Spielberichte

„Wir waren zu undiszipliniert“ – Leobersdorf gibt nach 2:1 das Spiel noch aus der Hand

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ASK Trumau
ASC Leobersdorf

In der 1. Klasse Süd hat der ASK Trumau den ASC Leobersdorf mit 4:2 besiegt. Für die Gäste war es eine Niederlage, die Milos Zivojinovic vor allem mit fehlender Disziplin und falschen Entscheidungen erklärte. Dabei lag Leobersdorf nach der Pause sogar 2:1 vor und spielte lange gegen zehn Trumauer, brachte diesen Vorteil am Ende aber nicht über die Zeit.

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Foto: Pixabay

Ausgleich, Überzahl, Führung – und am Ende doch leer ausgegangen

Der Spielverlauf gab aus Sicht der Gäste lange Anlass, auf etwas Zählbares zu hoffen. Trumau ging in der 8. Minute durch Stefan Hoppel mit 1:0 in Führung, Leobersdorf fand aber zurück und kam in der 36. Minute durch Nihat Güzel zum 1:1. Kurz vor der Pause wurde es dann für die Gastgeber noch schwieriger, weil Fabio Zimmermann in der 42. Minute die Rote Karte sah. Mit dem 1:1 zur Halbzeit war die Ausgangslage für Leobersdorf also eigentlich günstig. Nach dem Seitenwechsel brachte erneut Güzel seine Mannschaft in der 59. Minute mit 2:1 nach vorne. Trotzdem drehte die Partie wieder. Efe Ertekin glich in der 71. Minute zum 2:2 aus, zwei Minuten später musste dann auch Lirim Hamzaj mit Rot vom Platz. Von da an waren beide Teams nur noch zu zehnt unterwegs, und in der Schlussphase machte Trumau den Umschwung durch Nils Berger in der 82. Minute und Maximilian Seidl in der 89. Minute endgültig perfekt.

Zivojinovic spart nicht mit Kritik an der eigenen Mannschaft

Entsprechend deutlich fiel die Einordnung von Milos Zivojinovic nach dem Schlusspfiff aus. „Für mich und für den ganzen Verein war das sehr enttäuschend. Das war ein Spiel, das wir definitiv hätten gewinnen können“, sagte der sportliche Leiter. Noch klarer wurde er bei der Frage nach den Gründen für die Niederlage: „Leider waren wir viel zu undiszipliniert und haben viele falsche Entscheidungen getroffen, somit haben wir am Ende verdient verloren.“ Für ihn war genau das der rote Faden durch die ganze Partie. „Alles, was wir eigentlich besprochen haben, was wir nicht machen sollten, haben wir leider im Match getan“, erklärte Zivojinovic. Gerade deshalb schmerzte diese Niederlage aus Leobersdorfer Sicht besonders, weil die Mannschaft sich mit dem Ausgleich, der Überzahl vor der Pause und der Führung nach dem Seitenwechsel selbst in eine gute Position gebracht hatte, daraus aber nichts machte.

Nach der eigenen Roten Karte kippte die Partie endgültig

Zivojinovic machte auch einen Wendepunkt aus, ohne dabei dem Gegner etwas abzusprechen. „Ein großer Moment in der Partie war der Ausschluss in der ersten Halbzeit. Wobei man sagen muss, dass Trumau auch in Unterzahl super gut verteidigt hat“, meinte er. Noch schwerer wog für ihn dann aber der Platzverweis auf der eigenen Seite: „Nach dem Ausschluss von Lirim ist das Match leider total gekippt und wir haben nicht die Disziplin gehabt, um dagegenzuhalten.“ Dazu kam aus seiner Sicht, dass Trumau in den entscheidenden Phasen bissiger war. „Trumau war einfach bissiger, hat es auch in Unterzahl viel mehr gewollt als wir. Deswegen geht der Sieg für Trumau völlig in Ordnung“, sagte Zivojinovic. Den Schiedsrichter wollte er trotz einzelner umstrittener Entscheidungen ausdrücklich nicht als Erklärung heranziehen: „Die Niederlage geht ganz auf unsere Kappe.“

Ein bekanntes Muster bleibt das große Thema

Über das einzelne Spiel hinaus sprach Zivojinovic auch ein Problem an, das Leobersdorf in dieser Saison schon länger begleitet. „Die Körpersprache war einfach nicht genug. Ich will den Einsatz nicht absprechen, aber uns fehlt da einfach die Routine, dass wir solche Spiele für uns entscheiden können zurzeit“, sagte er. Genau das zeigte sich auch diesmal wieder, weil die Gäste nach dem 2:1 nicht die Ruhe und Klarheit fanden, um den Vorsprung zu verwalten oder zumindest über die Zeit zu bringen. „Es ist in der Meisterschaft dieses Jahr häufig so, dass wir sehr gute Phasen haben, wo wir auch in Führung gehen, aber wir schaffen es einfach nicht, eine Führung übers Ziel zu bringen“, fasste Zivojinovic zusammen. Für Leobersdorf bleibt nach dieser 2:4-Niederlage daher weniger das Ergebnis allein hängen als vielmehr die Erkenntnis, dass gute Phasen und sogar eine Führung im Moment noch nicht reichen, wenn Disziplin, Routine und Konsequenz am Ende fehlen.

1. Klasse Süd: Trumau : Leobersdorf - 4:2 (1:1)

  • 89
    Maximilian Seidl 4:2
  • 82
    Nils Berger 3:2
  • 71
    Efe Ertekin 2:2
  • 59
    Nihat Güzel 1:2
  • 36
    Nihat Güzel 1:1
  • 8
    Stefan Hoppel 1:0