Spielberichte

„Das 1:0 war sicher hilfreich“ – Hatzl über einen Sieg mit langem Anlauf

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SV Weikersdorf
Oberwaltersdorf

In der 1. Klasse Süd hat SV Weikersdorf am Samstag ein 2:1 gegen ASK Oberwaltersdorf geholt, musste dafür aber deutlich mehr Geduld aufbringen, als es das Ergebnis zunächst vermuten lässt. Trainer Wolfgang Hatzl sah den Knackpunkt in den beiden Treffern seines Teams: Weikersdorf tat sich lange schwer, war am Ende aber „offensiv gefährlicher“ und brachte den Vorsprung trotz einer hektischen Schlussphase über die Zeit.

Fußball beim Schuss

Foto von (Augustin-Foto) Jonas Augustin auf Unsplash

Geduld bis Cerny den Bann brach

Weikersdorf hatte zwar am Ende drei Punkte in der Hand, doch Hatzl sprach nach dem Schlusspfiff nicht von einem Heimsieg, der von Anfang an leicht ausgesehen hätte. „Entscheidender Moment waren sicher die beiden Tore“, sagte der Trainer und schob gleich nach, warum seine Mannschaft vorher viel Arbeit hatte: „Wir haben uns lange schwergetan gegen Oberwaltersdorf, das defensiv gut gestanden ist und gut organisiert war.“ Genau das war aus seiner Sicht das große Thema der ersten Halbzeit. Die Gastgeber hatten Mühe, echte Torgefahr zu erzeugen, weil die Gäste kompakt standen und auch mit dem Ball immer wieder Lösungen fanden. Umso wichtiger war aus Weikersdorfer Sicht das 1:0 in der 37. Minute. Mario Cerny wurde nach Hatzls Schilderung von Marco Dominkus im Strafraum gut freigespielt und schoss zur Führung ein. „Das 1:0 durch Mario Cerny in der 37. Minute war sicher hilfreich“, sagte der Trainer, weil sein Team bis zu diesem Moment viel Geduld gebraucht hatte.

Das 2:0 brachte Luft, das 2:1 wieder Spannung

Mit dem 1:0 zur Pause hatte Weikersdorf die Grundlage gelegt, richtig Ruhe kam aber erst kurz nach dem Seitenwechsel auf. In der 49. Minute erhöhte der SV auf 2:0, und auch diesen Treffer ordnete Hatzl als Schlüsselmoment ein. Nach seiner Beschreibung leitete Andreas Gruber die Aktion mit einem Pass in die Tiefe auf Marco Dominkus ein, dessen Hereingabe schließlich bei einem Klärungsversuch von Raffael Klauninger im eigenen Tor landete. Danach wurde das Spiel für die Gastgeber offener, und Hatzl sah gerade in dieser Phase mehr Möglichkeiten für seine Mannschaft. „Wir haben 75 Minuten sehr geduldig gespielt“, sagte er. Nach dem 2:0 sei es speziell besser geworden, Weikersdorf habe noch einige gute Chancen gehabt und hätte auf 3:0 stellen können. Genau das passierte aber nicht, und damit blieb Oberwaltersdorf in der Partie.

Zu hektisch in der Schlussphase, aber verdient vorne

Spannend wurde es noch einmal, als Oberwaltersdorf in der 75. Minute auf 1:2 verkürzte. Nico Kusch traf, nachdem Weikersdorf laut Hatzl zunächst einen Ballverlust hatte und dann ein „unnötiges Elfmeter-Foul“ beging. Der Trainer sprach davon, dass sein Team damit „quasi aus dem Nichts“ den Anschlusstreffer kassierte. Von diesem Moment an geriet der Heimsieg noch ins Wanken, auch wenn Hatzl betonte, dass die Gäste keine wirklich effektiven Torchancen mehr hatten. „Dann waren wir in der Schlussphase ein bisschen zu hektisch“, sagte er. Gleichzeitig ließ Weikersdorf die Möglichkeit liegen, über Konter für die Vorentscheidung zu sorgen. Hatzl nannte dabei Chancen über Maximilian Rottensteiner und Niklas Fischer, die ungenützt blieben. Trotzdem fiel sein Gesamturteil klar aus: „Der entscheidende Unterschied war, dass wir offensiv gefährlicher waren.“ So blieb es beim 2:1, mit dem Weikersdorf in der Tabelle bei 24 Punkten hält und Rang zwei hält.

1. Klasse Süd: Weikersdorf : Oberwaltersdorf - 2:1 (1:0)

  • 75
    Nico Kusch 2:1
  • 49
    Eigentor durch Raffael Klauninger 2:0
  • 37
    Mario Cerny 1:0