Spielberichte

„Nach der Pause haben wir endlich unser Spiel gezeigt“ – Höflein dreht das 0:1 noch in ein 6:1

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SC Höflein
SC Achau

In der 1. Klasse Ost hat SC Höflein am Sonntag gegen SC Achau nach einem 0:1-Rückstand noch klar mit 6:1 gewonnen. Trainer Ernst Horvath sah dabei zwei sehr unterschiedliche Halbzeiten: vor der Pause viel Ballbesitz, danach genau den Tempofußball, den er sich von seiner Mannschaft gewünscht hatte. Für ihn waren der Ausgleich noch vor der Pause und die schnellen Tore nach dem Seitenwechsel die Schlüsselmomente.

Schiedsrichter hält einen Fußball in der Hand

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Achau geht voran, Höflein bleibt trotzdem bei seinem Plan

Horvath schilderte die Partie so, dass seine Mannschaft eigentlich vom Anpfiff weg das Kommando übernommen hatte. „Wir haben von Beginn an das Kommando übernommen“, sagte der Höflein-Trainer, auch wenn sich seine Elf zunächst schwertat, aus dem vielen Ballbesitz mehr zu machen. Achau stellte sich nach seiner Wahrnehmung sehr tief in die eigene Hälfte und wartete fast nur auf Umschaltmomente. Genau so fiel dann auch die Führung der Gäste: Nach einem unnötigen Ballverlust der Gastgeber traf Kevin Freudenberger beim ersten Angriff zum 0:1. Am Spielverlauf änderte das laut Horvath aber wenig. Höflein hatte weiter mehr vom Spiel, musste sich gegen einen taktisch disziplinierten Gegner aber gedulden. „Wir hatten zwar Chancen, aber so richtige Großchancen haben sie nicht zugelassen“, meinte Horvath. Umso wichtiger war der Ausgleich noch vor der Pause, als Arif Kilicaslan nach einem Eckball das 1:1 erzielte und die Partie wieder auf Anfang stellte.

Mit dem 1:1 kam die Sicherheit, nach der Pause dann auch das Tempo

Für Horvath war der Treffer zum 1:1 mehr als nur der Ausgleich auf der Anzeigetafel. „Mit dem Ausgleich war für mich klar, dass wir nach der Pause noch zulegen können“, sagte er. Genau das war nach dem Seitenwechsel dann auch zu sehen. Der Höflein-Coach hatte zuvor bemängelt, dass seine Mannschaft in der ersten Hälfte noch nicht das auf den Platz gebracht hatte, was er sehen wollte. Nach der Pause sei das anders gewesen: „Meine Mannschaft hat dann das gespielt, was ich eigentlich von Beginn an sehen wollte: Tempofußball mit schnellen Kombinationen, Direktspiel über die Flügel.“ Diese Steigerung schlug sich auch rasch im Ergebnis nieder. Juraj Kiss brachte Höflein in der 54. Minute erstmals in Führung, nur wenig später legte Lukas Brkic das 3:1 nach. Als Andrej Nemec in der 71. Minute auch noch das 4:1 machte, war der Widerstand der Gäste endgültig gebrochen. Horvath nannte genau diese Phase den Wendepunkt: „Das Tor vor der Pause und die zwei schnellen Tore nach der Pause waren dann eigentlich der Game-Changer.“

Nemec legt dreifach nach, Horvath will künftig zwei starke Halbzeiten sehen

Dass der Sieg am Ende so deutlich ausfiel, lag daran, dass Höflein auch nach dem 4:1 nicht nachließ. Andrej Nemec erhöhte in der Schlussphase mit zwei weiteren Treffern noch auf 5:1 und 6:1 und machte damit seinen Dreierpack perfekt. Für Horvath war das Ergebnis deshalb auch in dieser Höhe stimmig. „Der Sieg ist auf jeden Fall in dieser Höhe in Ordnung“, sagte er nach Schlusspfiff. Gleichzeitig blieb der Trainer trotz des klaren Erfolgs bei seiner Linie und sprach sofort an, wo er noch Luft nach oben sieht. „Wir schaffen es immer wieder, eine gute Halbzeit zu spielen. Wir müssen das auch in Zukunft schaffen, zwei gute Halbzeiten zu spielen, um gegen die Topmannschaften gute Ergebnisse zu erzielen.“ Diese Aussage passt auch zum Tabellenbild: Höflein steht nach acht Runden bei 15 Punkten auf Rang fünf. Gegen Achau reichte eine starke zweite Hälfte locker, in den kommenden Aufgaben soll daraus über die volle Distanz eine runde Leistung werden.

1. Klasse Ost: Höflein : Achau - 6:1 (1:1)

  • 93
    Andrej Nemec 6:1
  • 88
    Andrej Nemec 5:1
  • 71
    Andrej Nemec 4:1
  • 62
    Lukas Brkic 3:1
  • 54
    Juraj Kiss 2:1
  • 36
    Arif Kilicaslan 1:1
  • 20
    Kevin Freudenberger 0:1