Spielberichte

„Wir haben ihnen die ersten drei Tore geschenkt“ – Achau bricht schon in der Anfangsphase weg

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SC Achau
USC Perchtoldsdorf

In der 1. Klasse Ost ist der SC Achau am Samstag gegen USC Perchtoldsdorf mit 0:6 unter die Räder gekommen. Entscheidend war aus Sicht von Trainer Thomas Gonda ein Start, der seiner Mannschaft sofort den Boden unter den Füßen wegzog. Achau lag schon früh klar zurück, fing sich nach der Pause etwas, hatte den Tabellenführer bis dahin aber längst ziehen lassen.

Rote Schalensitze einer Fußballtribüne

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Frühe Treffer nehmen Achau sofort aus dem Spiel

Die Partie lief praktisch von Beginn an in eine Richtung. Igor Puljic brachte Perchtoldsdorf schon in der 2. Minute in Führung und legte in der 6. Minute das 0:2 nach. Als derselbe Spieler in der 15. Minute auch das 0:3 erzielte, war Achau früh schwer unter Druck. Lazar Erak erhöhte in der 20. Minute auf 0:4, Lucas Kneissl stellte in der 26. Minute auf 0:5, und damit war die Sache noch vor der Pause sehr deutlich. Gonda wurde nach dem Schlusspfiff entsprechend klar: „Wir hatten einen echten Katastrophenstart. Wenn du so früh 0:1 und 0:2 hinten liegst und diese Tore aus Eigenfehlern verschuldest, dann kannst du gegen den Ersten in keinster Weise bestehen.“ In der 59. Minute traf Puljic noch einmal zum 0:6-Endstand und machte seinen Viererpack perfekt.

Der Trainer spart weder den Beginn noch interne Themen aus

Dass die Niederlage so hoch ausfiel, erklärte der Achau-Coach aber nicht nur mit der Qualität des Gegners. Gonda sprach auch offen an, dass es in seiner Mannschaft auch personell Probleme gab. „Zwei Spieler waren nicht so ehrlich und haben mir nicht gesagt, dass sie nicht einmal 45 Minuten Tempo gegen den Tabellenersten gehen können beziehungsweise bei einem noch Schmerzen im Knie vorlagen“, sagte er. Dazu kam aus seiner Sicht fehlende Ruhe auf dem Platz. „Als Innenverteidiger kannst du dich nicht als Dribbelkünstler versuchen. Dieser Mannschaft fehlen drei wirklich gestandene Spieler, die in so einer Situation ruhig bleiben und das Boot in ruhige Gewässer führen.“ Besonders hart ging Gonda mit der Anfangsphase ins Gericht. „Bei den ersten drei Toren, die wir ihnen geschenkt haben“, sei das Spiel verloren gegangen. Und er legte nach: „Wenn man sich nicht an den Matchplan hält, kannst du gegen so einen Gegner nicht bestehen.“ Genau dieser Abstand zwischen Besprochenem und Gezeigtem habe ihn nach dem Spiel besonders gestört.

Nach der Pause stabiler, Perchtoldsdorf bleibt dennoch klar überlegen

Ganz ohne positiven Punkt wollte Gonda den Nachmittag aber nicht abhaken. „In der zweiten Halbzeit haben wir uns teurer verkauft als in der ersten“, sagte er und verwies dabei vor allem auf die Wirkung von außen. „Die Einwechslungen haben dem Spiel mehr ihren Stempel aufdrücken können als die Spieler, die von Start weg am Feld waren.“ Mehr als ein kleiner Lichtblick blieb das aus Achauer Sicht trotzdem nicht, weil Perchtoldsdorf schon zur Pause mit 5:0 vorne lag und die Partie damit längst im Griff hatte. Den Gegner bezeichnete Gonda als „bärenstark“ und „für die 1. Klasse extrem gut organisiert“. Besonders vorne sah er große Qualität: „Wenn du solche Spieler in der Mannschaft hast, dann lebt sich’s als Trainer auf der Bank auch leichter.“ Strittige Szenen gab es laut Gonda keine. In der Tabelle bleibt Achau damit bei sechs Punkten auf Rang 15, während Perchtoldsdorf mit 31 Zählern die Spitze behauptet.

1. Klasse Ost: Achau : Perchtoldsdorf - 0:6 (0:5)

  • 59
    Igor Puljic 0:6
  • 26
    Lucas Kneissl 0:5
  • 20
    Lazar Erak 0:4
  • 15
    Igor Puljic 0:3
  • 6
    Igor Puljic 0:2
  • 2
    Igor Puljic 0:1