In der 1. Klasse Ost hat ASK Klein-Neusiedl in Runde 11 auswärts beim SV Hundsheim mit 4:2 gewonnen und damit wichtige Zähler für die Spitzengruppe geholt. Trainer Martin Karner sah vor allem das 3:0 als den entscheidenden Moment, weil seine Mannschaft nach einer starken ersten Hälfte auch in der offeneren Phase nach der Pause die Räume nützte. Trotz zweier später Gegentreffer brachte der ASK den Auswärtssieg ins Ziel.
Karner war mit dem Auftritt seiner Mannschaft vor allem vor der Pause sehr einverstanden. „Wir haben die erste Halbzeit klar dominiert und hatten beim Stand von 0:0 schon einen Stangenschuss“, sagte der Trainer. Klein-Neusiedl belohnte sich dann auch auf der Anzeigetafel. In der 25. Minute traf Mohammad Reza Rezaie zum 0:1, nachdem die Gäste laut Karner über die rechte Seite gut nachgesetzt hatten und die Hereingabe in der Mitte verwertet wurde. Noch vor der Pause legte Semir Kapic nach. Das 0:2 in Minute 36 war für den Trainer ebenfalls eine starke Aktion: „Das war ein schöner Vorstoß über links, und im Eins-gegen-eins gegen den Tormann hat Semi ihm keine Chance gelassen.“ Dazu passte auch Karners grundsätzliche Einordnung: „Unsere größte Stärke waren Kompaktheit, Geschlossenheit und Wille.“
Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie aus Sicht des ASK zunächst etwas offener. Karner schilderte, dass Hundsheim mehr investierte und die Begegnung damit anders anlegte als noch in der ersten Hälfte. Gerade in dieser Phase sah er aber auch den Vorteil seiner Mannschaft. „Das 3:0 war meiner Meinung nach der entscheidende Faktor“, erklärte er. Weil die Gastgeber mehr nach vorne machten, öffneten sich für Klein-Neusiedl Räume. „Dadurch ergaben sich Löcher auf ihrer Abwehrseite, und die konnten wir eiskalt nutzen.“ Genau so fiel in Minute 69 auch das 0:3 durch David Melis, das dem ASK viel in die Karten spielte. Gleichzeitig stellte Karner dem Gegner kein schlechtes Zeugnis aus. Er sprach von einer klaren Steigerung gegenüber früheren Eindrücken, vor allem in der Zentrale. Dort habe Hundsheim spielerisch und läuferisch zugelegt, auch wenn aus seiner Sicht defensive Fehler weiter ein Thema blieben.
Ganz entspannt wurde der Nachmittag für Klein-Neusiedl trotzdem nicht. Karner störte vor allem, dass seine Mannschaft bei ruhenden Bällen zu viel zuließ. „Die leichtfertigen Corner müssen wir unterbinden“, sagte er deutlich. Aus dem Spiel heraus habe sein Team vieles gut wegverteidigt, „lediglich bei Standards beziehungsweise bei dieser Corner-Serie“ sei man in Bedrängnis geraten. Genau daraus kam Hundsheim in der Schlussphase zurück: Lukas Ollinger verkürzte in Minute 84 auf 1:3, in der Nachspielzeit machte Mario Kopsa per Elfmeter sogar das 2:3. Karner bezeichnete die Strafraumszene als strittig und meinte, zunächst sei ein Vergehen seiner Mannschaft nicht geahndet worden, ehe kurz darauf ein ebenso leichtes Vergehen für Hundsheim gepfiffen worden sei. Noch wichtiger für den ASK war aber die direkte Antwort. Praktisch im Gegenzug stellte Bastian Wunderer auf 2:4. Für Karner war das „die schönste Aktion des Tages“. Der erst 15-jährige Bastian Wunderer trifft nach schöner Vorarbeit von Phillip Riedl zum 2:4. „Es waren die ersten 3 Minuten in einer Kampfmannschaft und er blieb bei dieser Aktion extrem cool und traf sehenswert ins kurze Eck“, so der Trainer. So blieb Klein-Neusiedl nach elf Runden bei 21 Punkten mitten vorne dabei.