:1 (0:1)

  • 73
    Elias Roohi Fard 2:1
  • 56
    Taner Alibas 1:1
  • 10
    Tarik Yildiz 0:1