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„Der Doppelschlag war der entscheidende Moment“: Oberwaltersdorf dreht 1:2 in Wiesmath zum 3:2

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SK Wiesmath
Oberwaltersdorf

In der 1. Klasse Süd hat SK Raika Wiesmath gegen ASK Oberwaltersdorf trotz Pausenführung noch mit 2:3 verloren. Für Trainer Christopher Maucha lag der Schlüssel in jener Phase, in der seine Mannschaft das Spiel binnen weniger Minuten drehte. „Der Doppelschlag war der entscheidende Moment“, sagte er nach dem Auswärtssieg, den er wegen der Spielanteile und der eigenen Herangehensweise als verdient einordnete.

Fußballschuhe auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Nach der Pause kippte die Partie

Zunächst lief das Spiel aus Sicht der Gäste aber noch gegen sie. Wiesmath ging in der 23. Minute durch Andras Stieber mit 1:0 in Führung und nahm diesen Vorsprung auch mit in die Halbzeit. Für Oberwaltersdorf war deshalb der Beginn der zweiten Hälfte besonders wichtig, und genau dort setzte Maucha in seiner Analyse auch an. In der 54. Minute gelang Benjamin Supper das 1:1, das der Trainer klar als wichtigen Moment herausstrich. „Das war wichtig, gleich nach der Pause den Ausgleich zu erzielen“, sagte Maucha. Er beschrieb die Szene mit einer Verlagerung auf die rechte Seite, nach der Supper den Ball mit dem zweiten Kontakt Richtung Tor brachte, ehe dieser noch unhaltbar abgefälscht wurde. Als Josef Schwarz Wiesmath in der 65. Minute wieder mit 2:1 nach vorne brachte, war das Spiel damit aber noch nicht entschieden. Vielmehr folgte jene Phase, auf die Maucha immer wieder zurückkam: Berke Kuvvet traf in der 74. Minute zum 2:2 und legte nur eine Minute später das 3:2 nach. Den Siegtreffer bezeichnete der Oberwaltersdorf-Coach als „ein überragendes Tor“ aus rund 20 Metern ins lange Eck.

Viel Ballbesitz, klare Idee, aber wieder zwei Gegentore nach Fehlern

Inhaltlich sah Maucha seine Mannschaft über die gesamte Spielzeit im Vorteil. „Vom Beginn bis zum Schluss war es eigentlich gleich“, sagte er und erklärte, dass Oberwaltersdorf aus seiner Sicht durchgehend die aktivere Mannschaft gewesen sei. „Gefühlt hatten wir 75 Prozent Ballbesitz. Der Gegner hat sich zurückgezogen. Wir haben Fußball gespielt, wir haben den Gegner bewegt“, so der Trainer. Gerade im eigenen Ballbesitz habe seine Mannschaft ein sehr gutes Spiel gemacht, und auch den entscheidenden Unterschied zwischen beiden Teams machte er dort aus. „Unsere Spielanlage war der entscheidende Faktor. Wir haben genau gewusst, wie man dem Gegner Probleme bereiten kann und wie wir sie bespielen müssen.“ Für Maucha war es deshalb ein Sieg, der nicht nur wegen des späten Doppelschlags zustande kam, sondern weil Oberwaltersdorf über 90 Minuten mehr vom Spiel hatte. Ganz zufrieden war er dennoch nicht, denn auch nach dem Erfolg blieb ein Punkt, der ihn störte. „Was nicht funktioniert hat, war, dass wir uns durch individuelle Fehler selber das Leben schwer machen. Bei beiden Toren haben wir selber einen Fehler gemacht.“ Genau das sei etwas, „das uns leider zu oft passiert“ und an dem man in Zukunft arbeiten müsse.

Wiesmath bei Standards gefährlich, Oberwaltersdorf bleibt vorne dabei

Den Gastgeber nahm Maucha dabei keineswegs auf die leichte Schulter. Gerade bei ruhenden Bällen und Einwürfen sah er die bekannten Stärken. „Jede Standardsituation im Angriffsdrittel ist immer gefährlich aufgrund ihrer Physis und weil der Tasic so weite Einwürfe hat“, sagte der Trainer über Wiesmath. Gleichzeitig meinte er aber auch, dass ihm diesmal etwas gefehlt habe, was er von dort sonst kennt. „Normalerweise wird dort jeder Zweikampf gefeiert, die Mannschaft ist komplett da. Heute war das nicht das Wiesmath, das ich von früher kenne“, meinte Maucha. Auch zur Leitung des Spiels fand er klare Worte und sprach dem Unparteiischen ein gutes Zeugnis aus. Bis auf eine Szene, in der er auf der anderen Seite eine ähnliche Situation gesehen haben wollte, sah er wenig Anlass für Diskussionen. „Im Großen und Ganzen war der Schiedsrichter top.“ Für Oberwaltersdorf steht unter dem Strich damit ein Auswärtssieg, der nach Rückstand zustande kam und die Mannschaft mit 17 Punkten weiter im Spitzenfeld der Liga hält.

1. Klasse Süd: Wiesmath : Oberwaltersdorf - 2:3 (1:0)

  • 75
    Berke Kuvvet 2:3
  • 74
    Berke Kuvvet 2:2
  • 65
    Josef Schwarz 2:1
  • 54
    Benjamin Supper 1:1
  • 23
    Andras Stieber 1:0