Spielberichte

„Wir haben nicht aufgegeben“ – Kirchberg/Walde holt in engem Spiel einen ganz wichtigen Heimsieg

Ligaportal als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen
SV Kirchberg/Walde
SC Pfaffenschlag

In der 1. Klasse Waldviertel hat SV Kirchberg/Walde am Sonntag SC Pfaffenschlag mit 1:0 besiegt und damit den nächsten Dreier in einer personell angespannten Phase geholt. Trainer Daniel Glaser sprach nach dem Schlusspfiff von einem erwartet schweren Spiel, in dem lange alles offen war. Erst das Tor von Florian Weixelbraun brachte die Entscheidung – und laut Glaser auch einen Sieg, der „ganz, ganz wichtig für unsere Köpfe“ ist.

Ball mit Fußballschuhen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Lange ein Spiel auf Augenhöhe

Daniel Glaser hatte nach dem Schlusspfiff keinen Anlass, den Heimsieg größer zu machen, als er war. Der Trainer sprach vielmehr von einem „erwartet schweren Spiel“, und genau so entwickelte sich die Partie auch. Kirchberg/Walde musste mit vielen Ausfällen in diese Begegnung gehen, was Glaser gleich als wichtigen Faktor nannte. „Aufgrund unserer vielen Ausfälle ist jedes Spiel sehr, sehr schwierig“, sagte er. Trotzdem sah er seine Mannschaft nicht nur in der Rolle des leidenden Teams. Es gab auf beiden Seiten Möglichkeiten, Kirchberg/Walde hatte nach seiner Einschätzung aber „trotzdem die besseren Chancen“. Zur Pause stand es folgerichtig 0:0, und auch danach blieb es zunächst das enge, ausgeglichene Spiel, das Glaser beschrieben hatte. „So richtig gekippt ist das Spiel eigentlich erst mit dem Tor“, sagte der Kirchberger Trainer, der über weite Strecken eine offene Partie sah.

Weixelbraun trifft, Pfaffenschlag bleibt bis zum Schluss dran

Dass diese Begegnung am Ende trotzdem einen Sieger fand, lag an einer Aktion in der 78. Minute. Florian Weixelbraun erzielte das 1:0 für Kirchberg/Walde und sorgte damit für den Moment, der aus Glasers Sicht die ganze Partie entschied. Der Trainer sprach sogar von einem „wunderschönen Tor“ und hob besonders hervor, wie es zustande kam: „Das war eine super Einzelaktion von Florian Weixelbraun.“ Viel mehr brauchte es an diesem Nachmittag nicht. Glaser blieb auch in der Bewertung der Schlussphase sachlich. Er verschwieg nicht, dass Pfaffenschlag in den letzten Szenen noch einmal gefährlich wurde und „aufgrund von Standardsituationen“ zu ein, zwei guten Chancen kam. Insgesamt blieb er aber bei seiner Linie. Über das ganze Spiel gesehen sei der Sieg „aufgrund der Torchancen verdient“ gewesen, weil Kirchberg/Walde aus seiner Sicht die etwas klareren Möglichkeiten hatte und lange am Drücker blieb, obwohl sich die Partie nie früh entschied.

„Ich bin stolz auf meine Mannschaft“

Besonders wichtig war dieser Sieg für Kirchberg/Walde laut Glaser deshalb, weil er unter schwierigen Voraussetzungen zustande kam. Der Trainer rückte weniger das Ergebnis als die Haltung seiner Mannschaft in den Vordergrund. „Die größte Stärke meiner Mannschaft lag heute einfach darin, dass wir nicht aufgegeben haben“, sagte er. Dazu nannte er genau jene Tugenden, die in solchen Spielen oft den Unterschied machen: „Kampfwille, Kampfgeist.“ Gerade weil die personelle Lage angespannt ist, misst er diesem 1:0 einiges an Bedeutung bei. „Wir kämpfen mit allem, was wir haben“, sagte Glaser, der auch ausdrücklich jene Spieler einschloss, die aktuell nachrücken müssen. „Jeder, der nachrückt, gibt sein Bestes, und so soll es auch sein.“ Entsprechend deutlich fiel sein Urteil aus: „Ich bin stolz auf meine Mannschaft.“ Dass Kirchberg/Walde trotz der vielen Ausfälle nach neun Runden mit 16 Punkten auf Rang drei steht, passt zu dieser Einschätzung und erklärt, warum der Trainer von einem wichtigen Zeichen innerhalb der Mannschaft sprach.

Vor dem Tor und im Spiel nach vorne sieht Glaser noch Luft nach oben

So zufrieden Glaser mit Einsatz und Ergebnis war, so klar benannte er auch die Punkte, die ihm weiterhin nicht gefallen. An erster Stelle steht für ihn die Chancenauswertung. „Das begleitet uns leider schon wieder durch die ganze Saison“, sagte der Kirchberger Trainer, obwohl seine Mannschaft diesmal immerhin den einen entscheidenden Treffer machte. Dazu kommt für ihn, dass im Spielerischen aktuell nicht alles rund läuft. „Da sehe ich gerade sehr, sehr Luft nach oben“, meinte Glaser und erklärte das ebenfalls mit den vielen Ausfällen. Vor allem im Zentrum gehe seiner Mannschaft teilweise die Kreativität ab. Gleichzeitig fand er nach dem Spiel auch faire Worte für den Gegner. Pfaffenschlag habe „das gemacht, was wir erwartet haben“, die Räume phasenweise sehr gut zugestellt und gegen den Ball ordentlich gearbeitet. „Ein Lob nach Pfaffenschlag, auch als Aufsteiger“, sagte Glaser. Den Schiedsrichter sah er ebenfalls auf einer ruhigen Linie: Es habe kaum strittige Szenen gegeben, und der Unparteiische habe die Partie „sehr, sehr gut im Griff“ gehabt. Für Kirchberg/Walde geht es nun mit einem schweren Programm gegen Teams aus dem oberen Tabellendrittel weiter. Gerade deshalb bekommt dieses 1:0 im Kirchberger Lager noch einmal zusätzliches Gewicht.

1. Klasse Waldviertel: Kirchberg/Walde : Pfaffenschlag - 1:0 (0:0)

  • 78
    Florian Weixelbraun 1:0