In der 1. Klasse Ost hat ATSV Fischamend das Heimspiel gegen SV Hundsheim mit 1:0 gewonnen. In einer engen, zweikampfbetonten Partie reichte den Gastgebern ein Standard, weil danach nur wenig klare Chancen zu sehen waren. Trainer Günther Kastner machte vor allem den Kampfgeist seiner Mannschaft als Unterschied aus und sprach von einem Spiel, das lange offen blieb, aber nie zu einem offenen Schlagabtausch wurde.

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Von Beginn an entwickelte sich genau jene Partie, die Kastner später beschrieb. "Es war eine sehr zweikampfbetonte, umkämpfte Partie mit vielen Standardsituationen", sagte der Fischamend-Trainer. Vieles spielte sich in Duellen, zweiten Bällen und ruhenden Bällen ab, während klare Torchancen auf beiden Seiten lange Mangelware blieben. Den entscheidenden Ausschlag gab dann die 16. Minute: Nach einem Eckball von der linken Seite, getreten von Buba Conteh, stieg Hisham El Khouli am zweiten Pfosten am höchsten und köpfte zum 1:0 ein. Mehr als diesen einen Treffer brauchte Fischamend an diesem Abend nicht. Hundsheim kam laut Kastner vor der Pause nur zu einer Halbchance, die der Torhüter der Gastgeber hielt, sodass die knappe Führung auch zur Pause Bestand hatte.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel zunächst eng, ehe Fischamend ab etwa der 60. Minute mehr Möglichkeiten vorfand. Kastner schilderte, dass die Partie davor "sehr chancenarm" gewesen sei, ehe seine Mannschaft mehrere gute Gelegenheiten auf den zweiten Treffer bekam. Luciano Pizzonia kam dabei zu einer großen Chance, bei der ein gegnerischer Spieler auf der Linie klärte, nachdem der Torwart bereits geschlagen war. Dazu hatte Lukas Kastner noch zwei Abschlüsse, von denen einer knapp an der Stange vorbeiging und ein weiterer drüber strich. Kurz vor Schluss ließen die Gastgeber durch Florin Pop noch eine weitere gute Möglichkeit liegen. Dass es bis zum Ende spannend blieb, erklärte der Trainer deshalb auch selbstkritisch: "Im letzten Drittel müssen wir besser werden. Diesmal haben wir den letzten Pass nicht sauber gespielt und unsere Chancen nicht verwertet."
Kastner sah den Unterschied am Ende weniger in großen spielerischen Vorteilen als in der Bereitschaft seiner Mannschaft, die Partie anzunehmen. "Unsere Mannschaft wollte unbedingt gewinnen und war über die ganze Spielzeit bereit, ein paar Meter mehr zu gehen", sagte er. Gerade dieses Plus im Zweikampfverhalten habe dafür gesorgt, dass Hundsheim kaum zu echten Möglichkeiten kam. Den Gegner erlebte der Fischamend-Coach dennoch als "sehr guten" und "gut eingestellten" Kontrahenten, der die Gastgeber gut kannte und die Begegnung dadurch lange ausgeglichen hielt. Erst als Hundsheim in der Schlussphase mehr für den Ausgleich tun musste, ergaben sich für Fischamend zusätzliche Räume für Konter. Zufrieden zeigte sich Kastner auch mit der Leitung des Spiels: "Das Schiedsrichterteam war sehr unauffällig. Das ist immer ein Kompliment." Mit dem 1:0 hält Fischamend nach zehn Runden bei 21 Punkten und bleibt damit in der Spitzengruppe. Gleichzeitig nahm der Trainer aber auch einen klaren Arbeitsauftrag mit: "Der Einsatz und die kämpferische Leistung waren top" – im letzten Drittel soll seine Mannschaft die sich bietenden Chancen künftig noch konsequenter nutzen.