In der 1. Klasse Waldviertel hat der ESV Schwarzenau gegen den UFC Arbesbach nach schwierigem Beginn noch einen 3:1-Heimsieg geholt. Andreas Dorr sah zunächst einen deutlich besseren Gegner, danach aber eine klare Steigerung seiner Mannschaft. „Wir sind mutiger geworden und wieder aggressiver“, sagte der Obmann, der im Treffer zum 2:1 den wichtigsten Moment eines Spiels sah, das nach der Pause völlig kippte.

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Die Gäste waren von Beginn an sofort da und brachten Schwarzenau früh unter Druck. Dorr beschrieb den Start von Arbesbach als sehr stark: „Arbesbach ist sehr gut gestartet, aggressiv, hat flott nach vorne gespielt und relativ hoch angepresst.“ Genau aus dieser Phase heraus fiel auch die frühe Führung. In der 8. Minute traf Jakub Sipek mit einem Abschluss aus rund 20 Metern zum 0:1, bei dem laut Dorr „keine Chance für den Torhüter“ bestand. Arbesbach blieb danach weiter am Drücker und drängte auf den zweiten Treffer, ehe ein Lattentreffer das 0:2 verhinderte. Für Schwarzenau war das in dieser Phase durchaus ein Warnsignal, denn von den Gastgebern kam nach Einschätzung ihres Obmanns in der ersten halben Stunde „relativ wenig“.
Nach dieser starken Anfangsphase der Gäste verlor die Partie zunächst etwas an Schwung. Dorr sagte offen, das Spiel sei „ein bissl dahingeplätschert“, weil Arbesbach das hohe Tempo der ersten Minuten nicht über die gesamte erste Hälfte halten konnte. Schwarzenau fand zwar noch nicht richtig in die Partie, kam aber doch zu zwei wichtigen Aktionen vor der Pause. Zunächst gab es eine gefährliche Szene im Strafraum, kurz darauf die Situation, die zum Ausgleich führte. Für Dorr war die Sache klar: „Der Strafstoß zum 1:1 war ganz eindeutig, da gibt es keine zwei Meinungen.“ Jozef Rejdovian verwandelte in der 32. Minute sicher zum 1:1, und damit war das Spiel wieder offen, das aus Sicht der Hausherren zuvor lange nicht in die richtige Richtung gelaufen war. Mit dem Remis zur Pause hatte Schwarzenau plötzlich wieder eine ganz andere Basis für die zweite Hälfte.
Nach dem Seitenwechsel veränderte sich die Partie dann spürbar. Dorr sah seine Mannschaft nun deutlich mutiger und auch aggressiver als noch vor der Pause. „Nach der Pause waren wir bei Weitem besser im Spiel als davor“, brachte er die Wende auf den Punkt. Gleichzeitig konnte Arbesbach das Niveau der Anfangsphase nicht mehr halten und baute laut Dorr merklich ab. Die Entscheidung fiel dann über Standards. Vor dem 2:1 war Nachwuchsspieler Fabio Semper bereits Richtung Tor unterwegs, Arbesbach konnte nur noch zur Ecke klären. Die brachte in der 68. Minute den Umschwung: In einem Getümmel kam Tobias Elsigan zum Abschluss, Robin Pany spitzelte den Ball zum 2:1 über die Linie. Für Dorr war genau das der Knackpunkt: „Sicher war der Treffer zum 2:1 für uns der wichtigste Moment im Spiel.“ Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem auf beiden Seiten noch mehr Tore möglich gewesen wären. Den Schlusspunkt setzte aber wieder Schwarzenau. Nach einem weiteren Eckball hämmerte Kunchok Trinley Echsel den Ball in der 75. Minute unter die Latte zum 3:1.
Dass Schwarzenau das Spiel noch drehen konnte, führte Dorr nicht nur auf die bessere zweite Hälfte zurück, sondern auch auf die Impulse von außen. „Mit dem 2:1 war wieder mehr Dampf drinnen“, sagte er, und genau dieses Bild zog sich auch durch seine Analyse der Schlussphase. Besonders zufrieden war der Obmann mit den jungen Spielern, die von der Bank gekommen waren. „Wir haben frischen Wind von der Bank gebracht mit drei Nachwuchstalenten, die das sehr, sehr gut gemeistert haben“, erklärte Dorr. Das sei für den Verein ein starkes Zeichen, weil damit nicht nur ein wichtiger Heimsieg gelang, sondern auch sichtbar wurde, was im eigenen Nachwuchs nachkommt. „Wir sind stolz, dass so ein guter Nachwuchs nachkommt. Drei Spieler haben gestern schon ihre erste Talentprobe abgegeben, und das stimmt uns natürlich sehr glücklich“, sagte Dorr. Auch mit der Spielleitung zeigte er sich einverstanden: „Der Schiedsrichter hat eine glasklare Linie gehabt.“ Für Schwarzenau bleibt damit vor allem hängen, dass die Mannschaft nach einem schwachen Beginn nicht auseinandergebrochen ist, sondern sich Schritt für Schritt in dieses Spiel zurückgearbeitet hat.