In der 1. Klasse Ost musste sich der SC Leopoldsdorf am Samstag beim USC Perchtoldsdorf mit 1:3 geschlagen geben. Für Trainer Kurt Jusits lag der Unterschied nicht in klaren Spielanteilen, sondern in den entscheidenden Details: ein Gegentor nach Eckball, ein weiterer Fehler kurz vor der Pause und vorne zu wenig Konsequenz. Weil Perchtoldsdorf seine Chancen kaltschnäuzig nutzte, stand Leopoldsdorf trotz ordentlicher Phasen wieder ohne Punkte da.

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Leopoldsdorf war nach Darstellung seines Trainers keineswegs nur mit Verteidigen beschäftigt. „Bis dahin hatten wir gute Spielanteile und zwei hochkarätige Tormöglichkeiten“, sagte Jusits über die Anfangsphase, in der seine Mannschaft laut eigener Einschätzung gut im Spiel war. Dann fiel aber schon in der 9. Minute das 0:1 durch Laurenz Schmidt, und genau dieses Tor bezeichnete der Trainer als ersten großen Knackpunkt. „Der Knackpunkt des Spiels war die Standardsituation, der Eckball. Wir haben das trainiert, es gibt ganz klare Zuteilungen, die haben wir nicht eingehalten“, sagte Jusits. Dass seine Mannschaft trotz ordentlicher Ansätze in Rückstand geriet, zog sich für ihn durch den ganzen Nachmittag. Noch bitterer wurde es mit dem Pausenpfiff, als Lucas Kneissl auf 2:0 stellte. Jusits sprach dabei von einem Abwehrfehler über die rechte Seite und davon, dass man den Gegner im Strafraum doppeln wollte, es aber nicht geschafft habe.
Nach dem Seitenwechsel kam Leopoldsdorf dann so aus der Kabine, wie es sich der Coach gewünscht hatte. Schon in der 53. Minute brachte Philip Sikora die Gäste mit dem 2:1 wieder heran, und Jusits bewertete genau diese Phase sehr positiv. „Die zweite Hälfte war stark von uns“, sagte er und hob vor allem den Spielaufbau hervor. „Wir hatten mehr Ballsicherheit, weniger Abspielfehler und keine unnötigen Ballverluste in der Vorwärtsbewegung.“ Leopoldsdorf blieb damit im Spiel und versuchte, auf den Ausgleich zu gehen. Der Trainer sprach davon, dass seine Mannschaft danach alles nach vorne geworfen habe. Gerade deshalb ärgerte ihn, dass aus den Möglichkeiten nichts Zählbares mehr wurde. „Unentschlossenheit oder fehlende Qualität im Abschluss“, nannte er als Hauptgrund. Statt des möglichen 2:2 fiel in der 67. Minute durch Lazar Erak das 3:1 für Perchtoldsdorf, womit die Partie aus Sicht der Gäste entschieden war.
Jusits beließ es aber nicht bei der Kritik an einzelnen Szenen, sondern zog auch eine Linie zur gesamten Situation seiner Mannschaft. „Konzentration und Entschlossenheit im Strafraum“ hätten gefehlt, sagte er, dazu komme, dass man die eigenen Chancen besser nützen müsse. Über den Gegner sagte der Leopoldsdorf-Trainer: „Die sind clever, kaltschnäuzig, warten auf ihre Chance und verwerten sie dann.“ Gleichzeitig verwies er auf die personellen Probleme: Vier Ausfälle habe es schon gegeben, „mit Hofer dann einen fünften“, außerdem müsse man sich mit Verletzten und Gesperrten über den Herbst retten. Eine Szene sprach er ebenfalls an: Bei einem Foul an Christoph Cuder hätte es für ihn „einen ganz klaren Elfmeter“ geben müssen, ansonsten habe der Unparteiische seinen Job ordentlich gemacht. In der Schlussphase musste Leopoldsdorf nach der Roten Karte gegen Florian Horvath ab der 87. Minute zudem in Unterzahl zu Ende spielen. Am Grundtenor änderte das für Jusits jedoch wenig. „Die Leistung stimmt, aber die Ergebnisse stimmen überhaupt nicht“, sagte er. Gegen den Tabellenführer habe man wieder gute Phasen gehabt, „aber unterm Strich keine Punkte“ und genau das sei im Moment das größte Problem.