In der 1. Klasse Ost hat der SC Höflein den ASK Eichkogel mit 5:2 besiegt. Zur Pause stand es noch 1:1, kurz nach dem Seitenwechsel lagen die Gastgeber sogar 1:2 hinten. Trainer Ernst Horvath nannte genau diesen Moment einen "Weckruf", weil seine Mannschaft danach schnell, direkt und deutlich effizienter spielte. So wurde aus einem offenen Spiel am Ende noch ein klarer Heimsieg für die Gastgeber.

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Der Start lief für Höflein ideal. Schon in der 1. Minute brachte Tarik Yildiz die Heimelf in Führung, und Horvath sprach nach dem Spiel von einem "Blitzstart". Dabei blieb es in dieser Phase nicht bei einem guten Gefühl. Der Trainer sagte, seine Mannschaft hätte in der ersten Halbzeit durchaus nachlegen können. Vor allem Tarik Yildiz und Andrej Nemec kamen laut Horvath noch zu guten Möglichkeiten, doch das 2:0 fiel nicht. Das rächte sich nach rund einer halben Stunde, als Simon Odey den Ausgleich zum 1:1 erzielte. Für den Höflein-Coach war das besonders bitter, weil diesem Treffer ein individueller Fehler vorausging. Gleichzeitig stellte Horvath klar, dass der Gegner seinen Anteil daran hatte: "Zu meiner Überraschung war Eichkogel sehr ballsicher und hat das von hinten raus nicht schlecht gespielt." So ging es mit einem 1:1 in die Pause, obwohl die Gastgeber davor die Chance gehabt hätten, sich ein Polster zu erarbeiten.
Auch nach dem Seitenwechsel sah es zunächst nicht nach einem klaren Höfleiner Nachmittag aus. Nach einer Standardsituation waren die Gastgeber einen Moment unaufmerksam, und Lukas Dörr stellte in der 49. Minute auf 1:2. Damit war die Partie endgültig offen. Gerade dieser Rückstand löste aber die Reaktion aus, die Horvath später besonders hervorhob. "Nach dem 1:2 war das wie ein Weckruf", sagte der Trainer. Seine Mannschaft habe danach Moral bewiesen und das Spiel "unheimlich gut und schnell" aufgezogen. Höflein kam nun immer wieder hinter die gegnerische Abwehr und setzte den Gegner deutlich mehr unter Druck. In der 58. Minute köpfte Adam Nemec nach einem Freistoß zum 2:2 ein. Nur zwei Minuten später folgte schon der nächste Schlag, als Nayden Tchakarov den Ball zum 3:2 ins eigene Tor lenkte. Was kurz davor noch zu kippen drohte, war damit plötzlich wieder ganz in Höfleiner Hand. Horvath sprach in dieser Phase von schnellen, gut vorgetragenen Angriffen, mit denen seine Elf das Spiel drehte.
Nach dem Doppelschlag blieb Höflein am Drücker und ließ die Partie nicht noch einmal kippen. In der 65. Minute erhöhte Andrej Nemec auf 4:2, und für Horvath war damit die Begegnung im Grunde entschieden. Der Trainer führte den Sieg vor allem auf die zweite Halbzeit zurück: "Wir haben in der zweiten Halbzeit sehr effizient gespielt. Wir haben die Torchancen, die wir vorgefunden haben, sehr gut genützt." Dazu sei seine Mannschaft die fittere und aktivere gewesen. Eichkogel blieb für ihn dennoch unangenehm, nicht zuletzt wegen Simon Odey, "der nicht viele Chancen braucht, um ein Tor zu erzielen". Den Schlusspunkt setzte in der Nachspielzeit Rafael Tischler, der mit 17 Jahren sein erstes Tor in der Kampfmannschaft erzielte. "Sehr zur Freude unserer Fans", wie Horvath betonte. Ganz ohne Kritik wollte der Höflein-Coach den klaren Heimsieg aber nicht stehen lassen. "Wir müssen versuchen, diese individuellen Fehler abzustellen", sagte er, und auch bei der Konstanz über längere Phasen sieht er noch Luft nach oben. Mit dem 5:2 nimmt Höflein in Runde 13 trotzdem drei Punkte mit und rangiert nach 13 Spielen mit 24 Zählern auf Platz fünf. Strittige Szenen sah Horvath keine, auch mit der Leistung des Schiedsrichters war er zufrieden.