Spielberichte

„Das 3:1 war für uns die Vorentscheidung“ – Glaser zum 1:3 von Kirchberg/Walde in Gastern

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USV Gastern
SV Kirchberg/Walde

In der 1. Klasse Waldviertel musste sich SV Kirchberg/Walde beim USV Gastern mit 1:3 geschlagen geben. Trainer Daniel Glaser sah dabei zwei entscheidende Momente: das frühe 0:1 und vor allem das 1:3, das für ihn die Partie letztlich entschied. Nach dem Ausgleich durch Sebastian Schrammel war für die Gäste zwar wieder alles offen, am Ende gaben aber Fehler und fehlende Effizienz den Ausschlag.

Torwart in Neongrün, im Vordergrund der Ball

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Kirchberg/Walde antwortet auf frühen Rückstand

Aus Sicht von Daniel Glaser begann die Partie trotz schwieriger Voraussetzungen keineswegs schlecht. Der Trainer verwies darauf, dass seine Mannschaft auswärts auf einen sehr starken Gegner traf und erneut mit vielen Ausfällen umgehen musste. Trotzdem, so seine Einschätzung, seien die Gäste ordentlich ins Spiel gekommen. "Wir sind sehr gut in die Partie gekommen und haben unsere Aufgaben sehr gut erledigt", sagte Glaser. Der erste Rückschlag folgte dann aber schon in der 10. Minute, als Martin Jasansky das 1:0 für Gastern erzielte. Glaser schilderte diese Szene als gut vorgetragenen Angriff über die Mitte und dann über die Seite, am Ende halfen die Gäste mit einem Fehler in der Defensive nach. Gerade das ärgerte ihn besonders, weil dieses Gegentor aus seiner Sicht vermeidbar gewesen wäre. Umso wichtiger war für die Gäste, dass die Mannschaft nicht auseinanderfiel. Glaser betonte, dass sein Team den Rückstand "sehr gut verkraftet" habe, weiter an den Aufgaben und am Spielsystem drangeblieben sei. Noch vor der Pause kam der verdiente Lohn: Sebastian Schrammel traf in der 41. Minute zum 1:1. Auch dieses Tor beschrieb der Trainer als sauber herausgespielt. Für ihn war das in jener Phase ein gerechter Ausgleich, weil das Spiel nach dem Rückstand wieder offen geworden war.

Nach dem 1:1 bleibt alles offen, dann schlägt Gastern zurück

Gerade weil Kirchberg/Walde den Rückstand weggesteckt hatte und mit dem 1:1 wieder voll in der Partie war, wog der nächste Gegentreffer für Glaser besonders schwer. Unmittelbar nach der Pause stellte erneut Martin Jasansky in der 49. Minute auf 2:1 für die Gastgeber. Auch hier sprach der Trainer von einer "sehr schönen Aktion" des Gegners und erkannte damit die Qualität der Offensive von Gastern ausdrücklich an. Trotzdem blieb für ihn der Eindruck, dass nach dem Ausgleich grundsätzlich "in jede Richtung wieder alles möglich" gewesen sei. Den eigentlichen Knackpunkt sah Glaser aber klar in der 71. Minute. Das 3:1 durch Pavel Cmovs sei für ihn "mehr oder weniger die Vorentscheidung" gewesen. Die Entstehung dieses Tores beschrieb er als unglücklich: Nach einer Flanke kam ein Kopfball an die Latte, von dort sprang der Ball an den Rücken des Kirchberger Torhüters und dann ins Tor. "Wenn das 3:1 nicht gefallen wäre, wäre das Spiel spannend geblieben bis zum Schluss", meinte Glaser. So aber wurde die Aufgabe gegen den Tabellenführer noch schwerer. Dass sein Team danach trotzdem noch Möglichkeiten auf den Anschluss hatte, erwähnte er ebenfalls. Nur gelang es nicht mehr, aus diesen Chancen Kapital zu schlagen.

Fehler im Detail und zu wenig Ertrag im Umschaltspiel

In seiner Analyse machte Glaser nach dem Spiel deutlich, dass er die Niederlage nicht auf viele grundsätzliche Mängel zurückführt. Vielmehr sprach er von einzelnen Fehlern in entscheidenden Situationen. "Die Tore fielen hauptsächlich durch Individualfehler, die so nicht passieren dürften", sagte der Trainer. Gerade gegen einen Gegner wie Gastern, den er als offensivstark, schnell, routiniert und technisch gut beschrieb, werden solche Fehler eben schnell bestraft. Dazu kam aus seiner Sicht die mangelnde Ausbeute vor dem Tor. Glaser sprach von mehreren Offensivaktionen, aus denen seine Mannschaft mehr hätte machen können: "Wir hatten wieder einzelne Chancen, die wir leider nicht gemacht haben." Positiv hob er dennoch das Umschaltspiel hervor. Die Gäste waren mit einem eher defensiven, kompakten Ansatz in die Partie gegangen und wollten über Konter kommen. Laut Glaser funktionierte das phasenweise "sehr, sehr gut", auch wenn das System für seine Mannschaft nicht alltäglich war. Gerade im Laufe des Spiels sei man besser hineingekommen und habe einige Umschaltsituationen sauber ausgespielt. Der Ertrag blieb aber zu gering. Für die kommenden Wochen nimmt Glaser daher mit, dass seine Mannschaft auch auswärts bei einem Spitzenteam mithalten kann, wenn sie kompakt bleibt. Gleichzeitig war seine Schlussaussage klar und bodenständig: "In Gastern ist es schwierig, Punkte mitzunehmen, aber wir kommen wieder und werden das nächste Mal natürlich wieder versuchen, dort Punkte mitzunehmen."

1. Klasse Waldviertel: USV Gastern : Kirchberg/Walde - 3:1 (1:1)

  • 71
    Pavel Cmovs 3:1
  • 49
    Martin Jasansky 2:1
  • 41
    Sebastian Schrammel 1:1
  • 10
    Martin Jasansky 1:0