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„Das 1:0 war der entscheidende Moment“ – Achau zieht aus dem 0:3 trotzdem Zuversicht

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ASC Götzendorf
SC Achau

In der 1. Klasse Ost musste sich der SC Achau am Freitagabend beim ASC Götzendorf Oranjezz mit 0:3 geschlagen geben. Trainer Thomas Gonda sah im Ergebnis zwar eine klare Niederlage, sprach nach seinem zweiten Spiel aber trotzdem von einer deutlich verbesserten Leistung. Vor allem vor der Pause sei Achau das aktivere Team gewesen, ehe das 0:1 die Partie aus seiner Sicht in eine ungünstige Richtung drehte.

Nahaufnahme eines Fußball beim Abstoß durch den Torwart

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Das 0:1 stellte die Partie auf den Kopf

Aus Achauer Sicht begann das Spiel so, wie es sich Gonda vorgestellt hatte. Der Trainer sagte nach dem Schlusspfiff: "Wir müssen mit dem 0:0 in die Pause gehen, weil wir viel drückender, viel spielbestimmender waren." Stattdessen geriet seine Mannschaft in der 26. Minute in Rückstand, als Florian Anderle das 1:0 für Götzendorf erzielte. Gonda führte diesen Treffer auf ein Missverständnis in der eigenen Defensive zurück. "Unser Tormann hat sich nicht rechtzeitig bemerkbar gemacht, dadurch haben sich unsere Spieler selbst behindert", erklärte er. "Andererseits hat er in der zweiten Halbzeit 1-2 Chancen großartig entschärft!" Mit dem 1:0 ging es auch in die Pause, und genau dieser Spielstand war für den Achau-Coach der Wendepunkt des Abends: "Das 1:0 für den Gegner war der entscheidende Moment." Nach dem Seitenwechsel legte Götzendorf durch Thomas Sandruschitz in der 63. Minute das 2:0 nach. Achau hatte danach mit einem Lattenpendler die Möglichkeit, noch einmal heranzukommen. "Wenn wir da das 2:1 machen, kann vielleicht noch einmal etwas gehen", sagte er. Stattdessen fiel in der Nachspielzeit noch das 3:0 durch Soma Lörinczy.

Vier Trainings und schon ein anderes Gesicht

Trotz der Niederlage war bei Gonda deutlich herauszuhören, dass er in der Entwicklung seiner Mannschaft Fortschritte sieht. Es war erst sein zweites Spiel an der Seitenlinie, und genau diesen Punkt hob er hervor. "Meine Mannschaft hat in meinem zweiten Spiel ein ganz anderes Gesicht gezeigt als im ersten", sagte der Trainer. Besonders zufrieden war er mit dem Spielaufbau, mit der Spielkultur und mit der Arbeit gegen den Ball. "Da haben wir eine extreme Verbesserung gehabt. Das war richtig gut und das nur nach vier Trainings, die ich mit ihnen hatte." Gonda wollte die 0:3-Niederlage deshalb nicht nur auf das nackte Ergebnis reduzieren. "Im Prinzip hat eigentlich alles wie gewünscht funktioniert", meinte er, schränkte aber auch ein, wo sein Team noch zulegen muss. Vor dem Tor müsse Achau zwingender werden, außerdem gelte es, Einzelfehler abzustellen. Gerade in einer Partie, in der der Gegner seine wenigen Möglichkeiten nützt, wiegt so etwas doppelt schwer.

Effektiver Gegner, aber ein klarer Blick nach vorne

Für Gonda lag der Unterschied am Ende vor allem in der Effizienz des Gegners. "Sie waren effektiver", brachte er es auf den Punkt. Aus seiner Sicht machte Götzendorf aus vier oder maximal fünf Chancen gleich drei Tore, und genau darin sah er den wesentlichen Abstand an diesem Abend. Gleichzeitig ordnete er die Kräfteverhältnisse nüchtern ein. Götzendorf sei als Mannschaft bereits strukturiert und auch körperlich dort, wo Achau erst hinwolle. Seine eigene Mannschaft müsse das mitten in der Saison konditionell und taktisch aufholen. Auch deshalb wollte der Trainer das dritte Gegentor nicht überbewerten: "Das war dann schon der Müdigkeit geschuldet." Diskussionen über den Schiedsrichter wollte Gonda keine aufmachen, vielmehr richtete er den Blick klar auf die eigene Arbeit. "Die Mannschaft kriegt taktische und konditionelle Schwerpunkte in den Trainings momentan in hohen Dosen und sie nimmt das gut auf", sagte er und schloss trotz des 0:3 mit einer klaren Ansage: "Ich mache mir gar keine Sorgen. Das wird gut enden, wir werden noch einige Punkte im Herbst machen!"

1. Klasse Ost: Götzendorf : Achau - 3:0 (1:0)

  • 92
    Soma Lörinczy 3:0
  • 63
    Thomas Sandruschitz 2:0
  • 26
    Florian Anderle 1:0