Im Kellerduell der 1. Klasse Süd hat sich der ASC Leobersdorf am Freitag im eigenen Stadion gegen den USC Wampersdorf mit einem 0:0 begnügen müssen. Für die Gastgeber fühlte sich der Punkt am Ende aber nicht wie ein kleiner Erfolg an. Sportlicher Leiter Milos Zivojinovic sprach von einem insgesamt verdienten Sieg, den seine Mannschaft vor allem nach der Pause liegen ließ.

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Zivojinovic beschrieb die Partie zunächst als das erwartete enge Duell im Tabellenkeller. „In der ersten Halbzeit war es ein ausgeglichenes Spiel. Es war ein Kellerduell mit viel Kampf, viel Leidenschaft und vielen guten Zweikämpfen“, sagte der Leobersdorfer Funktionär. Aus seiner Sicht kam seine Mannschaft gut hinein, hatte gefühlt mehr Ballbesitz und das Spiel etwas mehr unter Kontrolle. Zur Pause stand es folgerichtig 0:0. Nach Seitenwechsel sah Zivojinovic seine Elf dann aber klar näher am Sieg. „In der zweiten Halbzeit hätten wir uns den Sieg auf jeden Fall verdient gehabt“, meinte er und verwies auf das deutliche Plus an Torchancen, das am Ende trotzdem ohne Ertrag blieb.
Gerade in den Offensivaktionen sah Leobersdorf das Problem nicht in der Entstehung, sondern im letzten Schritt. Immer wieder kam der Gastgeber laut Zivojinovic sauber von hinten nach vorne und wurde vor allem dann gefährlich, wenn flach kombiniert wurde. „Wenn wir flach nach vorne gekommen sind, war es immer gefährlich“, sagte er. Besonders Grigorios Pegios tauchte dabei mehrmals in aussichtsreichen Situationen auf, doch aus Leobersdorfer Sicht erwischte der Wampersdorfer Tormann einen starken Abend. „Er hat viele Eins-gegen-Eins-Situationen super gelöst und gut im Rauslaufen agiert“, erklärte Zivojinovic. Genau darin lag für ihn auch der Hauptgrund, warum es bis zum Schlusspfiff beim torlosen Remis blieb: „Wir müssen unsere Torchancen machen. Die Chancen, die wir uns erarbeiten, müssen wir auch verwerten.“
Was die Leistung seiner eigenen Mannschaft betrifft, nahm Zivojinovic trotz des verpassten Sieges auch Positives mit. „Wir waren deutlich kompakter als in den letzten Wochen“, sagte er und hob hervor, dass in den Zweikämpfen mehr Feuer zu sehen gewesen sei und Leobersdorf auch bei den zweiten Bällen präsenter wirkte. Dazu kam, dass hinten endlich wieder die Null stand. „Unsere Abwehr ist gut gestanden. Unser Tormann hat einen guten Tag erwischt“, so der Sportliche Leiter. Auch den Gegner stellte er nicht klein. Wampersdorf habe gut gefightet und sich „in jeden Zweikampf geworfen“. Unterm Strich blieb deshalb ein Punkt, der im Abstiegskampf zwar zählt, sich für Leobersdorf aber trotzdem bitter anfühlte: „Für uns sind es eher zwei verlorene Punkte als ein gewonnener. Wenn wir weiterhin defensiv stabil stehen, ist in den letzten Spielen noch einiges möglich.“