In der 1. Klasse Waldviertel unterlag der SCU Koller Nondorf dem USV Kautzen deutlich mit 1:5 (0:1). Nondorf startete gut, verpasste die Führung und kassierte in der ersten Hälfte den Rückstand. Kurz nach dem Wechsel kippte die Partie mit zwei schnellen Treffern der Gäste. Trainer Manuel Haider sprach von fehlender Konsequenz im Abschluss und einem abgeklärten Gegner: "Sie waren heute eiskalt vorm Tor." Damit bleibt für Nondorf ein bitterer Nachmittag, während Kautzen effizient zuschlug.

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Von Beginn an hatte Nondorf viel vom Spiel, suchte den Weg nach vorne und kam zu den ersten Gelegenheiten. Manuel Haider schilderte es so: "Wir sind gut reingekommen und hatten gleich ein paar Chancen, die wir leider wieder nicht nutzen konnten." In einer ausgeglichenen ersten Hälfte ging jedoch Kautzen in Führung: In Minute 18 traf Daniel Semper zum 0:1. Haider sprach von einem "Direkt-Eckball" in der ersten Hälfte, der sein Team hart traf. Fest steht: Mit dem Rückstand im Rücken ging es in die Kabinen, das 0:1 zur Halbzeit war aus Nondorfer Sicht angesichts des Aufwandes ärgerlich, zumal die Gastgeber bis dahin das aktivere Team waren, sich aber nicht belohnten.
Nach dem Seitenwechsel erwischte Kautzen die Hausherren eiskalt. "Wir hatten uns vorgenommen, sie gleich nach der Halbzeit unter Druck zu setzen, und dann kassieren wir zwei schnelle Konter – da ist die Partie schnell in eine Richtung gekippt", ärgerte sich Haider. Oliver Semper erhöhte in der 48. Minute auf 0:2 und legte in der 54. zum 0:3 nach. Nondorf gab trotzdem nicht auf und meldete sich durch Matej Ríha in Minute 65 mit dem 1:3 zurück. "Wir hätten da vielleicht wieder in die Partie reinkommen können", meinte der Coach. Doch Kautzen blieb abgebrüht: Semper schnürte mit dem 1:4 in der 80. seinen Dreierpack, Roland Weiss setzte in der 84. zum 1:5 den Schlusspunkt.
Haider suchte die Gründe nicht lange: "Uns fehlt im Moment die Konsequenz und vielleicht auch das nötige Glück vorm Tor, damit wir unsere Chancen in Tore ummünzen." Den Gegner lobte er für dessen Plan: "Kautzen stand sehr kompakt, hat uns den Ball überlassen und uns mit schnellen Leuten eiskalt ausgekontert." Auch zum Unparteiischen fand der Trainer klare Worte: "Im Großen und Ganzen kann man zufrieden sein, der Schiedsrichter hatte am Ende des Tages keine Auswirkung auf das Spiel." Der Unterschied war für ihn eindeutig: "Sie waren einfach eiskalt vorm Tor – wir nicht." In der Tabelle hält Nondorf nach 20 Runden bei 34 Punkten auf Rang zwei, Kautzen bei 26 Zählern.