In der 1. Klasse Ost hat ASK Marienthal beim 2:2 gegen SV Zwölfaxing eine Heimführung nicht ins Ziel gebracht. Nach dem 1:0 zur Pause legte die Partie rund um die Stundenmarke plötzlich an Tempo zu, am Ende blieb es bei der Punkteteilung. Trainer Yasin Bakar sprach danach von einem ausgeglichenen Spiel, sah bei seiner Mannschaft aber klare Defizite im Zentrum, in den Zweikämpfen und bei der Konstanz.

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Marienthal ging mit einer ordentlichen Ausgangslage in die Kabine, weil Jose Luna Duarte in der 39. Minute mit einem Weitschuss das 1:0 erzielte. Für Bakar war dieses erste Tor auch der Moment, in dem seine Mannschaft spürbar besser wirkte. „Nach dem ersten Tor haben wir motivierter und selbstbewusster gespielt“, sagte der Marienthal-Trainer. Gleichzeitig machte er aber auch deutlich, dass diese Phase nicht gereicht habe, um wirklich die Kontrolle über das Spiel zu bekommen. „Es war sehr ausgeglichen. Wir haben phasenweise verschlafen. Im Zentrum haben wir viele Bälle durchgelassen und konnten da keine Dominanz aufbauen. So sind wir leider nicht wirklich ins Spiel gekommen.“ Dass es zur Pause trotzdem für die Führung reichte, erklärte er vor allem mit der Arbeit gegen den Ball: „In der ersten Halbzeit hat die Defensive funktioniert.“
Die Partie kippte dann innerhalb weniger Minuten. Zunächst kam Zwölfaxing in der 60. Minute durch Daniel Brunnhofer zum 1:1 zurück. Marienthal hatte aber sofort eine Antwort parat und stellte nur zwei Minuten später wieder auf 2:1, als Andre Hofer traf. Doch auch diese neue Führung hielt nicht lange. In der 64. Minute glich Mustafa Shamandi für die Gäste zum 2:2 aus, und genau diese Phase blieb aus Sicht von Bakar der Knackpunkt. „Wir konnten das Niveau nicht konstant halten“, sagte er. Schon nach dem ersten eigenen Treffer sei seine Mannschaft zwar selbstbewusster aufgetreten, dieses Niveau habe sie aber nie über längere Zeit getragen. Noch klarer wurde er bei der Frage, warum aus dem Spiel nicht mehr herauszuholen war: „Der Wille und der Ehrgeiz und die Annahme der Zweikämpfe haben gefehlt.“
Bakars Analyse ging dabei über die nackten Tore hinaus. Er sah Zwölfaxing in vielen Momenten als die aktivere Mannschaft, vor allem gegen den Ball. „Der Gegner war motivierter. Sie haben die ganze Zeit gepresst, waren phasenweise auch erfolgreich“, sagte der Trainer. Gerade im Zentrum fehlte Marienthal nach seiner Einschätzung die nötige Präsenz, um das Spiel an sich zu ziehen und den Rhythmus zu bestimmen. Darum sprach er auch von einem Abend, an dem seine Mannschaft immer wieder nur phasenweise in die Partie fand. Positiv hob er hervor, dass seine Elf nach der Pause kompakter gestanden sei. Gleichzeitig passte dazu, dass er mögliche Diskussionen über den Schiedsrichter nicht in den Vordergrund rücken wollte. „Ein paar Situationen waren schon Abseitsfehler, aber das kann ich aus Trainersicht nicht genau sagen. Ansonsten war es okay.“
Unter dem Strich blieb für Marienthal ein 2:2, das aus Sicht des Trainers nicht nur wegen des Ergebnisses, sondern vor allem wegen des Verlaufs hängen bleibt. Zweimal war die Mannschaft in Führung, zweimal kam Zwölfaxing zurück, und besonders die Minuten nach der Pause verhinderten einen Heimsieg. Mit nun 14 Punkten aus zehn Spielen bleibt Marienthal in der Tabelle im Mittelfeld, während Zwölfaxing mit dem Auswärtspunkt bei sieben Zählern hält. Bakar lieferte nach dem Schlusspfiff jedenfalls eine klare Erklärung dafür, warum es diesmal nur zu einem Remis reichte: Seine Mannschaft habe gute Momente gehabt, aber zu selten die nötige Konsequenz gezeigt, um das Spiel dauerhaft auf ihre Seite zu ziehen.