In der 1. Klasse West-Mitte führt Rafael Pollack mit seinem 1. SV Maria Anzbach nach 13 Spieltagen souverän die Tabelle an. Mit 31 Punkten steht der Verein drei Zähler vor Verfolger FC Ober‑Grafendorf. Die jüngsten Partien zeigten gleichzeitig Stabilität und Charakter: Auf klare Siege wie das 4:1 gegen ATSV Schönfeld/T. und das 3:0 in Kirchberg/P. folgte ein hart erkämpftes 2:1 gegen USV Eichgraben, ehe die Erfolgsserie durch eine 1:3‑Niederlage in Ober‑Grafendorf kurz unterbrochen wurde. Beim anschließenden 1:1 in Ratzersdorf behauptete Anzbach dennoch souverän die Tabellenführung. Trainer Rafael Pollack zieht im Gespräch ein differenziertes Zwischenfazit – mit einem klaren Blick auf Balance, Teamgefühl und realistische Zielsetzungen.

Foto von Daniel Norin auf Unsplash
Rafael Pollack betont, dass es „in allen Bereichen der Mannschaft noch Entwicklungsmöglichkeiten“ gibt. Gleichzeitig hebt er hervor, dass die Stimmung im Team „momentan sehr gut“ sei und die Erwartungshaltung „nicht zu hoch, sondern realistisch“ bleibe. Besonders während der Sommer-Transferperiode habe man Wert auf Ausgewogenheit gelegt.
Im Gegenzug verließ Stefan Ebersberger den Verein, da er nicht auf die erhoffte Einsatzzeit gekommen war. „Durch diese Bewegungen sind wir recht zufrieden, haben einige junge Spieler hochgezogen und sind insgesamt breiter aufgestellt – das passt ganz gut“, fasst Pollack zusammen. Zwei weitere Akteure wurden zudem in den erweiterten Kader integriert, wodurch die Tiefe der Mannschaft weiter zunahm.
Auch zur körperlichen Verfassung seiner Spieler äußert sich der Trainer optimistisch. Zwar gebe es „ein paar kleinere Blessuren aus der Vorbereitung“, doch aktuell keine gravierenden Ausfälle. „Bis zur Meisterschaft wird man sehen, ob noch jemand verletzungsbedingt fehlt, aber momentan sieht es nicht danach aus“, beschreibt Pollack die Situation und hofft, dass sich bis zum Re‑Start keine neuen Verletzungen einstellen.
Im Betreuerstab und im Vereinsumfeld habe es zuletzt „keine strukturellen Veränderungen“ gegeben – Stabilität und Kontinuität bilden somit weiterhin die Grundlage des Erfolgs.
Auf die Frage nach dem bisher stärksten Gegner nennt Rafael Pollack den USV Eichgraben: „Das beste Spiel gegen uns hat Eichgraben gemacht.“ Besonders die Spielweise der Gäste habe ihn beeindruckt: „Dynamisch, ballsicher, kreativ, aggressiv gegen den Ball – das war ein sehr guter Auftritt gegen uns.“
Dieses Lob verdeutlicht Pollacks respektvollen und analytischen Blick auf den Wettbewerb. Gleichzeitig zeigt es, dass 1. SV Maria Anzbach trotz Erfolgsserie weiterhin konzentriert an den eigenen Abläufen arbeitet, um die Tabellenführung zu festigen. Zum Abschluss formuliert der Trainer seinen Wunsch: „Wir hoffen, dass wir die Hinrunde bestätigen und weiterhin erfolgreich oder sogar noch erfolgreicher Fußball spielen können.“ Nach 13 Runden an der Spitze scheint die Ausgangslage dafür ideal – auch, weil das Team realistisch bleibt, statt sich von der Tabellenlage blenden zu lassen.