In der 1. Klasse Waldviertel hat sich USV WFLG Raxendorf am Freitagabend mit 2:0 gegen ESV Schwarzenau durchgesetzt. Für Trainer Michael Böhm war der Sieg über die gesamten 90 Minuten verdient, weil seine Mannschaft aus seiner Sicht klar überlegen war, mehr investierte und den Gästen kaum etwas anbot. Ein frühes Tor von Roland Gerebenits und ein später Elfmeter von Martin Jurina sorgten für einen Heimsieg, der laut Böhm nie wirklich in Gefahr geriet.
Raxendorf war nach den Worten seines Trainers vom Anpfiff weg die tonangebende Mannschaft. Michael Böhm fasste den Verlauf entsprechend klar zusammen: „Wir waren von Anfang bis zum Schluss klar überlegen. Schwarzenau hat keine einzige Torchance gehabt.“ Diese Einschätzung zog sich auch durch die Partie. Schon in der 9. Minute ging die Heimelf in Führung, und auch dieses 1:0 schilderte der Trainer sehr konkret. Martin Jurina zog vor dem Sechzehner ab, der Tormann konnte den Ball nur nach vorne abwehren und Roland Gerebenits stand richtig, um den Abpraller zum frühen 1:0 zu verwerten. Damit war Raxendorf rasch auf Kurs, ohne sich allerdings frühzeitig entscheidend abzusetzen. Zur Pause blieb es beim 1:0, obwohl die Gastgeber laut Böhm genügend Möglichkeiten hatten, mehr daraus zu machen.
Gerade in dieser Phase lag für Böhm auch der Knackpunkt, warum das Ergebnis enger wirkte, als es das Spiel seiner Meinung nach tatsächlich war. „Wir haben, glaube ich, Torchancen für fünf Match gehabt“, sagte der Raxendorfer Trainer und machte damit deutlich, wie viele Möglichkeiten seine Mannschaft liegen ließ. Besonders wichtig war ihm dabei der Hinweis, dass sein Team nach der Führung nicht sofort das zweite Tor nachlegte. „Nur haben wir nach dem 1:0 versäumt, das 2:0 nachzulegen“, erklärte Böhm. Trotzdem stellte er ebenso klar, dass ihn der Spielverlauf nie an einem Heimsieg zweifeln ließ: „Aber es war nie gefährdet, dass wir das Spiel verlieren.“ Als Gründe dafür nannte er vor allem die Basics, die im Unterhaus oft den Unterschied machen. „Der Einsatzwille, die Laufbereitschaft und in den entscheidenden Momenten im Zweikampf waren wir einfach klar besser und darum haben wir auch das Spiel gewonnen“, sagte Böhm. Genau dieses Bild wollte er auch dem Gegner gegenüber nicht groß ausschmücken, sondern brachte es knapp auf den Punkt: „Es genügt eh schon, wenn der Gegner in 90 Minuten keine einzige klare Torchance gehabt hat.“
Dass es bis in die Schlussphase hinein beim knappen Vorsprung blieb, änderte aus Sicht des Trainers nichts an der Kontrolle seiner Mannschaft. Das 2:0 fiel schließlich in der 77. Minute und entstand nach jener Szene, die Böhm ebenfalls schilderte. Jakub Kosorin bekam auf der rechten Seite den Ball, ließ einen Gegenspieler aussteigen und wurde dann im Sechzehner gefoult. Den fälligen Strafstoß verwandelte Martin Jurina sicher zum Endstand. Böhm erwähnte darüber hinaus auch noch eine Szene, über die aus seiner Sicht gesprochen werden könne: „Man kann darüber diskutieren, dass wir in der ersten Halbzeit wahrscheinlich noch zwei Elfmeter hätten kriegen müssen. Die haben wir nicht gekriegt, aber sonst war die Leistung der Schiedsrichter okay.“ Zum Schluss hob der Trainer noch einen jungen Spieler besonders hervor. Nikolaus Roland kam zu seinem ersten Einsatz in der Kampfmannschaft und stand bis zu seiner Auswechslung in der 75. Minute am Platz. Böhm sagte dazu: „Er hat sein erstes Match in der Kampfmannschaft gespielt und das souverän gemacht. Mit dem bin ich sehr zufrieden und auf den bin ich sehr stolz.“ Für Raxendorf ist dieses 2:0 damit nicht nur ein verdienter Heimsieg, sondern auch ein Abend, an dem die eigene Überlegenheit und ein gelungener Einstand eines Nachwuchsspielers zusammenkamen.