Ein zähes Kräftemessen prägte den Abend in Waldhausen: In der 1. Klasse Waldviertel traf der 1. SV Appel Vitis auf den SV Waldhausen (NÖ). Co-Trainer Kevin Fasching ordnete die Partie klar als kampfbetont ein – mit wenigen klaren Möglichkeiten vor der Pause und einem veränderten Bild nach dem Seitenwechsel. Nach seiner Einschätzung hatte sein Team zunächst mehr Spielkontrolle, ehe Waldhausen im zweiten Abschnitt das Kommando übernahm. Beide Treffer fielen vom Punkt; der späte Ausgleich zum 1:1 passte in dieses umkämpfte Kräfteverhältnis. Die Punkteteilung bewertete er als gerecht. Mit Blick auf das nächste Duell kündigte er an: "Wir werden wieder am Platz brennen und natürlich alles für den Sieg tun."

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Fasching beschrieb einen Verlauf in zwei Akten: "In der ersten Halbzeit hatten wir deutlich mehr Ballbesitz, deutlich mehr Chancen, und nach der Pause hat sich das Spiel komplett gedreht – dann war eigentlich Waldhausen die spielführende Mannschaft." Zunächst trug Vitis das System gut: "In der ersten Halbzeit haben wir es relativ gut gemacht, ein paar Torchancen kreiert, wir waren die bessere Mannschaft; vom Spielsystem hat es super gepasst." Danach sei die Linie verlorengegangen: "In der zweiten Halbzeit, warum auch immer, hat sich das Spiel gedreht."
Ruhende Bälle bestimmten die Schlüsselszenen: "Standardsituationen haben das Spiel natürlich schon geprägt, wenn man sich ansieht, dass die zwei Tore durch Elfmeter gefallen sind." Für Vitis traf Dominik Sibal in der 45. Minute, für Waldhausen glich Daniel Gutmann in der 90. Minute zum 1:1 aus – Vitis war damit lange mit 1:0 in Führung. Dazu kamen zwei Platzverweise: Bei Waldhausen sah Julian Zellhofer Gelb-Rot (28.), bei Vitis musste Stefan Flicker mit Gelb-Rot vom Feld (71.). Eine Szene beurteilte Fasching so: "Der Platzverweis von Waldhausen war sicher eine harte Entscheidung, aber in gewisser Weise natürlich auch gerechtfertigt." Und zu einer weiteren strittigen Situation meinte er: "Bei der roten Karte von Stefan hat sich unser Spieler einfach ungeschickt angestellt. Da darf er sich einfach nicht auf solche Mätzchen mit dem Gegenspieler einlassen wegen eines Einwurfes."
Aus Vitis-Sicht war der zweite Durchgang ein Warnsignal: "Jeder Ball war ziemlich sofort ein Ballverlust. Haben keine Bälle gehalten. Ja, war ein ziemlich zerfahrenes Spiel unserer Seite." Personell wiegt der Abend nach: "Was halt bitter ist, dass wir jetzt zwei Spieler verloren haben durch Gelbsperren beziehungsweise Gelb-Rot-Sperren." Für das anstehende Spiel kündigte Fasching maximale Intensität an – mit der klaren Ansage, am Platz wieder zu brennen und alles für den nächsten Sieg zu investieren.