In der 1. Klasse Ost hat Sportfreunde Berg gegen USC Perchtoldsdorf mit 2:5 verloren. Das Ergebnis fiel am Ende klar aus, doch Trainer Horst Winkler sah seine Mannschaft lange auf Augenhöhe. Vor allem das 2:3 kurz nach der Pause war für ihn der Moment, der das Spiel kippte und Berg das Comeback deutlich schwerer machte.

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Der Nachmittag begann für die Gastgeber gleich mit einem Rückschlag. Bereits in der 5. Minute brachte Tim Philipp Heinemann die Gäste mit 1:0 in Führung, und genau diese frühen Gegentreffer waren es später auch, die Winkler ansprach. Trotzdem fand Berg gut in die Partie hinein und ließ sich vom schnellen Rückstand nicht aus der Bahn werfen. In der 24. Minute gelang Sebastian Neufelner der Ausgleich, und der Trainer hatte dafür eine sehr deutliche Beschreibung parat: „Das war ein Traumtor.“ Winkler schilderte die Szene so, dass Neufelner den Tormann aus großer Distanz überraschte und überhob. Kurz vor der Pause schlug Perchtoldsdorf dann noch einmal zu, als Lazar Erak in der 44. Minute das 2:1 erzielte. Doch auch darauf hatte Berg noch eine Antwort. Matus Oncak stellte praktisch im Gegenzug nach einem Corner auf 2:2. „Die ersten 45 Minuten waren sehr gut von uns“, sagte Winkler, und mit Blick auf den Spielstand zur Halbzeit war diese Einschätzung gut nachvollziehbar.
Entscheidend war aus Sicht des Berg-Trainers dann die Phase unmittelbar nach dem Seitenwechsel. Nur wenige Minuten nach Wiederbeginn traf Luis Brunner zum 3:2 für Perchtoldsdorf, und genau dort setzte Winkler in seiner Analyse an. „Das 3:2 kurz nach der Pause war der Knackpunkt. Da war es dann schwer, wieder zurückzukommen“, sagte er. Berg blieb zwar im Spiel und hielt die Partie nach seinen Worten weiter offen, doch der neuerliche Rückstand wog schwerer als die beiden vorherigen. Bis in die 73. Minute hinein stand es nur 2:3, ehe Igor Puljic auf 4:2 stellte und damit für die Vorentscheidung sorgte. „Bis zur siebzigsten Minute konnten wir Perchtoldsdorf fordern, und dann war es leider mit dem 4:2 vorbei“, fasste Winkler zusammen. Das letzte Tor von Alexander Proietti in der Nachspielzeit stellte den 5:2-Endstand her und machte das Ergebnis noch deutlicher, als es der Spielverlauf lange hergegeben hatte.
In seiner Analyse sprach Winkler vor allem die defensive Seite an. „Wir bekommen zu schnell immer Tore, zu billige Tore, wo wir nicht aufmerksam genug sind. Das geht zu einfach“, sagte der Trainer, der damit den Kern seiner Kritik offen benannte. Gerade gegen den Tabellenführer aus Perchtoldsdorf konnte sich Berg solche Phasen nicht leisten. Gleichzeitig hob Winkler aber auch hervor, was seine Mannschaft diesmal besser gemacht habe. „Wir haben nie aufgesteckt, wir sind wieder zurückgekommen und haben uns selbst Torchancen erspielt. Das hat besser geklappt als vorige Woche“, meinte er. Diese Mischung aus Ärger über die leichten Gegentreffer und Anerkennung für die eigene Reaktion zog sich durch seine gesamte Einschätzung. Denn Berg lag zweimal zurück, kam zweimal wieder heran und hatte damit vor allem im ersten Durchgang genau jene Widerstandskraft gezeigt, die Winkler sehen wollte.
Dass der Tabellenführer am Ende fünf Tore erzielte, wollte Winkler deshalb nicht als komplettes Abbild der Kräfteverhältnisse stehen lassen. „Ich habe mir Perchtoldsdorf eigentlich stärker vorgestellt. Das klingt nach einem 2:5 vielleicht blöd, aber bis zur 73. Minute ist es 2:3 gestanden“, sagte er. Gerade mit Blick auf die Tabelle, in der Perchtoldsdorf ganz vorne steht und Berg im hinteren Bereich rangiert, sei der Unterschied am Platz aus seiner Sicht nicht so groß gewesen. Auch über äußere Umstände wollte der Berg-Coach das Spiel nicht erklären. Zur Leistung des Unparteiischen meinte Winkler lediglich: „Die Schiedsrichterleistung war okay, sonst gibt’s nichts zu diskutieren.“ Damit blieb als Hauptpunkt eine Niederlage, die für Berg trotz guter erster Hälfte und zweier Ausgleichstreffer ohne Zählbares endete. Die Erkenntnis des Nachmittags war für Winkler dennoch klar: Wenn seine Mannschaft die einfachen Gegentore abstellt, kann sie auch gegen ein Spitzenteam lange mithalten.