In der 1. Klasse Ost musste sich ASK Kaltenleutgeben am Samstag bei USC Perchtoldsdorf klar mit 0:5 geschlagen geben. Schon nach zwei Minuten lag Balukcics Mannschaft hinten, zur Pause lag sie 0:3 zurück, am Ende wurde es deutlich. Gegen einen eingespielten Tabellenführer liefen die Gäste lange hinterher, auch wenn der Obmann-Stellvertreter seiner Elf zugutehielt, dass sie sich nie aufgab. „Wir haben das Spiel sehr früh aus der Hand gegeben“, sagte er.

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Schon der erste Treffer des Nachmittags stellte Kaltenleutgeben vor genau das Szenario, das man eigentlich vermeiden wollte. Julian Hackl brachte Perchtoldsdorf bereits in der 2. Minute in Führung, und damit war aus Sicht der Gäste jener Punkt erreicht, den Andrej Balukcic nach dem Spiel als entscheidend beschrieb. „Wir wollten konzentriert ins Spiel gehen und keinesfalls früh in Rückstand geraten“, sagte er. Genau das sei nicht gelungen, und gegen eine Mannschaft wie Perchtoldsdorf habe sich das sofort auf die ganze Partie ausgewirkt. Alexander Proietti erhöhte in Minute 24 auf 2:0, Igor Puljic legte in der 36. Minute das 3:0 nach. Spätestens mit diesem Zwischenstand zur Pause war klar, dass Kaltenleutgeben einen ganz schweren Nachmittag vor sich hatte. Balukcic formulierte es deutlich: „Wir sind sehr früh in Rückstand geraten. Mit einem frühen Rückstand gegen eine sehr gut eingespielte Mannschaft war es dann natürlich schwer.“
Der Funktionär aus Kaltenleutgeben suchte die Erklärung für die klare Niederlage nicht nur im Ergebnis, sondern vor allem in der Stärke des Gegners. Perchtoldsdorf führt die Tabelle an, und genau diesen Eindruck habe die Mannschaft auf ihn gemacht. Balukcic sprach von einer „sehr kompletten“ Mannschaft, bei der nicht einzelne große Namen alles tragen, sondern das Kollektiv den Unterschied ausmacht. „Man sieht hier wirklich eine Mannschaft als solche und nicht elf Spieler, die individuell für sich den Unterschied machen“, sagte er. Besonders hob er hervor, dass Laufwege, Zusammenspiel und Abstimmung über Jahre gewachsen seien. „Man erkennt den Stil und auch die Handschrift“, meinte Balukcic, der den Gastgebern ausdrücklich ein Kompliment machte. Gerade deshalb sei der frühe Rückstand so schwer zu reparieren gewesen, weil man dann einem Gegner hinterherlaufen müsse, der als Einheit auftritt und mit einem Vorsprung noch leichter ins Spiel kommt.
Nach dem 0:3 zur Halbzeit verwies Balukcic darauf, dass Kaltenleutgeben eigentlich gehofft hatte, zumindest die erste Hälfte ordentlich zu überstehen und dann nach dem Seitenwechsel darauf aufzubauen. „Unser Ziel war es, gut in die Pause zu kommen und in der zweiten Hälfte darauf aufzubauen“, sagte er. Auch dieser Plan ging nicht auf. Lazar Erak stellte in der 55. Minute auf 4:0, Luis Brunner setzte in Minute 79 mit dem 5:0 den Schlusspunkt. Für die Gäste bedeutete das, dass sie praktisch die gesamte Partie einem klaren Rückstand nachlaufen mussten. Balukcic erklärte, dass man dadurch auch in der Anlage des Spiels unter Druck gerate. „Wenn man 90 Minuten Zeit hat, um hinterherzulaufen, muss man das Spielsystem umstellen, anders spielen, und das ist uns nicht gelungen“, sagte er. Das Ergebnis fiel damit deutlich aus, auch wenn er einzelne Tore als eher glücklich einstufte und die Niederlage nicht allein an nackten Zahlen festmachen wollte.
Trotz der klaren Niederlage wollte Balukcic seinem Team nicht alles absprechen. Positiv sei gewesen, „dass sich die Mannschaft nicht hat fallen lassen, dass wir weitergespielt haben“. Er sah auch Ansätze, auf denen Kaltenleutgeben aufbauen will. „Wir hatten auch gute Bälle und phasenweise ein gutes Tempo am Ball“, sagte er. Gleichzeitig machte er klar, dass noch viel Arbeit wartet. Er sprach von „vielen kleinen Nuancen“ in der Spielabstimmung und im Selbstverständnis, die gegen eine Klassemannschaft wie Perchtoldsdorf am Ende den Ausschlag geben. Die Richtung für die nächsten Wochen ist für ihn trotzdem klar. „Erfolg ist ein Prozess und so sehen wir das Ganze“, sagte Balukcic. Seine Mannschaft sei motiviert, viele Themen seien intern ohnehin bekannt, und man wolle in den kommenden Spielen schon wesentlich mehr von dem auf den Platz bringen, was diesmal noch gefehlt habe.