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„Das 3:1 schmeichelt Reisenberg“ – Leopoldsdorf belohnt seine Überlegenheit erst spät

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SC Reisenberg
SC Leopoldsdorf

In der 1. Klasse Ost hat der SC Leopoldsdorf am Freitagabend beim SC Reisenberg mit 3:1 gewonnen und Trainer Kurt Jusits sprach danach von einem Ergebnis, das den Gastgebern sogar schmeichle. Der Leopoldsdorfer Coach sah seine Mannschaft von Beginn an klar besser, ärgerte sich aber darüber, dass aus einer langen Überlegenheit zur Pause nur ein 1:0 wurde und damit ein unnötig offenes Spiel.

Trainingsball in Weiß, Blau und Orange. Im Hintergrund trainieren Spieler bei Flutlicht

Image by Jörg Struwe from Pixabay

Viel Kontrolle, viele Chancen, aber nur ein Tor vor der Pause

Jusits hatte nach dem Schlusspfiff keinen Zweifel daran, wie sich diese Partie aus seiner Sicht entwickelt hatte. „Wir waren ab der ersten Minute klar überlegen, hatten gefühlt achtzig Prozent Ballbesitz“, sagte der Trainer, der vor allem mit der ersten Hälfte sehr zufrieden war. Leopoldsdorf hatte mehr vom Spiel, war das aktivere Team und kam laut Jusits schon vor der Pause zu einer ganzen Reihe klarer Möglichkeiten. Genau dort lag für ihn aber auch der einzige große Kritikpunkt. „In den ersten fünfundvierzig Minuten hatten wir acht bis zehn sehr, sehr klare Torchancen. Doch leider verfolgt uns diese Chancenauswertung schon sehr lange“, so Jusits. Dass Noah Karl in der 36. Minute das 1:0 erzielte, passte zwar zum Spielverlauf, aus Sicht des Trainers war dieser Zwischenstand aber viel zu knapp. „Pausenstand war leider nur eins zu null statt vier oder fünf zu null und so haben wir den Gegner unnötig lange am Leben gehalten“, brachte er seine Unzufriedenheit mit der Ausbeute auf den Punkt.

Nach dem Ausgleich sofort wieder die Antwort

Dass Reisenberg im Spiel blieb, sollte sich nach der Pause bemerkbar machen. Jusits sprach davon, dass seine Mannschaft im zweiten Durchgang etwas nachgelassen habe, und genau in diese Phase fiel auch der Ausgleich. In der 61. Minute traf Joshua Ndukwu zum 1:1, nachdem Leopoldsdorf laut seinem Trainer nach einer „Unachtsamkeit“ den Gegentreffer kassiert hatte. Entscheidend war für Jusits aber, wie seine Mannschaft auf diesen Rückschlag reagierte. „Dass wir nach dem 1:1 Reaktion gezeigt haben, war für mich der wichtigste Moment im Spiel. Die Mannschaft hat toll zurückgefightet“, sagte er. Leopoldsdorf zog danach das Tempo wieder an und stellte die Partie rasch erneut auf seine Seite. Tim Härtel traf in der 69. Minute zum 2:1, Oliver Winkler setzte in der 90. Minute mit dem 3:1 den Schlusspunkt. Auch dieses Endergebnis wollte Jusits aber nicht als Ausdruck eines engen Spiels verstanden wissen. „Das 3:1 schmeichelt Reisenberg. Wir hätten das Spiel acht zu null gewinnen müssen“, sagte der Coach sehr deutlich.

Über die Flügel zum Erfolg und trotzdem noch Luft nach oben

Neben der Reaktion nach dem Ausgleich hob Jusits auch hervor, warum Leopoldsdorf spielerisch über weite Strecken die Oberhand hatte. „Wir haben gewusst, dass sie über die Flügel zu knacken sind und haben versucht, wirklich über die Flügel durchzukommen und im Zentrum unsere Spieler in Szene zu setzen“, erklärte er. Für den Trainer war das einer der Gründe, warum seine Mannschaft immer wieder zu Abschlüssen kam und am Ende auch dreimal traf. Dazu kam aus seiner Sicht eine insgesamt stabile Arbeit gegen den Ball. „Toller Spielaufbau, sehr gute Defensivarbeit, tolle Moral, guter Zusammenhalt und taktische Disziplin – heute haben wir sehr vieles sehr gut umgesetzt“, sagte Jusits. Selbst beim einzigen Punkt, über den man aus seiner Sicht noch diskutieren konnte, blieb er sachlich. Einen nicht gegebenen Strafstoß bezeichnete er zwar als „ganz klaren Elfmeter“, schob aber sofort nach, dass das nach so einem überzeugenden Auftritt nicht mehr entscheidend gewesen sei. Den Schiedsrichter nahm er ausdrücklich aus der Schusslinie und bescheinigte ihm „eine gute Leistung“. So blieb unter dem Strich ein verdienter Auswärtssieg, bei dem für Leopoldsdorf vor allem eines hängenbleibt: Die Leistung passte, nur vor dem Tor hätte der Abend aus Sicht des Trainers noch deutlicher enden müssen.

1. Klasse Ost: Reisenberg : Leopoldsdorf - 1:3 (0:1)

  • 90
    Oliver Winkler 1:3
  • 69
    Tim Härtel 1:2
  • 61
    Joshua Ndukwu 1:1
  • 36
    Noah Karl 0:1