Spielberichte

„Die Präsenz am Platz und der Wille haben gefehlt“ – Marienthal bleibt gegen Achau ohne Tor

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ASK Marienthal
SC Achau

In der 1. Klasse Ost blieb ASK Marienthal in der 12. Runde gegen SC Achau trotz eines klaren Chancenplus beim 0:0 ohne Sieg. Trainer Yasin Bakar sprach nach der Partie von zu wenig Präsenz, zu wenig Druck im Pressing und zwei Möglichkeiten, die aus seiner Sicht zwingend ins Tor hätten gehen müssen. So stand am Ende ein Remis, mit dem die Gastgeber deutlich weniger anfangen konnten.

Mann hält Anzeigetafel, die eine Nachspielzeit von sieben Minuten anzeigt

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Vor der Pause bleibt die große Chance liegen

Der Spielverlauf passte aus Marienthaler Sicht lange zu einem Nachmittag, an dem mehr möglich gewesen wäre, das Ergebnis aber nie von allein kommen würde. Bis zur Pause blieb es beim 0:0, obwohl die Gastgeber laut Bakar schon in der ersten Halbzeit eine „tausendprozentige Chance“ liegen ließen. Gerade dieser Moment blieb für ihn hängen, weil Marienthal zwar zu seinen Möglichkeiten kam, sich spielerisch aber nie in einen richtigen Rhythmus brachte. Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich daran wenig. Eine weitere klare Chance blieb ungenutzt, in der 71. Minute musste der ASK nach der Roten Karte gegen Andre Hofer auch noch in Unterzahl weitermachen. Dass trotzdem hinten die Null stand, war für den Trainer einer der wenigen Punkte, die er seiner Mannschaft zugutehielt.

Bakar sieht sein Team näher am Sieg

Dass Bakar seine Mannschaft trotz des 0:0 näher am Sieg sah, hatte vor allem mit der Qualität der Möglichkeiten zu tun. „Näher waren wir, weil wir klare Chancen hatten, auch eins gegen eins gegen den Tormann. Und wenn man die nicht nutzt, dann kann man auch nicht gewinnen“, sagte der Marienthal-Coach. Gleichzeitig sparte er die eigene Leistung gegen den Ball und im Pressing nicht aus. „Wir sind spielerisch nicht wirklich ins Spiel gekommen, konnten den Gegner nicht unter Druck setzen, waren beim Pressing zu weit weg und haben phasenweise verschlafen“, so Bakar. Für ihn lag genau darin der Widerspruch dieser Partie: Marienthal hatte die besseren Chancen, schaffte es aber über weite Strecken nicht, die Begegnung wirklich an sich zu reißen und aus den Vorteilen mehr zu machen.

Zu viel Raum für Achau, dazu Diskussion um ein mögliches Abseitstor

Auch den Auftritt des Gegners ordnete Bakar nüchtern ein. „Ich habe den Gegner nicht stark gefunden“, sagte er, schob aber sofort nach, warum Achau dennoch immer wieder in geordnete Aktionen kam: „Wir haben zugelassen, dass sie hinten rausspielen können. Hinten hatten sie viel Platz und Räume, das hat bei ihnen gut funktioniert.“ Marienthal ließ nach Aussage des Trainers zwar keine Konter zu, nahm Achau aber eben auch nicht dauerhaft den Aufbau. Gesprächsstoff gab es zudem um eine Szene mit einem möglichen Abseitstor. Bakar wollte sich dabei aus seinem Blickwinkel nicht festlegen, meinte aber, dass man „darüber streiten“ könne, weil es von den Zuschauern anders beurteilt worden sei.

Wenig Positives außer der Null

Viel Lob nahm der Marienthal-Coach aus diesem Nachmittag jedenfalls nicht mit. „Gut funktioniert hat, dass wir hinten zu null gespielt haben, dass wir keinen Konter zugelassen haben. Ansonsten kann ich nicht viel Positives berichten“, sagte er. Diese Einschätzung bringt das 0:0 gut auf den Punkt: Defensiv blieb Marienthal stabil, im Spiel nach vorne fehlten jedoch Konsequenz und Nachdruck. In der Tabelle steht der ASK nach zwölf Runden bei 18 Punkten im Mittelfeld, doch aus Bakars Sicht war diesmal vor allem eines spürbar: Gegen Achau wäre deutlich mehr drinnen gewesen, wenn seine Mannschaft ihre wenigen klaren Momente genutzt und insgesamt präsenter agiert hätte. Genau dort wird Marienthal in den nächsten Spielen ansetzen müssen.