In der 1. Klasse Süd hat die SVg Pitten beim SC Berndorf einen 0:1-Rückstand noch in einen 2:1-Auswärtssieg gedreht. Nach einer ersten Hälfte, in der Abdullah Dzafo die Gastgeber in Führung brachte, legten die Gäste auf schwierigem Untergrund nach der Pause zu. Helmut Holzer sprach von einem "sehr zerfahrenen Spiel", in dem Pitten vor allem deshalb erfolgreich war, weil es im zweiten Durchgang mehr investierte.

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Holzer machte gleich klar, dass diese Partie nur bedingt nach normalen Maßstäben zu bewerten war. "Es war ein sehr zerfahrenes Spiel mit vielen Ballfehlern aufgrund der katastrophalen Platzverhältnisse, die ein Fußballspiel fast unmöglich machen", sagte der sportliche Leiter der Pittener. Genau so entwickelte sich auch die erste Hälfte: viele Zweikämpfe, wenig Rhythmus und kaum ein klarer Spielfluss. Berndorf kam mit den Bedingungen zunächst besser zurecht und ging in der 27. Minute durch Abdullah Dzafo mit 1:0 in Führung. Bis zur Pause blieb es dabei, weil die Gastgeber laut Holzer "sehr giftig und aggressiv" auftraten und den Gästen die Aufgabe zusätzlich erschwerten.
Dass Pitten trotz des Rückstands dann in der 2. Hälfte besser war, hing für Holzer vor allem mit dem Charakter seiner Mannschaft zusammen. Zwar sagte er offen: "Ich hatte bis zum Führungstreffer nie wirklich das Gefühl, dass das Spiel in unsere Richtung kippt, weil es auf diesem Platz durch die verspringenden Bälle ständig Ballfehler und kaum zusammenhängende Aktionen gab. Ausschlaggebend für den Sieg war, dass wir in der zweiten Hälfte ein bisschen mehr investiert haben", erklärte Holzer. Diese Steigerung spiegelte sich dann auch im Ergebnis wider: Stefan Mucalica traf in der 63. Minute zum 1:1, zehn Minuten später drehte Sarkis Saribekyan die Partie endgültig zum 2:1. Holzer ordnete den Erfolg trotzdem nüchtern ein: "Wir haben es geschafft, das Spiel umzudrehen, haben die angepeilten 3 Punkte geholt und Schwamm drüber."
Gerade deshalb fiel die Analyse nach dem Schlusspfiff ungewöhnlich zurückhaltend aus. Holzer wollte aus diesem Nachmittag keine großen Schlüsse ziehen. "Nach dem heutigen Spiel etwas zu analysieren, ist sehr schwierig", sagte er und verwies noch einmal auf die katastrophalen Platzverhältnisse. Flache Pässe seien kaum kontrollierbar gewesen, der Ball sei immer wieder versprungen, deshalb habe dieses Spiel nur wenig hergegeben, was sich sauber bewerten lasse. Umso höher bewertete er den Zusammenhalt seiner Mannschaft. "Die Mannschaft ist eine sehr gute Einheit und hat einen Top-Charakter", sagte Holzer. Auch für den Gegner fand er klare Worte: Berndorf kenne den Platz, sei "sehr giftig und aggressiv" gewesen und habe versucht, aus seinen Möglichkeiten Tore zu machen. Strittige Szenen sah er keine, zur Leistung des Schiedsrichters gab es für ihn "nichts zu sagen". Für Pitten zählt damit vor allem das Ergebnis: Aus einem 0:1 zur Pause wurde noch ein 2:1, und nach der 12. Runde bleibt die Mannschaft Tabellenführer.