In der 1. Klasse Ost hat sich SV Zwölfaxing in einem engen Heimspiel gegen SV Hundsheim mit 3:2 durchgesetzt. Die Gastgeber lagen schon 2:0 voran, mussten den Ausgleich hinnehmen und hatten am Ende trotzdem noch die passende Antwort. Sektionsleiter Harald Geistlinger führte den Sieg vor allem auf Entschlossenheit, Herz und Einsatz zurück – und genau das zeigte seine Mannschaft mit dem späten Treffer in der Nachspielzeit.

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Aus Sicht von Geistlinger hatte Zwölfaxing die Partie von Beginn an gut im Griff. „Von Anfang an waren wir schon die bestimmende Mannschaft“, sagte der Sektionsleiter und verwies auch darauf, dass seine Mannschaft früh zu Chancen gekommen sei. Die Führung fiel in der 11. Minute durch Mustafa Shamandi, der nach einem Weitschuss erfolgreich war. Geistlinger schilderte die Szene so, dass der Tormann den Ball noch abwehren konnte, der Ball aber dennoch im Tor landete. In Minute 30 erhöhte Denis Ivanovic auf 2:0. Auch dieses Tor beschrieb Geistlinger genauer: Nach einem Sololauf wurde zunächst der Tormann angeschossen, ehe der Ball zurücksprang und im Nachschuss verwertet wurde. Ganz ruhig wurde der Nachmittag damit aber nicht, denn Hundsheim kam noch vor der Pause durch Stanislav Ducár zum 2:1 und machte die Partie damit wieder offen.
Dass es nach der klaren Führung noch einmal eng wurde, verschwieg Geistlinger nicht. Kurz nach Wiederbeginn stellte Stanislav Ducár auf 2:2, wobei der Zwölfaxinger Funktionär von einem Weitschuss sprach, der den Ausgleich brachte. Trotzdem blieb seine Einschätzung zu den eigenen Stärken klar. „Funktioniert hat wirklich sehr gut das Zusammenspiel, das Offensivspiel, der Ehrgeiz, der Kampf der Mannschaft“, sagte er. Immer wieder hob er hervor, dass bei seiner Mannschaft „immer der Kampf dabei“ und „immer das Herz dabei“ gewesen seien. Gleichzeitig sah er aber auch einen Punkt, an dem seine Mannschaft noch zulegen muss: „Was man noch besser machen kann, ist die Ausnutzung der Torchancen. Mehr Tore müssten wir halt schießen.“ Über Hundsheim sprach Geistlinger ebenfalls respektvoll. Der Gegner sei „sehr zweikampfstark“ gewesen, habe seine Mannschaft aggressiv angelaufen und viel Arbeit verursacht. Umso wichtiger sei gewesen, dass Zwölfaxing körperlich dagegenhielt und, wie er sagte, „nicht aufgehört hat, Fußball zu spielen“.
Entschieden wurde das Spiel schließlich erst ganz am Ende. Tief in der Nachspielzeit spielte Zwölfaxing den entscheidenden Angriff über die linke Seite zu Ende, nach einem Querpass vollendete Ahmet Gönülal zum 3:2. Für Geistlinger war genau dieser Moment der Schlüssel zum Heimsieg. „Der entscheidende Moment war, dass wir durch Herz und Einsatz das 3:2 geschossen haben“, sagte er. Schon davor hatte er den Eindruck, dass seine Mannschaft nach dem 2:2 wieder in die Spur gefunden hatte. „Wir konnten uns dann wieder fangen“, erklärte er, ehe er Zwölfaxing am Ende als „das glückliche und bessere Team“ bezeichnete. Den Unterschied zwischen beiden Mannschaften sah er vor allem in der Entschlossenheit und im Fokus, zuhause unbedingt die drei Punkte holen zu wollen. So bleibt unter dem Strich ein Sieg, der nicht nur wegen des späten Treffers hängen bleibt, sondern auch deshalb, weil Zwölfaxing nach dem Ausgleich nicht auseinanderfiel, sondern bis zum Schluss am Drücker blieb. Selbst bei der Chancenverwertung mit Luft nach oben nimmt die Mannschaft damit einiges mit.