Spielberichte

Gerd Hofbauer (Trainer USV Raxendorf): "Zweite Halbzeit waren wir klar überlegen"

USV Brand-Nagelberg
USV Raxendorf

In der 1. Klasse Waldviertel gastierte der USV Raxendorf beim USV Brand-Nagelberg und nahm mit einem klaren 1:4-Erfolg drei Punkte mit. Raxendorf führte zur Pause 0:1 und legte nach dem Seitenwechsel kaltschnäuzig nach. Trainer Gerd Hofbauer sprach von einem schweren Auswärtsspiel gegen einen Gegner im Abstiegskampf – und von einer eigenen Elf, die „physisch stark“ war und sich in Hälfte zwei „klar überlegen“ präsentierte. Ein sehenswerter Weitschuss der Hausherren blieb letztlich nur Ergebniskosmetik.

Blauer Fußball und blauer Fußballschuh

Foto von Janosch Diggelmann auf Unsplash

Führung per Elfer in der Nachspielzeit – offener erster Durchgang

Raxendorf hatte vor dem Anpfiff viel Respekt. „Von Beginn an war klar, dass das in Brand ein ganz schweres Auswärtsspiel wird. Für Brand-Nagelberg ging es um alles gegen den Abstieg“, meinte Hofbauer und verteilte gleich „ein Kompliment an den Gegner“ mit „starken Legionären“. Auf dem Platz zeigte sich das zunächst deutlich: „Die erste Halbzeit war relativ offen, mit Chancen für Brand, aber auch guten für uns.“ Kurz vor dem Pausenpfiff kippte die Partie zugunsten der Gäste: Der Strafstoß wurde in der 45.+1 Minute von Marek Pittner zum 0:1 verwandelt – „der Elfmeter war glasklar“, so der Trainer. Mit dieser knappen, aber aus seiner Sicht verdienten Führung ging es in die Kabinen.

Druckphase nach Wiederbeginn, eiskalte Gäste – Brand gelingt nur ein Kunstschuss

Nach dem Seitenwechsel kam Raxendorf „sehr gut aus der Kabine“, wie Hofbauer betonte. „Wir hatten gleich die Riesenchance aufs 2:0 – wenig später haben wir es gemacht.“ In Minute 55 stellte Jakub Byma auf 0:2 und gab den Gästen zusätzliche Sicherheit. Brand-Nagelberg meldete sich dennoch zurück: Jindrich Kucera traf in der 67. Minute mit einem „sehr sehenswerten Schuss von fast 50 Metern“, wie Hofbauer anerkennend schilderte. „Das hat uns aber nicht aus dem Konzept gebracht.“ Im Gegenteil: Raxendorf blieb am Drücker und spielte die eigene Qualität konsequent aus. Jakub Kosorin erhöhte in der 77. Minute auf 1:3, Martin Jurina setzte in der 87. Minute den Schlusspunkt zum 1:4. „Zweite Halbzeit waren wir klar überlegen und hätten noch drei, vier Tore schießen können. Physisch waren wir bei den heißen Temperaturen stark“, fasste der Coach zusammen.

Rotation zahlt sich aus: stabile Abwehr, starkes Kollektiv – Lob für Gegner und Schiedsrichter

Hofbauer hob neben der Effizienz auch die Balance seines Teams hervor. „Wir konnten im Vergleich zur Vorwoche rotieren und einen frischen Verteidiger bringen. Unsere Abwehr hat souverän gespielt und wenig zugelassen“, erklärte er. Lediglich bei Standards sei Brand-Nagelberg „immer gefährlich“ gewesen, im offenen Spiel habe Raxendorf vieles unterbunden – auch den Plan der Hausherren, „über ihre Nummer 17 den Spielmacher zu suchen und den starken Stürmer einzusetzen“. Offensiv vertraut Hofbauer auf die eigene Mischung: „Wir wissen, dass wir mit unseren Legionären vorne Qualität haben, aber ich möchte auch die Eigenbauspieler hervorheben, die Woche für Woche alles geben.“ Auch den Unparteiischen lobte er: „Der Schiedsrichter hat gut gepfiffen, der Elfer war glasklar.“ Mit dem Auswärtssieg steht Raxendorf mit 31 Punkten weiterhin gut da, während Brand-Nagelberg mit 15 Zählern im Tabellenkeller bleibt – und dennoch den Respekt der Gäste für eine engagierte Leistung bekam. „Unterm Strich war es aufgrund der zweiten Halbzeit ein sehr verdienter Sieg“, so Hofbauer.

1. Klasse Waldviertel: Brand-Nagelberg : Raxendorf - 1:4 (0:1)

  • 87
    Martin Jurina 1:4
  • 77
    Jakub Kosorin 1:3
  • 67
    Jindrich Kucera 1:2
  • 55
    Jakub Byma 0:2
  • 46
    Marek Pittner 0:1