In der 1. Klasse Ost hat ASK Marienthal bei ASK Kaltenleutgeben mit 3:1 gewonnen und die Partie schon vor der Pause klar in seine Richtung gezogen. Trainer Yasin Bakar sah den Unterschied vor allem in der frühen Effizienz seiner Mannschaft: drei Tore vor der Pause, eine kompakte Defensive und genug Stabilität, um auch eine deutlich schwierigere zweite Hälfte zu überstehen.

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Bakar hatte nach dem Schlusspfiff vor allem eine Erklärung für den Auswärtssieg parat: den starken Start seiner Mannschaft. „Wir haben stark begonnen und schnell das Tor gefunden“, sagte der Trainer, und genau das zeigte sich früh auf der Anzeigetafel. Peter Tar brachte Marienthal bereits in der 3. Minute mit 1:0 in Führung. Danach blieb der Gast dran und legte rasch nach. Andre Hofer traf in der 11. Minute zum 2:0 und erhöhte in der 23. Minute sogar auf 3:0. Damit war das Spiel schon vor dem Pausenpfiff in eine klare Richtung gelaufen. Bakar formulierte es so: „Der entscheidende Moment war, dass wir defensiv gut gestanden sind und vorne in der ersten Halbzeit die Tore gemacht haben.“ Auch zur Entstehung der Treffer lieferte er eine klare Einordnung. Zwei Tore seien nach Standards gefallen, ein weiterer Treffer sei nach einer Aktion über die rechte Seite entstanden, bei der der Ball in die Mitte gespielt wurde und der Abschluss frei möglich war.
So klar die erste Hälfte an Marienthal gegangen war, so offen sprach Bakar danach die zweite an. „In der zweiten Halbzeit haben wir stark nachgelassen und konnten keine Chancen mehr kreieren“, sagte er. Der Rhythmus der Gäste war damit weg, und Kaltenleutgeben fand deutlich besser ins Spiel. Ganz ohne Wirkung blieb das nicht: In der 74. Minute verkürzte Lukas Hauer auf 1:3. Für eine Wende reichte es aber nicht mehr, weil Marienthal trotz der schwächeren Phase hinten vieles ordentlich wegverteidigte. „Gut funktioniert hat, dass wir hinten schnell geschlossen haben und schnell hinter den Ball gekommen sind“, sagte Bakar. Gleichzeitig machte er auch deutlich, womit seine Mannschaft phasenweise Probleme hatte. Der Gegner habe flach aufbauen wollen „und Überzahl im Zentrum schaffen, wo wir uns schwergetan haben“. Gerade dort musste Marienthal nach der Pause deutlich mehr arbeiten als in der Anfangsphase.
In der Schlussphase musste Marienthal nach dem Anschluss noch einmal einige heikle Minuten überstehen. Dass seine Mannschaft den Vorsprung trotzdem über die Zeit brachte, passte für ihn zur grundsätzlichen Analyse dieses Nachmittags. „Der entscheidende Punkt war, dass wir Abschlussstärke bewiesen und die Chancen genutzt haben“, sagte Bakar. Ganz rund war der Auftritt für ihn dennoch nicht. „Potenzial nach oben gibt es beim Spielaufbau, beim Pressing und darin, im letzten Drittel Überzahl zu schaffen“, hielt der Marienthal-Coach fest. Unterm Strich stand für die Gäste damit ein 3:1-Auswärtssieg, der auf einer sehr effizienten ersten Halbzeit beruhte und trotz klarer Probleme nach dem Seitenwechsel nicht mehr in Gefahr geriet.