In der 1. Klasse Waldviertel hat der SC St. Martin in der 11. Runde den UFC Arbesbach nach frühem Rückstand noch klar mit 4:1 besiegt. Trainer Christopher Bruckner sah den Knackpunkt unmittelbar vor der Pause, als seine Mannschaft mit einem schnellen Doppelschlag die Partie drehte. Nach schwachen Anfangsminuten übernahm St. Martin mehr Kontrolle, legte direkt nach dem Seitenwechsel nach und brachte den Heimsieg danach sicher ins Ziel.

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Der Beginn gehörte zunächst klar den Gästen. Julian Lichtenwallner brachte Arbesbach schon in der 7. Minute mit 1:0 in Führung, und aus Sicht von Christopher Bruckner war das zu diesem Zeitpunkt auch verdient. „Wir hatten zu Beginn extrem Probleme, ins Spiel zu kommen“, sagte der Trainer nach dem Spiel. Arbesbach sei anfangs „richtig gut im Spiel“ gewesen, sehr bissig und immer wieder schnell in die Tiefe gekommen. St. Martin bekam in dieser Phase kaum Zugriff, fand nur selten in geordnete Ballbesitzphasen und wirkte insgesamt zerfahren. Bruckner sprach offen an, dass seine Mannschaft bis zum Ausgleich keinen guten ersten Durchgang gespielt habe. Ganz chancenlos war der SC deshalb aber nicht, denn noch vor der Pause ergaben sich zwei große Möglichkeiten auf das 1:1. Gerade deshalb meinte der Trainer auch, dass der Ausgleich eigentlich schon früher hätte fallen können.
Entscheidend wurde dann jene kurze Phase unmittelbar vor dem Seitenwechsel, auf die Bruckner immer wieder zurückkam. „Entscheidend war auf jeden Fall der schnelle Doppelschlag vor der Halbzeitpause. Da haben wir das Spiel innerhalb einer Minute gedreht“, sagte er. Zunächst traf Niklas Höbarth in der 45. Minute zum 1:1. Bruckner beschrieb den Treffer als Freistoß aus rund 18 bis 19 Metern, der über die Mauer ging und für den Tormann nicht mehr zu halten war. Damit war St. Martin plötzlich wieder da. Noch wichtiger war aber, dass die Gastgeber sofort nachlegten. Nach einem gewonnenen Ball und einem langen Zuspiel verlängerte Höbarth per Kopf stark weiter, ehe Andriy Zahranychnyy in der Nachspielzeit der ersten Hälfte zum 2:1 abschloss. Für Bruckner war genau diese Szene der Wendepunkt, weil Arbesbach dadurch noch vor der Pause aus dem Tritt gebracht wurde.
Was sich mit dem Doppelschlag angekündigt hatte, setzte St. Martin nach der Pause fort. Schon in der 52. Minute erhöhte Dominik Decker auf 3:1, nachdem laut Bruckner ein starker Ball hinter die Kette gespielt worden war und Decker im Abschluss das kurze Eck fand. Der Trainer sah nun ein ganz anderes Gesicht seiner Mannschaft. „Die zweite Halbzeit war wesentlich besser, wir hätten das Spiel eigentlich früher entscheiden können“, sagte Bruckner. Genau das sei auch ein Unterschied zum schwachen Beginn gewesen. „Speziell in der zweiten Halbzeit haben wir gute Bälle hinter die Kette gespielt und dadurch wirklich gute Chancen gehabt.“ Mehrmals blieb das 4:1 zunächst noch liegen, ehe es in der 78. Minute doch fiel. Niklas Höbarth wurde in guter Position gefoult und verwandelte den fälligen Elfmeter anschließend selbst souverän. Spätestens damit war die Partie endgültig entschieden.
Der Sieg fiel am Ende deutlich aus, doch Bruckner wollte den Gegner trotz der 1:4-Niederlage nicht schlechter machen, als er an diesem Tag war. Vor allem die Anfangsphase von Arbesbach imponierte ihm. „Sie waren zu Beginn extrem bissig und haben extrem gut in die Tiefe gespielt“, sagte der St.-Martin-Coach. Danach habe seine Mannschaft allerdings kaum noch etwas zugelassen, abgesehen von einem Distanzschuss im zweiten Durchgang. Gleichzeitig sprach Bruckner von einer „sehr, sehr guten jungen Mannschaft“ mit viel Potenzial. Auch mit der Leistung des Schiedsrichters war er zufrieden und sah „keine bestimmten Situationen, über die man diskutieren müsste“. Für St. Martin bleibt unter dem Strich ein verdienter Heimsieg, der vor allem wegen der starken zweiten Halbzeit Mut macht. Die Botschaft des Trainers war aber ebenso deutlich: Wenn seine Mannschaft von Beginn an stabiler ins Spiel findet, kann sie sich solche Aufholjagden in Zukunft ersparen.