In der 1. Klasse Waldviertel musste sich USC Hartl Haus Echsenbach am Samstag mit einem 1:1 gegen ESV Schwarzenau zufriedengeben. Die Gastgeber waren laut Trainer Robert Leutgeb über weite Strecken das aktivere Team, vergaben aber zu viele Möglichkeiten. So lag Echsenbach nach dem 0:1 durch Tobias Elsigan zur Pause trotz klarer Feldvorteile zurück, Nico Strohmaier glich nach Seitenwechsel zumindest noch aus.

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Leutgeb hatte vor allem mit dem Verlauf bis zur Pause zu tun. „Von der ersten Minute an waren wir die aktivere Mannschaft“, sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff und verwies gleich auf die erste große Möglichkeit. Schon in der zweiten Minute hatte Jindrich Kucera die Führung am Fuß, später kam noch ein weiterer Kopfball dazu, der ungenutzt blieb. Aus Sicht der Hausherren spielte sich in dieser Phase vieles in Richtung Schwarzenauer Tor ab. Leutgeb formulierte es deutlich: „Das Spiel ist eigentlich nur auf ein Tor gegangen.“ Gerade deshalb schmerzte der Rückstand aus der 28. Minute doppelt, als Tobias Elsigan die Gäste mit ihrer ersten erfolgreichen Offensivaktion zum 0:1 in Front brachte. „Wenn man die Chancen nicht macht, kriegt man es“, sagte der Echsenbacher Coach. Danach standen die Gäste noch tiefer und verteidigten den Vorsprung bis zur Pause.
Nach dem Rückstand reagierte Echsenbach in der Pause mit ein paar Umstellungen, doch Leutgeb beschrieb ziemlich genau, woran es trotz vieler Angriffe hakte: „Bis zum Sechzehner vor Schwarzenau war unser Latein zu Ende.“ Der Ball lief zwar weiter häufig in Richtung Gästetor, richtig zwingend wurde Echsenbach aber zu selten. Der Ausgleich fiel in der 56. Minute trotzdem, und zwar durch einen Treffer von Nico Strohmaier, den Leutgeb als „sehr schön“ bezeichnete. Damit war die Partie wieder offen, und der USC blieb am Drücker. „Dann haben wir noch zwei, drei Torchancen gehabt“, sagte der Trainer, der besonders zwei Standards von Jindrich Kucera hervorhob. Beide landeten nur an der Stange, einer davon per Kopf. Für Leutgeb war deshalb klar, wer näher am Sieg war: „Wir waren näher dran, aber wir vergeben derzeit einfach zu viele Chancen.“
Dass Echsenbach am Ende trotzdem nur mit einem Punkt dastand, war für Leutgeb ärgerlich, aber nicht nur negativ zu sehen. In der 82. oder 83. Minute mussten die Gastgeber nämlich noch einmal tief durchatmen, als Schwarzenau nach einem Abspielfehler im Mittelfeld über einen Konter zur großen Möglichkeit kam. Timo Strohmaier hielt dabei laut seinem Trainer „sensationell“ und bewahrte seine Mannschaft vor dem 1:2. „Sonst hätten wir die Partie sicher 1:2 verloren. Darum nehme ich den Punkt“, sagte Leutgeb. Gleichzeitig blieb er bei seiner Hauptkritik: Vorne fehle aktuell jener Spieler, „der aus dem Nichts einmal eines macht“. Trotzdem wollte er das Remis nicht nur schlechtreden. „Wir spielen uns immer sehr viele Chancen heraus, wir geben nie auf und wir werden den Kopf nicht in den Sand stecken“, betonte der Trainer. Mit vielen jungen Spielern in der Mannschaft gehe es nun darum, weiterzuarbeiten. Den Gegner beschrieb er als defensiv stark, kämpferisch und in Kontersituationen gefährlich, an der Leistung des Schiedsrichters gab es für ihn nichts auszusetzen.