Spielberichte

Stefan Erlebach (Trainer SV Albrechtsberg): „Die schlechtere Mannschaft hat heute gewonnen“

USC Schweiggers
SV Albrechtsberg

In der 1. Klasse Waldviertel trafen der USC Schweiggers und der SV Albrechtsberg aufeinander – am Ende stand ein 1:0 für die Hausherren. Zur Pause hieß es 0:0, die Entscheidung fiel spät: Patrick Bruckner traf in Minute 80. Für Gästecoach Stefan Erlebach war es eine unglückliche Niederlage: „Wir waren die bessere Mannschaft und haben die Chancen nicht genutzt.“ Aus seiner Sicht blieb in der Nachspielzeit zudem ein Elferpfiff aus – besonders bitter nach viel investierter Arbeit.

Fußballtor

Foto von Mike Robinson auf Unsplash

Geduldspiel bis zum späten Bruckner-Tor

Die Partie begann eng und intensiv. Viele Zweikämpfe, wenig klare Abschlüsse – zur Halbzeit stand folgerichtig ein 0:0 auf der Tafel. Aus Gästesicht lief es dennoch in die richtige Richtung. „Wir waren eigentlich die bessere Mannschaft und hatten einige gute Chancen. Wir haben das Spielgeschehen gut im Griff gehabt“, erklärte Stefan Erlebach nach dem Schlusspfiff. Schweiggers suchte geduldig seinen Moment – und fand ihn spät: In der 80. Minute schlug Patrick Bruckner zu und stellte auf 1:0. Erlebach ordnete die Szene so ein: „Der Bruckner hat von halb links in den rechten Winkel getroffen. Ein super Weitschuss.“ Albrechtsberg warf danach alles nach vorne, kam aber nicht mehr zum Ausgleich. In der Nachspielzeit forderten die Gäste einen Strafstoß nach einem Foul an Lukas Kania, der Unparteiische ließ weiterlaufen – sehr zum Ärger der Auswärtsbank.

„Knackpunkt war der Weitschuss“ – Erlebach zwischen Ärger und Anerkennung

Der Tenor des Albrechtsberger Trainers war klar: „Der Knackpunkt war auf alle Fälle der Weitschuss vom Bruckner. Wir waren die spielbestimmende Mannschaft, haben unsere Chancen aber nicht gut zu Ende gespielt.“ Besonders haderte er mit den Elfer-Szenen: „In der ersten Halbzeit war Elfmeter-Alarm – kann man geben, muss man nicht. In der Nachspielzeit war es für mich ein ganz klares Foul an Lukas Kania. Da gibt’s aus meiner Sicht keine zweite Meinung.“ Gleich darauf schob Erlebach aber eine faire Einordnung hinterher: „Prinzipiell war der Schiedsrichter sehr gut. Ärgerlich ist es für uns trotzdem.“ Und er verteilte Respekt an die Gastgeber: „Kompliment an Schweiggers. Sie haben brav gekämpft und wollten unbedingt zumindest einen Punkt. Dass es drei wurden, ist für sie umso schöner. Für uns sehr bitter.“

Hinten sicher, vorne ohne Ertrag – und der Blick nach vorne

Inhaltlich hob Erlebach vor allem die Stabilität seiner Mannschaft hervor: „Wir haben das Spiel sehr gut in der Hand gehabt und hinten eigentlich keine Chance zugelassen – bis auf den einen Weitschuss. Schweiggers hat nicht viel Torgefahr ausgestrahlt.“ Genau dort sah er den Unterschied: „Wir hatten unsere Möglichkeiten, haben aber nicht gut zu Ende gespielt.“

Der Befund passt auch zur Tabellensituation: Schweiggers rangiert nach 20 Runden mit 27 Punkten im soliden Mittelfeld, Albrechtsberg hält bei 25 Zählern und liegt knapp dahinter. Der Plan für die kommenden Wochen ist damit vorgegeben: an der Effizienz arbeiten, sich für den Aufwand wieder belohnen und die gute Defensivbasis mit mehr Durchschlagskraft im letzten Drittel verbinden.

1. Klasse Waldviertel: Schweiggers : Albrechtsberg - 1:0 (0:0)

  • 80
    Patrick Bruckner 1:0