Spielberichte

„Wir haben bis zum Schluss daran geglaubt“: Kaltenleutgeben holt sich den Sieg noch in Minute 90

Ligaportal als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen
Kaltenleutgeben
ATSV Fischamend

In der 13. Runde der 1. Klasse Ost hat ASK Kaltenleutgeben daheim gegen den ATSV Fischamend einen späten 2:1-Erfolg gefeiert. Nach einer starken ersten halben Stunde und der 1:0-Pausenführung wurde es für die Gastgeber in der Schlussphase noch einmal richtig eng, weil Fischamend in der 87. Minute ausglich. Dass die drei Punkte trotzdem in Kaltenleutgeben blieben, führte Trainer Gökhan Sari vor allem auf die Haltung seiner Mannschaft zurück: „Wir haben bis zum Schluss daran geglaubt, dass wir das Spiel gewinnen wollen.“

Zwei Fußballe in Weiß-Orange-Grün

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Starke erste 30 Minuten bringen Kaltenleutgeben auf Kurs

Sari hatte mit dem Beginn seiner Mannschaft viel Freude. „Meine Mannschaft war in den ersten 30 Minuten sehr stark“, sagte der Kaltenleutgeben-Coach nach dem Schlusspfiff. Aus seiner Sicht passte in dieser Phase vieles zum Matchplan, dazu kamen etliche Möglichkeiten vor dem Tor. „Da haben wir viele Chancen gehabt, und einen Stangenschuss haben wir auch noch gehabt“, schilderte er den Auftakt. In diese Druckphase fiel dann auch die Führung: In der 31. Minute war es Philipp Lukas, der nach einer Standardsituation zur Stelle war. Ein Freistoß, eine gute Flanke und dann der Kopfball in der Mitte – so beschrieb Sari das 1:0, mit dem sich seine Mannschaft für den guten Start zumindest teilweise belohnte.

Nach der Pause geht der Faden zunächst verloren

Ganz zufrieden war der Trainer trotz der Führung zur Pause aber nicht, weil die Partie aus seiner Sicht schon vor dem Seitenwechsel zu kippen begann. „Leider haben wir nach 30 Minuten das Spiel aus der Hand gegeben“, sagte Sari offen. Fischamend sei kompakt aufgetreten und habe, wie er betonte, „zwei, drei sehr gute Einzelspieler“ in seinen Reihen gehabt. Diese Qualität war für ihn gerade in der zweiten Halbzeit deutlich zu sehen. In der Kabine habe man sich noch vorgenommen, wieder so zu starten wie ganz am Anfang. „Wir wollten so wie in der ersten Halbzeit Vollgas beginnen. Das ist uns leider nicht gelungen“, meinte Sari. Vor allem die ersten zehn bis 15 Minuten nach Wiederbeginn sah er klar bei den Gästen. Dazu kam aus seiner Sicht ein Problem im eigenen Spiel: „Wenn wir die Bälle im Zentrum erobern, waren wir zu ungeduldig.“ Genau diese fehlende Ruhe führte laut Sari zu vielen Fehlpässen und dazu, dass Kaltenleutgeben die Begegnung nicht früher beruhigen konnte.

Auf das 1:1 folgt noch die späte Antwort

Trotz dieser schwierigen Phase verlor Kaltenleutgeben die Partie nicht völlig aus der Hand. Sari sagte, seine Mannschaft habe nach den stärkeren Minuten von Fischamend wieder besser ins Spiel gefunden. Die Schlussphase blieb trotzdem dramatisch, weil Manuel Mader in der 87. Minute für die Gäste auf 1:1 stellte und damit alles wieder offen war. Genau in diesem Moment sah der Trainer aber den entscheidenden Unterschied. „Der entscheidende Moment war, dass wir bis zum Schluss daran geglaubt haben, dass wir das Spiel gewinnen wollen“, sagte Sari. Kaltenleutgeben blieb also dran und bekam in der 90. Minute die letzte Belohnung. Den Siegtreffer schilderte der Coach ebenfalls genau: Nach einem Konter spielte Elias Fard einen starken Pass in die Tiefe, Omar Al Radi Al Anzi vollendete zum 2:1. Damit antworteten die Gastgeber auf den späten Ausgleich sofort und setzten einer wechselhaften Partie doch noch den aus ihrer Sicht verdienten Schlusspunkt.

Ein Sieg, der zur Aussage des Trainers passt

Gerade deshalb war Sari mit dem Auftritt seiner Mannschaft nicht einfach nur wegen des Ergebnisses zufrieden, sondern vor allem wegen der Art, wie sie sich den Sieg holte. Einerseits hob er noch einmal hervor, dass seine Elf in der Anfangsphase genau das gezeigt habe, was er sehen wollte. „Was gut funktioniert hat, waren die ersten 30 Minuten, da haben sie sich an den Matchplan gehalten“, sagte er. Andererseits sprach er auch den Bereich an, in dem Kaltenleutgeben noch zulegen muss. Mehr Geduld nach Ballgewinnen im Zentrum, weniger unnötige Fehlpässe und längere Kontrolle über das Spiel – das war für den Trainer die klare Lehre aus diesem 2:1. Dass seine Mannschaft trotzdem noch über die Ziellinie kam, passte am Ende genau zu seiner zentralen Aussage: Kaltenleutgeben wollte mehr und glaubte bis zum letzten Angriff an diesen Heimsieg.

1. Klasse Ost: Kaltenleutgeben : Fischamend - 2:1 (1:0)

  • 90
    Omar Al Radi Al Anzi 2:1
  • 87
    Manuel Mader 1:1
  • 31
    Philipp Lukas 1:0