Im Duell der 1. Klasse Waldviertel zwischen dem SV Kirchberg/Walde und USV Kautzen entwickelte sich eine wechselhafte Partie, die zur Pause 2:0 stand und am Ende 2:2 endete. Daniel Glaser ordnete die Begegnung als offen ein, zugleich wegen schwieriger Platzverhältnisse kampfbetont, und hob die faire Atmosphäre hervor. Nach starker erster Halbzeit der Gastgeber fanden die Gäste nach dem Seitenwechsel besser hinein. Im Mittelpunkt der Nachbetrachtung stehen Effizienz, Umschalten und die Frage, warum eine komfortable Führung nicht hielt.
"Es war ein offenes Spiel mit vielen Aktionen. Die erste Halbzeit – inklusive Beginn der zweiten – gehörte Kirchberg, dann hat Kautzen besser ins Spiel gefunden und ist stärker geworden. Insgesamt war es eher kampfbetont, den schwierigen Platzverhältnissen geschuldet." Zum Ballbesitz fasste der Trainer zusammen: "Eher ausgeglichen – phasenweise Vorteile für uns, phasenweise für Kautzen."
Die Weichen stellte zunächst Kirchberg: Oleh Kvych traf binnen zwei Minuten in der 33. und 34. Minute zum 2:0 – der Pausenstand. Nach Wiederbeginn blieb die Entscheidung aus, obwohl weitere Chancen auf ein 3:0 vorhanden waren. In der Schlussphase drehte Kautzen auf: Daniel Semper verkürzte in der 81. Minute auf 2:1, Daniel Kainz stellte in der 83. Minute auf 2:2. Zur Wende sagte Glaser: "Ein abgefälschter Schuss führte zu einem blöden Tor – das wirkte fast wie ein Eigentor und hat uns aus dem Rhythmus gebracht."
Im Verhalten nach Ballgewinnen und -verlusten sah Glaser viel Gutes: "Bei Ballgewinn haben wir das Spiel schnell gemacht und das Umschaltspiel forciert. Bei Ballverlust haben wir die Positionen rasch wieder eingenommen und zurückgeschoben. Im Großen und Ganzen war das okay – abgesehen von einigen Szenen, die im Fußball normal sind." Diskussionswürdige Situationen blieben aus; die Partie verlief insgesamt fair. Für die nächste Woche lautet die Lehre, Führungen konsequenter zu behaupten, Ruhe zu bewahren und solche Spiele über die Zeit zu bringen.