In der 1. Klasse Süd hat sich SV Bad Erlach gegen USV Scheiblingkirchen II mit 1:0 durchgesetzt. Entscheidend war ein früher Treffer nach der Pause, doch Mario Pürrer wollte den Heimsieg nicht schönreden. Der Trainer sah vor der Halbzeit auf beiden Seiten wenig Zwingendes, freute sich über das deutlich bessere Auftreten nach Wiederbeginn und sprach trotz des Dreiers klar von „Luft nach oben“.

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Mario Pürrer musste nach dem Schlusspfiff nicht lange überlegen, wie er die erste Halbzeit einordnet. „Von beiden Seiten war wenig Offensivaktion, nichts Zwingendes dabei“, sagte der Trainer und traf damit den Charakter dieser 45 Minuten ziemlich genau. Bad Erlach ließ zwar kaum etwas zu und ging mit einem 0:0 in die Pause, zufrieden war er mit dem eigenen Spiel aber trotzdem nicht. Vor allem in der Offensive fehlte ihm das, was unter der Woche besprochen worden war. „Wir haben unseren Matchplan in der Offensive nicht auf den Platz bekommen“, erklärte Pürrer. Gerade bei den Laufwegen, bei den Bewegungen in die Tiefe und über die Seite habe seine Mannschaft deutlich mehr gebraucht, um Scheiblingkirchen wirklich unter Druck zu setzen. So blieb zumindest vor der Pause vor allem die Defensivarbeit ein positiver Punkt. „Wir haben nicht viel zugelassen, sehr wenig“, sagte der Coach, auch wenn er selbst dort noch Luft nach oben sah.
Der entscheidende Abschnitt begann dann unmittelbar nach Wiederbeginn, und genau diesen Start in die zweite Hälfte hob Pürrer besonders hervor. „Wir sind energischer und dynamischer rausgekommen“, sagte er, und diesmal zeigte sich das sofort auch im Spiel. Bad Erlach kam besser in die Zweikämpfe, war vorne aktiver und setzte gleich die ersten Offensivaktionen. In der 47. Minute belohnte sich die Mannschaft dann mit dem 1:0 durch Fabio Blazanovic. Für den Trainer war das kein Zufall, sondern die logische Folge der deutlich besseren Phase direkt nach der Pause. „Wir sind zu Chancen gekommen und haben verdient das 1:0 gemacht“, meinte Pürrer. Noch dazu war der Gastgeber dicht am zweiten Treffer dran. „Gleich darauf hatten wir die große Chance auf das 2:0 und haben an die Stange geschossen“, berichtete er. Auch weitere Möglichkeiten waren da, sodass Bad Erlach in dieser Phase klar näher am Nachlegen als der Gegner am Ausgleich war.
Ganz ruhig wurde der Nachmittag für Bad Erlach aber nicht mehr. Pürrer störte vor allem, dass seine Mannschaft in der Schlussphase wieder zu tief wurde und damit Scheiblingkirchen zurück ins Spiel brachte. „In der letzten Viertelstunde sind wir mehr in die Defensive gerückt, das hat mir nicht gefallen, und natürlich war das Glück auch auf unserer Seite“, sagte der Trainer offen. Dadurch hatten die Gäste mehr Spielanteile und kamen auch noch zu der einen oder anderen Möglichkeit. Am Ende blieb es aber beim knappen 1:0, und dieser Heimsieg hat in der engen oberen Tabellenhälfte durchaus Gewicht: Bad Erlach hält nach zwölf Runden bei 22 Punkten und bleibt damit vor Scheiblingkirchen. Zufrieden zurücklehnen wollte sich Pürrer trotzdem nicht. „Trotzdem Sieg, trotzdem Dreier, ist Luft nach oben“, stellte er klar. Der Blick geht bereits weiter nach Wiesmath, wo er von seiner Mannschaft diesmal ein anderes Gesamtbild sehen will. Nach den schwächeren ersten Hälften gegen Pitten und nun gegen Scheiblingkirchen fordert er, „über 90 Minuten den Matchplan umzusetzen“. Auch zum Unparteiischen fand Pürrer klare Worte und bescheinigte dem Schiedsrichter eine „gute Leistung“.