In der 1. Klasse Waldviertel hat der UFC Arbesbach am Freitagabend gegen den USC Schweiggers trotz 2:1-Führung noch mit 2:3 verloren. Schweiggers lag zunächst vorne, geriet nach der Pause ins Hintertreffen und fand danach wieder zurück. Obmann Patrick Müllner sprach nach dem Auswärtssieg von einem „leistungsgerechten X“ und davon, dass seine Mannschaft am Ende „glücklich als Sieger vom Platz gegangen“ sei.

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Der Spielverlauf gab Müllners Einordnung einiges her. Schweiggers ging in der 15. Minute durch Jan Kosak mit 1:0 in Führung, konnte diesen Vorteil aber nicht über die gesamte erste Hälfte tragen. Arbesbach blieb dran und kam in der 37. Minute durch Moritz Pfeiffer zum 1:1, mit dem es dann auch in die Kabinen ging. Für Müllner war das insgesamt ein Abend, an dem keine Mannschaft das Geschehen komplett an sich riss. „Im Endeffekt war es ein leistungsgerechtes X. Arbesbach hatte mehr Spielanteile. Chancen hatten wir auch einige“, sagte der Schweiggers-Obmann. Genau so stellte sich die Partie für ihn dar: Die Gastgeber hatten über weite Strecken mehr vom Spiel, die Gäste blieben aber immer wieder gefährlich und hielten die Partie offen.
Nach dem Seitenwechsel schien die Partie zunächst eher in Richtung Arbesbach zu laufen. Josef Madl brachte die Heimischen in der 57. Minute mit 2:1 in Front, und aus Sicht der Gäste wurde die Lage wenig später noch unangenehmer. Gerade deshalb war der spätere Umschwung für Müllner alles andere als vorhersehbar. „Eigentlich gar nicht, weil nach der Gelb-Roten dachte man, es wird sehr schwierig“, sagte er auf die Frage, wann das Spiel in Richtung seiner Mannschaft gekippt sei. Umso wichtiger war für Schweiggers, dass die Antwort schnell kam. Felix Rozliwka erzielte in der 75. Minute den Ausgleich zum 2:2, und nur sechs Minuten später sorgte Josef Duris mit dem 3:2 für die komplette Wende. Müllner brachte es nach dem Abpfiff knapp auf den Punkt: Ausschlaggebend seien „der Ausgleichstreffer bald nach der Gelb-Roten“ und „natürlich das glückliche 3:2 am Tagesende“ gewesen.
So erfreulich die drei Punkte für Schweiggers auch waren, Müllner wollte die Leistung seiner Mannschaft nicht schöner reden, als sie aus seiner Sicht war. „Ich glaub, wir sind wieder kompakt gestanden, aber sind diesmal nicht so in die Zweikämpfe gekommen wie in den letzten beiden Partien“, erklärte er. Genau dort setzt für ihn auch das Verbesserungspotenzial an. „Wir müssen weiterhin so aggressiv spielen wie die Spiele zuvor. Dann kommt der Erfolg von alleine“, sagte Müllner. Gleichzeitig fand er auch klare Worte für den Gegner und sprach Arbesbach ein gutes Zeugnis aus: „Arbesbach war eine sehr gute junge Mannschaft, die sehr viele Probleme bereitet hat und das Spielglück dieses Mal nicht auf ihrer Seite hatte.“ Schweiggers nahm nach einem wechselhaften Spiel 3:2 drei Punkte mit und hält nach neun Runden bei elf Zählern, während Arbesbach bei sechs Punkten bleibt.