In der 1. Klasse Süd hat SC Pfaffstätten am Samstag daheim gegen SK Raika Wiesmath eine bittere 0:1-Niederlage hinnehmen müssen. Ein Gegentor nach einem Corner, zwei große Möglichkeiten für die Gastgeber und viel Aufwand nach der Pause bestimmten den Nachmittag. Trainer Thomas Markytan sprach danach von einer „großen Enttäuschung“ und machte vor allem fehlende Abgeklärtheit und Spielintelligenz als Grund für den verpassten Ertrag aus.

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Aus Pfaffstättner Sicht begann die Partie mit genau jener Szene, die Thomas Markytan später als ersten Knackpunkt nannte. „Entscheidend war sicher die erste Torchance, wo wir alleine auf den Tormann laufen und den Ball nicht ins Tor bringen“, sagte der Trainer. Statt einer möglichen Führung liefen die Hausherren wenig später einem Rückstand nach. In der 16. Minute fiel das 0:1 nach einem Corner, bei dem Pfaffstätten laut seinem Coach „wieder einmal die Zuordnung verloren“ habe. Josef Schwarz nutzte das zur Führung für Wiesmath. Kurz vor der Pause bot sich den Gastgebern noch einmal eine sehr große Möglichkeit, doch auch da war der Gäste-Tormann zur Stelle. Viel mehr klare Höhepunkte waren aus Sicht des Pfaffstätten-Trainers in dieser Partie ohnehin nicht zu sehen, deshalb wogen die vergebene Anfangschance und die Möglichkeit vor der Halbzeit umso schwerer.
Was Markytan nach dem Schlusspfiff besonders beschäftigte, war weniger der reine Aufwand seiner Mannschaft als das, was in den entscheidenden Momenten fehlte. „Wille, Leidenschaft, Einsatz das will ich gar nicht absprechen. Das war da“, stellte er klar und machte damit zugleich deutlich, dass er seinem Team nicht den Einsatz absprechen wollte. Gerade deshalb fiel seine Analyse deutlich aus. „Was gefehlt hat, war Spielintelligenz. Abgeklärtheit, das sind die Tugenden, die uns gefehlt haben.“ Der Pfaffstättner Trainer unterschied dabei auch zwischen den beiden Hälften. In der ersten Halbzeit sei der Aufwand geringer gewesen, nach dem Seitenwechsel habe seine Mannschaft „extrem viel Aufwand“ betrieben. Am Ergebnis änderte das aber nichts, weil Wiesmath den Vorsprung mit großem Willen verteidigte und Pfaffstätten vorne trotz aller Bemühungen kein Tor mehr fand.
Dass Pfaffstätten trotz allem bis zuletzt an etwas Zählbares glaubte, wollte Markytan seiner Mannschaft ausdrücklich zugutehalten. „Positiv war, dass wir bis zum Schluss daran geglaubt haben, das Spiel drehen zu können, und extrem viel investiert haben, aber halt nicht belohnt worden sind“, sagte er. Genau daraus speist sich auch die große Enttäuschung über dieses 0:1, weil aus Sicht der Gastgeber zumindest ein Treffer möglich gewesen wäre. Stattdessen bleibt eine Niederlage stehen, die auch in der Tabelle weh tut: Nach zehn Runden hält Pfaffstätten bei neun Punkten und liegt damit auf Rang elf, Wiesmath hat nun zehn Zähler auf dem Konto. Für den SC bleibt nach diesem Nachmittag vor allem eine klare Erkenntnis: In den entscheidenden Szenen muss die Mannschaft ruhiger, klarer und konsequenter werden, damit solcher Aufwand künftig nicht wieder ohne Ertrag bleibt.