Spielberichte

„Wir haben den Gegner nicht ins Spiel kommen lassen“ – Leopoldsdorf macht den Heimsieg im Finish klar

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SC Leopoldsdorf
ATSV Fischamend

In der 1. Klasse Ost hat SC Leopoldsdorf den ATSV Fischamend mit 2:1 besiegt und sich gegen einen starken Gegner spät belohnt. Nach torloser erster Hälfte trafen Tim Härtel in Minute 78 und Oliver Winkler in Minute 84 für die Hausherren, ehe ein Eigentor von Noah Karl in der Nachspielzeit den Endstand brachte. Trainer Kurt Jusits führte den Sieg vor allem auf Konzentration, Disziplin und eine stabile Ordnung zurück.

Fußballspieler in grünem Trikot mit einer Grätsche

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Nach zehn Minuten kippt das Spiel

Ganz so geradlinig, wie es der spätere Sieger am Ende aussehen ließ, begann die Partie allerdings nicht. Jusits sagte offen, dass in den ersten zehn Minuten zunächst Fischamend etwas mehr vom Spiel hatte und Leopoldsdorf danach immer besser in die Begegnung fand. Genau diese Phase überstand die Heimelf aber ohne größeren Schaden, blieb in ihrer Ordnung und übernahm danach mehr und mehr das Kommando. Aus Sicht des Trainers war seine Mannschaft dann die aktivere und hätte sich schon vor der Pause belohnen können. „Dann haben wir das Kommando übernommen und hätten eigentlich zur Pause schon in Führung gehen müssen“, fasste er die Entwicklung der ersten Hälfte zusammen.

Zwei schön herausgespielte Treffer bringen die Entscheidung

Dass es bis zur 78. Minute beim 0:0 blieb, änderte für Jusits nichts an diesem Bild. Erst da schlug Leopoldsdorf zu: Tim Härtel brachte die Hausherren mit dem 1:0 auf Kurs, und der Trainer geriet bei der Beschreibung sofort ins Schwärmen. „Das 1:0 war eine wunderschöne Kombination, traumhaft gespielt und perfekt abgeschlossen“, sagte er. Nur sechs Minuten später legte Oliver Winkler nach, und auch dieses Tor passte zum Auftritt der Gastgeber. „Das 2:0 war noch schöner. Da war ein dreifacher Doppelpass und Winkler hat dann eingenetzt“, so Jusits. Dass Noah Karl in der Nachspielzeit ein Eigentor zum 2:1 unterlief, änderte am Heimsieg nichts mehr.

Stabile Dreierkette und Präsenz in den Duellen

Den Schlüssel sah Jusits vor allem in der Arbeit seiner Mannschaft gegen den Ball. Leopoldsdorf agierte laut seinem Trainer in der Dreierkette „extrem stabil“, leistete sich nur wenige Eigenfehler und ließ über Standards kaum etwas zu. „Wir haben keine unnötigen Eckbälle und keine unnötigen Freistöße provoziert“, erklärte er, und genau das war für ihn ein wichtiger Teil des Erfolgs. Auch die Präsenz einzelner Spieler hob er hervor. Oliver Winkler, Philip Sikora, Tim Härtel und Noah Karl seien in ihren Positionen sehr präsent gewesen und hätten viele direkte Duelle gewonnen. Fischamend habe im Mittelfeld anfangs zwar schnell kombiniert, „aber als wir dort auf Gleichstand gespielt haben, haben sie nicht mehr ins Spiel gefunden“. Dass die Gäste laut Jusits in der zweiten Hälfte keinen Torschuss auf sein Tor brachten, unterstrich für ihn die Kontrolle seiner Mannschaft.

Ein fairer Abend und viel Kontrolle

So blieb unter dem Strich nicht nur ein Sieg gegen den Tabellendritten, sondern auch ein Auftritt, den der Leopoldsdorfer Trainer sehr klar erklären konnte. „Wir waren sehr konzentriert, sehr fokussiert und taktisch sehr diszipliniert. Wir haben den Gegner nicht ins Spiel kommen lassen und waren von der ersten Minute hellwach. Das war der ausschlaggebende Punkt“, sagte Jusits. Dazu passte auch sein Urteil über den Rahmen der Partie: Der Schiedsrichter habe „sehr in Ordnung“ gepfiffen, strittige Szenen habe es keine gegeben, und insgesamt sei es „ein schönes Fußballspiel“ gewesen. Für Leopoldsdorf war es damit ein Abend, an dem die Ordnung stimmte, die Tore zur richtigen Zeit fielen und die eigene Linie bis zum Schlusspfiff erkennbar blieb.

1. Klasse Ost: Leopoldsdorf : Fischamend - 2:1 (0:0)

  • 93
    Eigentor durch Noah Karl 2:1
  • 84
    Oliver Winkler 2:0
  • 78
    Tim Härtel 1:0