Spielberichte

Martin Parb (SV Ratzersdorf): „Unsere Stärke ist das Kollektiv“ – ohne Druck ins Frühjahr

SV Ratzersdorf

In der 1. Klasse West-Mitte hat sich Martin Parb mit seinem Team, dem SV Ratzersdorf, eine starke Ausgangsposition erarbeitet. Nach 13 Begegnungen rangiert der Klub auf Platz drei. In einer Liga, die Parb als „sehr ausgeglichen und stark besetzt“ beschreibt, überzeugte seine Mannschaft vor allem durch Geschlossenheit und Konstanz. Zuletzt holte Ratzersdorf ein Remis gegen den FCU Gerersdorf/E., spielte 0:0 gegen den FC Kapelln, verlor beim USC Mank, ehe gegen die SPU Hofstetten-G. wieder ein Dreier gelang. Gegen Tabellenführer 1. SV Maria Anzbach folgte ein Remis – ein weiterer Beleg für die stabile Form.

Torwart in Scharz und Neonorange legt sich den Ball für einen Abstoß zurecht

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Geschlossenheit als Erfolgsrezept

Parb zeigt sich im Rückblick auf die bisherige Saison rundum zufrieden: „Wir haben sehr viele Punkte erobert. Unsere absolute Stärke war das Kollektiv. Jeder, der am Platz stand, hat 100 Prozent gegeben.“ Seine Analyse ist klar: Die Geschlossenheit innerhalb des Teams bildet die Basis dafür, dass sich Ratzersdorf in der Hinrunde im Spitzenfeld festsetzen konnte.

Der Trainer hebt besonders die mannschaftliche Einstellung hervor, die dafür sorgte, dass aus fast jeder Partie etwas Zählbares mitgenommen wurde – auch in schwierigen Phasen. Nach mehreren Unentschieden und einem Sieg zum Abschluss des Herbsts stimmte die Balance zwischen stabiler Defensive und zielstrebigem Offensivspiel.

Vertrauen und Kontinuität im Kader

Veränderungen zum Winter? Fehlanzeige. Parb bestätigt, dass die Mannschaft nahezu unverändert bleibt: „Wir brauchen uns nicht großartig verändern, die Mannschaft hat extrem gut performt. Jeder Einzelne hat sich das Frühjahr verdient.“ Der Fokus liegt nun darauf, jungen Spielern eine größere Rolle zu ermöglichen.

Der Coach formuliert aber klare Erwartungen: „Potenzial ist genug da, aber die jungen Spieler müssen bereit sein, mehr zu investieren.“ Diese Philosophie der behutsamen Förderung und internen Stabilität spiegelt sich auch in der personellen Kontinuität wider – es gab keine Veränderungen im Betreuerteam oder im administrativen Bereich.

Verletzungen und Vorbereitung auf die Rückrunde

In der laufenden Vorbereitung musste Parb jedoch einen Rückschlag hinnehmen: Ein Spieler zog sich eine Knieverletzung zu und wird voraussichtlich einige Wochen fehlen. „Ich hoffe, dass er im März wieder in den Trainingsbetrieb einsteigen kann“, erklärt der Trainer. Abgesehen davon steht ihm der Kader weitgehend zur Verfügung.

Kleinere Blessuren und Krankheiten seien Teil des normalen Prozesses in der intensiven Winterphase. Nach bereits zwei Vorbereitungsspielen präsentiert sich das Team motiviert und geeint. Parb spricht von einer „großen Familie“, in der Spieler, Funktionäre und Umfeld harmonisch zusammenarbeiten – dieses positive Klima will er in die Rückrunde mitnehmen.

Ausblick auf die Rückrunde

Mit 25 Punkten liegt Ratzersdorf nur sechs Zähler hinter Spitzenreiter 1. SV Maria Anzbach. Die bisherige Saison zeigt: Das Team kann jeder Mannschaft Paroli bieten. Parbs nüchterne Einschätzung zur Liga, dass „jede Woche performt werden muss“, verdeutlicht die enge Leistungsdichte. Die Erfahrungen und die geschlossene Mentalität innerhalb des Vereins bilden die Basis für eine ambitionierte Fortsetzung der Spielzeit.

Nach Erfolgen wie dem Sieg über Hofstetten-G. und konstanten Auftritten gegen direkte Konkurrenten befindet sich der SV Ratzersdorf in stabiler Form. Gelingt es, Teamgeist und defensive Kompaktheit aus dem Herbst zu konservieren, kann der Verein seinen Platz in der Spitzengruppe festigen – und vielleicht sogar ins Titelrennen eingreifen.