In der 1. Klasse Waldviertel ordnet Jürgen Stundner, Obmann des USV Raxendorf, die Lage seines Vereins nach der Hinrunde und mitten in der Vorbereitung ein. Das Team hat bereits das dritte Testspiel hinter sich, der Konkurrenzkampf ist entfacht – und die Hierarchie greift: „Jeder will in der Kampfmannschaft spielen“, sagt Stundner. Trotz zahlreicher Ausfälle rückten in der ersten Saisonhälfte mehrere 16- bis 18‑Jährige in die Kampfmannschaft auf und überzeugten. Im Umfeld herrschen laut Stundner Zuversicht und Rückhalt; Raxendorf steht nach 13 Runden mit 20 Punkten auf Rang sechs und bereitet sich geschlossen auf ein enges Frühjahr vor.

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Die letzten Pflichtspiele vor der Winterpause zeichneten ein robustes Bild: Nach einer deutlichen Niederlage gegen USC Hartl Haus antwortete Raxendorf mit drei Siegen – gegen SV Albrechtsberg, bei Kautzen und gegen SV Kirchberg/Walde – ehe die Serie mit einer klaren Auswärtsniederlage bei USV Gastern endete. In der Tabelle zeigte die Kurve spürbar nach oben: Über die Runden arbeitete sich Raxendorf zeitweise bis auf Platz vier vor und geht nun als Sechster in die Vorbereitung.
Der Trend: stabil, mit Potenzial nach oben in einer Liga, die eng zusammengerückt ist. „Man sieht am Tabellenstand in der ersten Klasse Waldviertel: Es ist wirklich alles beieinander“, so Stundner, der betont, dass sich im Frühjahr „wahrscheinlich noch einiges ändern“ werde.
Sportlich prägt das Verletzungsthema die Saison – und gleichzeitig die Chance für Talente. „Obwohl wir so viele Verletzte gehabt haben, haben uns die 16‑, 17‑, 18‑Jährigen tadellos in der Kampfmannschaft unterstützt und sich hervorragend weiterentwickelt“, sagt Stundner. Der interne Wettstreit um die Leibchen wird von den Routiniers getragen: „Die Älteren unterstützen die jungen Spieler.“ Aus dem Umfeld kommen „nur positive Stimmen“, was Stundner auf eine klare Vereinsidentität zurückführt: „Wir sind ein Verein, wo Zusammenhalt ganz großgeschrieben ist.“
Personell gab es zudem Bewegung: Zwei Spieler kehrten zurück, zwei Legionäre wurden ausgetauscht. Gleichzeitig verstärkt ein neuer Co‑Trainer das Trainerteam und unterstützt sowohl die Kampfmannschaft als auch die U 23. Die Verletztenliste bleibt Thema, ist laut Stundner aber „im Rahmen“: Einige Akteure haben nach langen Ausfällen – unter anderem nach Bandscheibenvorfall oder Knieverletzungen – noch Trainingsrückstand und benötigen Zeit, um wieder vollständig einzusteigen. Im Vereinsgefüge gab es ebenfalls positive Impulse: Zwei junge Mitglieder erweitern den Vorstand und helfen nicht nur sportlich, sondern auch im operativen Ablauf.
Die Vorbereitung soll die Basis legen, um die enge Tabellensituation für sich zu drehen. „Wir sind gerade in der Vorbereitungsphase, die Jungen nehmen den Kampf toll an“, sagt Stundner. Intern setzt man auf klare, wiederkehrende Maßnahmen: Teambuilding, wöchentliche Teamgespräche und der Blick auf kurzfristige Schritte statt großer Versprechen. „Wir schauen wirklich von Woche zu Woche, wie wir uns stetig verbessern können.“ In einer Liga, in der zwischen Aufstiegsambitionen und Abstiegskampf wenig Abstand liegt, bleibt der Weg vorgezeichnet: kompakt bleiben, Chancen konsequent nutzen, die Rückkehrer integrieren und die Dynamik der Jugend tragen lassen.
Die jüngste Siegesserie zeigt, dass Raxendorf enge Spiele auf seine Seite ziehen kann – ein Plus, das im Frühjahr den Unterschied machen dürfte. Mit der Unterstützung des neuen Co‑Trainers im Trainerteam, der Rückkehr wichtiger Kräfte und einem klaren Zusammenhaltsprinzip will Raxendorf den nächsten Schritt gehen – nüchtern, fokussiert und mit dem Selbstverständnis einer Mannschaft, die ihren Kurs kennt.